Deutsche Stiftung Denkmalschutz übergibt Spendengelder – Arbeiten beginnen im November.
Den Spendenscheck übergab Christian Schreiber, Leiter des Ortskuratoriums Dresden der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, am Donnerstag, 30. Juli 2026, an Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch sowie die Leiterin des Carl-Maria-von-Weber-Museums, Dr. Romy Donath. Bereits Anfang Mai hatten die Stiftung und die Landeshauptstadt Dresden den Fördervertrag unterzeichnet.
Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch„Mit der Sanierung des Carl-Maria-von-Weber-Museums bewahren wir ein herausragendes Zeugnis der Musik- und Kulturgeschichte. Die Impulse, die von Weber als Komponisten und Dirigenten für die Entwicklung der Orchester und Opern in Europa ausgingen, werden in diesem musealen Kleinod und authentischen Ort erlebbar gemacht.“
Baubürgermeister Stephan Kühn„Die Spende der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ist eine große Hilfe für die Stadt Dresden. Sie sichert mit der Finanzierung der Dachstuhlarbeiten den Startschuss für die umfassende Sanierung des Carl-Maria-von-Weber-Museums. Das ehemalige Hosterwitzer Winzerhaus und Wohnhaus des Komponisten ist ein Kleinod und ein wichtiger Ort der Musikgeschichte. Es zu bewahren und für die künftigen Generationen zu erhalten, hat Bedeutung über Dresden hinaus. Der Stadtrat und Fördermittelgeber sind nun aufgerufen, die Finanzierung der weiteren Sanierungsschritte sicherzustellen.“
Das Carl-Maria-von-Weber-Museum, eines der Museen der Stadt Dresden, befindet sich im ehemaligen Sommerhaus des Komponisten, der zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Dresden wirkte. Es vermittelt Einblicke in sein Leben und Werk.
Das Carl-Maria-von-Weber Museum musste im Herbst 2024 geschlossen werden, da die Standsicherheit des als Winzerhaus im Jahr 1665 errichteten Gebäudes nicht mehr gewährleistet war. Im Zuge umfangreicher Untersuchungen der historischen Bausubstanz waren erhebliche Schäden an den tragenden Bauteilen des Gebäudes festgestellt worden. Betroffen sind insbesondere das Fachwerk im Obergeschoss, die Holzbalkendecken und der Dachstuhl. Zudem entspricht die technische Gebäudeausrüstung nicht mehr den heutigen Anforderungen an Sicherheit, Brandschutz und Museumsbetrieb.
Mit der nun beginnenden Dachstuhlsanierung startet die umfassende denkmalgerechte Instandsetzung des Gebäudes. Vorgesehen sind unter anderem die Sanierung des Fachwerks, der Holzbalkendecken, von Dach und Fassade sowie die Aufarbeitung von Fenstern und Türen. Außerdem werden die gesamte Haustechnik erneuert, der Brandschutz modernisiert und Voraussetzungen für eine barrierefreie Nutzung geschaffen.
Im Anschluss an die Bauarbeiten entsteht eine vollständig neu konzipierte Dauerausstellung. Moderne Medientechnik und aktuelle Erkenntnisse aus der Musik- und Kunstgeschichte sollen das Leben und Wirken Carl Maria von Webers künftig zeitgemäß vermitteln. Die Wiedereröffnung des Museums ist nach derzeitigem Stand für das Jahr 2030 vorgesehen.
Die Planungen für die Sanierung des Museums laufen unter Federführung von Alexander Poetzsch Architekturen aus Dresden. Dafür veranschlagt die Landeshauptstadt Dresden insgesamt rund 4,2 Millionen Euro. Fördermittel des Bundes aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm wurden bereits bewilligt.
Für die Sanierung werden unter https://webermuseum-dresden.de/museum/spenden weiterhin Spenden eingeworben.