HOCHTIEF hebt Gewinnprognose für 2026 an, operativer Konzerngewinn steigt im ersten Halbjahr um 35% auf 480 Mio. Euro, operativer Cashflow von 2,4 Mrd. Euro LTM, Auftragsbestand wächst um 23 Prozent auf Rekordwert von 84,8 Mrd. Euro

27.7.2026 - | HOCHTIEF AG

Finanzielle Highlights im ersten Halbjahr 2026:

HOCHTIEF hat seine Gewinnprognose für 2026 erhöht, nachdem das Unternehmen für das erste Halbjahr ein starkes Wachstum bei Gewinn, Cashflow und Auftragseingang vermeldet hatte. Gestützt wurde dies durch die Nachfrage nach Projekten in den Bereichen digitale Infrastruktur, Energie und Verteidigung sowie im Rohstoffsektor.

Der Konzern erwartet 2026 nun einen operativen Konzerngewinn von 1.025 bis 1.100 Mio. Euro, eine Steigerung um 30 bis 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr, vorbehaltlich der Marktbedingungen. Für Turner beträgt der Ausblick für das operative Ergebnis vor Steuern 2026 nun 1.400 bis 1.460 Mio. US-Dollar, was einem Anstieg um 35 bis 40 Prozent entspricht.

Der operative Konzerngewinn stieg in den ersten sechs Monaten um 35 Prozent auf 480 Mio. Euro an, während der Umsatz um 10 Prozent auf 20,1 Mrd. Euro wuchs. Der Auftragseingang erhöhte sich währungsbereinigt um 25 Prozent auf 31,5 Mrd. Euro, der Auftragsbestand erreichte einen Rekordwert von 84,8 Mrd. Euro – dies entspricht einer Auslastung von etwa zwei Jahren.

Die Ergebnisse spiegeln die anhaltende Nachfrage nach hochmodernen Infrastrukturprojekten, insbesondere in den Bereichen digitale Infrastruktur, Energie, Verteidigung und kritische Mineralien. Etwa 60 Prozent der Neuaufträge wurden in den strategischen Wachstumsmärkten des Konzerns erzielt.

Der Vorstandsvorsitzende von HOCHTIEF, Juan Santamaría, betonte, dass HOCHTIEF das zweite Halbjahr mit einer starken Dynamik begonnen habe: „Wir verzeichnen eine anhaltende Nachfrage nach Infrastruktur, die das Wirtschaftswachstum fördert – insbesondere nach Projekten in den Bereichen Rechenzentren, Energie, Verteidigung und kritische Mineralien. Unsere strategische Ausrichtung auf diese Märkte schlägt sich in einem starken Wachstum bei den Neuaufträgen nieder, wobei wir konzernweit einen Rekordauftragsbestand verzeichnen. Was uns zunehmend auszeichnet, ist die Art und Weise, wie unsere Unternehmen zusammenarbeiten und die Kompetenzen aus dem gesamten Konzern bündeln, um unsere Kunden in den verschiedenen Phasen des Projektlebenszyklus zu unterstützen.“

HOCHTIEF erzielte einen operativen Cashflow vor Factoring von 2,4 Mrd. Euro über die letzten zwölf Monate, ein Anstieg von 396 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr. Der operative Netto-Cashflow erhöhte sich im selben Zeitraum auf 1,7 Mrd. Euro, gestützt durch eine weiterhin disziplinierte Kapitalpolitik.

Das erste Halbjahr wies eine anhaltend starke Konzernbilanz auf. Die Nettofinanzverschuldung zeigte eine starke Verbesserung um 1,5 Mrd. Euro im Jahresvergleich nach Dividendenauszahlung in Höhe von 393 Mio. Euro, beeinflusst durch eine hervorragende Cashflow-Entwicklung.

Der Auftragseingang wird weiterhin durch das starke Wachstum bei groß angelegten digitalen Infrastrukturprojekten gestützt. Insgesamt haben sich die Aufträge im Bereich Rechenzentren in den vergangenen zwölf Monaten mehr als verdoppelt. Die jüngsten Aufträge beinhalten mehrere Großprojekte in Nordamerika und Europa.

Der Rekordauftragsbestand von 84,8 Mrd. Euro lag um 23 Prozent über dem Vorjahreswert – dies spiegelt das Wachstum in den HOCHTIEF-Kernmärkten in Nordamerika, Australien und Europa wider. Das Auftragseingangsvolumen entspricht dem 1,5-Fachen der Leistung in dem Zeitraum.

Die jüngsten Neuaufträge beinhalten große Rechenzentren für Meta in Kanada und den USA, ein Data-Center-Projekt in Berlin für NTT Global, Minendienstleistungen in Westaustralien und die Beteiligung am SMR-Programm von Rolls-Royce, das in Schweden und Tschechien erweitert wird.

Das Unternehmen hat außerdem vor kurzem den Erwerb der verbleibenden Minderheitsanteile an Thiess vollzogen und stärkt damit seine Position für Bergbaudienstleistungen und kritische Mineralien.

Juan Santamaría sagte: „Unser Fokus liegt darauf, Aufträge in Märkten für hochmoderne Infrastruktur zu gewinnen, diese erfolgreich umzusetzen und die Erträge in Liquidität umzuwandeln. Das Ergebnis des ersten Halbjahres zeigt, dass dieser Ansatz funktioniert, und gibt uns Zuversicht, um unsere Gewinnprognose für das Jahr zu erhöhen.“

HOCHTIEF-Konzern: Kennzahlen

Hinweis: Operative Erträge sind bereinigt um nicht operative Effekte.

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