Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) Rita Schwarzelühr-Sutter und ihre Amtskollegin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Dr. Bärbel Kofler vertreten vom 13.-16. Juli die Bundesregierung beim Nachhaltigkeitsforum der Vereinten Nationen (High-Level Political Forum on Sustainable Development, HLPF) in New York. Gemeinsam stellen sie dort das deutsche Engagement zur Umsetzung der UN-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung vor.
Rita Schwarzelühr-Sutter: "Resilienz ist kein Luxus, sondern eine Investition in Sicherheit und Zukunft. Die Agenda 2030 gibt uns den gemeinsamen Kompass, um Klimaschutz, Naturschutz und nachhaltige Entwicklung zusammenzudenken. Deutschland setzt sich dafür ein, dass aus den global vereinbarten Nachhaltigkeitszielen konkrete Maßnahmen werden – etwa durch klimaresiliente Städte, einen nachhaltigen Umgang mit Wasser und den Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Denn jede Investition in Vorsorge stärkt Menschen, Umwelt und wirtschaftliche Stabilität gleichermaßen."
Dr. Bärbel Kofler: "Deutschland steht fest entschlossen hinter der globalen Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Wir lassen bei ihrer Umsetzung – in Deutschland ebenso wie international – nicht nach. Die erreichten Fortschritte sind wertvoll, die absehbar beträchtlichen Lücken zur Zielerreichung bleiben unser Ansporn. Die Agenda 2030 stärkt die Resilienz von uns allen, weil sie an den Wurzeln der Krisen unserer Zeit ansetzt – wie Armut, Klimawandel, Ungleichheit und Konflikte. Gerade in geopolitisch schwierigen Zeiten ist es wichtiger denn je, dass wir als internationale Gemeinschaft an einem Strang ziehen – und übergeordnete Ziele für eine gute Zukunft aller Menschen nicht aus den Augen verlieren."
Das HLPF ist das zentrale internationale Forum, auf dem die Weltgemeinschaft gemeinsam Bericht über den Fortschritt bei der Agenda 2030 und ihrer 17 Nachhaltigkeitsziele ablegt und sich zu "best practices" austauscht. Laut Fortschrittsbericht 2026 des Generalsekretärs der Vereinten Nationen António Guterres wurden bei über 60 Prozent der Nachhaltigkeitsziele seit 2015 Fortschritte erzielt. Gleichzeitig macht der Bericht klar: Bei gleichbleibendem Umsetzungstempo werden nur 15 Prozent der Ziele bis 2030 erreicht. Aufeinanderfolgende Krisen, darunter die COVID-19 Pandemie, bewaffnete Konflikte, geopolitische Spannungen, der Klimawandel sowie rückläufige Finanzmittel für Entwicklung erschweren die Erreichung der 2015 von der Weltgemeinschaft beschlossenen Nachhaltigkeitsziele.
Das diesjährige HLPF steht unter dem Motto "Transformative, equitable, innovative and coordinated actions for the 2030 Agenda for Sustainable Development and its Sustainable Development Goals for a sustainable future for all". Die Staatengemeinschaft konzentriert sich dabei auf die Überprüfung des Fortschritts des Nachhaltigkeitsziel (Sustainable Development Goal) SDG 6 (Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen), SDG 7 (Bezahlbare und saubere Energie), SDG 9 (Industrie, Innovation und Infrastruktur), SDG 11 (Nachhaltige Städte und Gemeinden) und, wie in jedem Jahr, SDG 17 (Partnerschaften zur Erreichung der Ziele).
Das offizielle Side Event der Bundesregierung beim HLPF stellte Städte in den Mittelpunkt, die weltweit zunehmend unter den Folgen des Klimawandels wie Überschwemmungen, Hitzewellen und Wasserknappheit leiden. Unter dem Titel "Resilience Pays Off: – SDGs 6 and 11: Reimagining Urban Water from Risk to Resource" diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus internationalen Organisationen, Zivilgesellschaft und Politik das Schwammstadtkonzept als möglichen Lösungsansatz. Dabei werden durch blau-grüne Infrastruktur wie Grünflächen, Feuchtgebiete oder Gründächer Regenwasser gespeichert, Hochwasserrisiken und Hitze gemindert sowie Wasserversorgung, Dürreresistenz und Biodiversität in Städten verbessert. In dem Side Event werden innovative Ansätze und praktische Lösungen zur Umsetzung von blau-grüner Infrastruktur vorgestellt und über Fallstudien Erfahrungswerte ausgetauscht.