Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Wolfram Weimer, und die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Gitta Connemann, haben heute Vertreterinnen und Vertreter der deutschen Modewirtschaft im Bundeskanzleramt empfangen.
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer sagte im Vorfeld: „Mode ist Teil unserer kulturellen Identität und gleichzeitig Ausdruck gesellschaftlichen Wandels. Sie nimmt Impulse aus Musik, Kunst, Film oder digitalen Kulturen auf und übersetzt sie in Formen, Materialien und Produkte. Unsere vielfältige Modewirtschaft verbindet Kreativität, Qualität und Verlässlichkeit. Sie verkörpert damit Kerntugenden der deutschen Wirtschaft. Deshalb ist es uns ein wichtiges Anliegen, die deutsche Modebranche zu unterstützen: ihre Wertigkeit, Innovationskraft und das starke Unternehmertum, welches sie trägt.“
Die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie und Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung Gitta Connemann: „Mode ist mehr als Stoff. Mehr als Trends. Sie erzählt Geschichten. Von Ideen. Von Mut. Von Menschen. Deutschland kann Mode. Weil hier Kreativität auf Können trifft. Weil Handwerk und Innovation Hand in Hand gehen. Weil unser Mittelstand jeden Tag beweist, das Qualität niemals aus der Mode kommt. Deutsches Modedesign hat eine eigene Sprache. Klar. Mutig. Verantwortungsbewusst. Es verbindet Kunst mit Handwerk und zeigt der Welt, was in unserem Land entsteht: Qualität mit Charakter. Von Zero-Waste-Konzepten über Clubwear bis zu Haute Couture. Die Berlin Fashion Week zeigt: Deutschland ist nicht nur Industrieland. Deutschland ist auch Kreativland. Wer Mode stärkt, stärkt deshalb weit mehr als eine Branche. Er stärkt den Mittelstand. Arbeitsplätze. Wertschöpfung. Und die kulturelle Vielfalt unseres Land.“
Die Branche verbindet Design, Kunst, Handwerk, Technologie und Markenkompetenz und trägt zur internationalen Wahrnehmung des Standorts Deutschland bei. Die Modeindustrie erwirtschaftet jährlich rund 29 Milliarden Euro und ist damit ein bedeutender Teil der Designwirtschaft sowie der Kultur- und Kreativwirtschaft. Mit einem Jahresumsatz von über 200 Milliarden Euro ist die Kultur- und Kreativwirtschaft eine der größten Wirtschaftsbranchen Deutschlands.
Die Bundesregierung setzt sich dafür ein, die Rahmenbedingungen für die Kreativwirtschaft zu verbessern. Anlässlich des Empfangs kündigte Kulturstaatsminister Weimer an, das internationale Nachwuchsprogramm „Fashion X Craft“ zu fördern, das sich an junge Designerinnen und Designer richtet. Durch das Programm werden nicht nur Zugänge zum Markt ermöglicht, sondern auch zu traditionellen Handwerkstechniken, die über die etablierten Verfahren der Mode- und Textilproduktion hinausgehen. Die Teilnehmenden erhalten Workshops, mehrwöchige Residenzen in Ateliers sowie Präsentationen.
Bereits am Vortag hatte die Parlamentarische Staatssekretärin Gitta Connemann das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie erneut geförderte Präsentationsformat RAUM.BERLIN eröffnet. Mit der Förderung des kuratierten Showrooms unterstützt das Bundeswirtschaftsministerium die nationale und internationale Sichtbarkeit deutscher Designerinnen und Designer sowie Labels und stärkt ihre Vernetzung mit einem hochrangigen internationalen Fachpublikum aus Mode, Handel und Medien. RAUM.BERLIN ist Teil des Engagements des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, die Wettbewerbsfähigkeit und Internationalisierung der deutschen Modewirtschaft gezielt zu fördern.