Gerlach: Ministerium fördert 28 neue Pflegeplätze für Menschen mit Behinderung in Oberfranken -Bayerns Gesundheitsministerin: Knapp 1,7 Millionen Euro für Wohnheim im Mainleus.
Bayerns Gesundheitsministerium baut das Pflegeangebot in Oberfranken weiter aus. Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach betonte anlässlich einer Förderscheckübergabe in Mainleus (Landkreis Kulmbach) am Samstag: „In einem ehemaligen Gasthof entsteht Wohnraum für Menschen mit Behinderung. Insgesamt werden hier 28 neue Dauerpflegeplätze geschaffen. Das ist ein vorbildliches Projekt und stärkt sowohl den Ort als auch den Landkreis.“
Die Ministerin sagte: „Wir unterstützen dieses sinnvolle Projekt mit 1,68 Millionen Euro aus unserem Förderprogramm PflegesoNah.“ Die Wohnanlage soll im ehemaligen Gasthof „Zum Schwarzen Adler“ in Mainleus entstehen. Der Bau soll bis November 2028 abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf knapp neun Millionen Euro.
Gerlach erklärte: „Mit dem Projekt wird ein ortsprägendes Gebäude erhalten und gleichzeitig für einen sozialen Zweck neu belebt: Neben dem Wohnheim für Menschen mit Behinderung entstehen eine kleine Brauerei mit Wirtshaus, eine Metzgerei, eine Physiotherapiepraxis, eine ambulante Jugendhilfe, Wohnungen und ein lebendiger Treffpunkt am Konrad-Popp-Platz.“
Die Ministerin ergänzte: „Das Projekt zeigt beispielhaft, wie die Ziele des Förderprogramms PflegesoNah umgesetzt werden: mit einer offenen Einrichtung inmitten der Gemeinde, mit kurzen Wegen, gelebter Teilhabe und einer Versorgung, die den pflegebedürftigen Menschen mit Behinderung in den Mittelpunkt stellt.“
Mit der Förderrichtlinie Pflege im sozialen Nahraum werden Kurzzeit-, Tages- und Nachtpflegeplätze, aber auch Dauerpflegeplätze sowie ambulant betreute Wohngemeinschaften und Begegnungsstätten gefördert. Seit 2023 können auch Projekte zur Verhinderungspflege und palliativen Pflege unterstützt werden.
Gerlach erläuterte: „Ziel ist es, Pflege dorthin zu bringen, wo die Menschen leben. Seit Beginn des Förderprogramms 2020 wurden bereits rund 410 Millionen Euro investiert, um rund 8.880 Pflegeplätze zu modernisieren oder neu zu schaffen.“