Ein aktueller Forschungsbericht, an dem die TU Graz beteiligt war, belegt einen weiteren starken Rückgang der Kryosphäre in Österreich.
Österreichs Kryosphäre – Gletscher, Schnee, Permafrost und Seeeis – hat in den Jahren 2022/23 und 2023/24 einen massiven Rückgang verzeichnet, wie der neue, von der Universität Graz koordinierte Bericht „Kryosphären Monitoring Österreich“ (KryoMon.AT) belegt. 2024 war das wärmste Jahr in der österreichischen Messgeschichte, die Gletscher verloren im Untersuchiungszeitraum durchschnittlich rund zwei Meter an Höhe und 20 Meter an Länge pro Jahr. Schneearme Winter, eine stark verkürzte Schneebedeckung um bis zu 70 Prozent unter dem langjährigen Mittel sowie deutlich reduzierte Eisbedeckung tiefer gelegener Seen unterstreichen die Dynamik des Klimawandels im Hochgebirge.
Tobias Bolch vom Institut für Geodäsie der TU Graz war im Rahmen von KryoMon.AT für das Gletschermonitoring maßgeblich verantwortlich. Mithilfe von Luft- und Satellitenbildern sowie digitalen Geländemodellen wurden die Flächen und Volumina der österreichischen Gletscher erfasst und mit Daten aus unterschiedlichen Langzeitmessreihen abgeglichen.
Das Forschungs- und Kooperationsprojekt „KryoMon.AT – Kryosphären Monitoring Österreich“, an dem zahlreiche österreichische und deutsche Forschungsgruppen zusammenarbeiten, bündelt Daten und Forschungsergebnisse zur Kryosphäre Österreichs. Der aktuelle Bericht und weitere Informationen sind auf der Website des Kryosphären Monitoring Österreich öffentlich zugänglich.
Tobias BOLCH
Univ.-Prof. Dr.rer.nat.habil.
TU Graz | Institut für Geodäsie
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tobias.bolchnoSpam@tugraz.at