Bauabschlussfeier für Bayerns größte Gefängnis-Krankenabteilung: Auf dem Gelände der JVA München wird in diesem Sommer ein wichtiger Neubau bezogen.
Die neue Krankenabteilung in Stadelheim bietet Gefangenen künftig eine verbesserte medizinische Versorgung – vor allem in den Bereichen Allgemeinmedizin, ambulante Psychiatrie, Drogen- und Alkoholentzug. Bayerns Justizminister Georg Eisenreich in seiner Festrede: „Der Neubau einer Krankenabteilung bei laufendem JVA-Betrieb unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Für ihren Einsatz möchte ich allen Beteiligten Danke sagen, u. a. dem Staatlichen Bauamt München I, den Architekten, Planern und beteiligten Firmen.“
Das freistehende, dreistöckige Gebäude bietet insgesamt 4.600 Quadratmeter Nutzfläche und 94 Haftplätze. Der Neubau umfasst auch eine Infektionsabteilung für Gefangene aus dem gesamten südbayerischen Raum mit hoch ansteckenden Krankheiten. Auf einer „Vario-Station“ mit 14 Haftplätzen können neben männlichen künftig auch weibliche Häftlinge versorgt werden.
Eisenreich: „Mit der neuen Krankenabteilung in Stadelheim wird die medizinische Versorgung von Gefangenen im Süden Bayerns verbessert. Der Neubau ist zugleich eine Investition in die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger.“ Die Architektur des Gebäudes berücksichtigt die hohen Vorgaben an die Sicherheitsanforderungen im Justizvollzug. Die Gesamtkosten liegen bei 65,2 Millionen Euro.
Die neue Krankenabteilung ist auch ein wichtiger Baustein in der Sanierung der JVA München. Als nächster Schritt wird ein neues Unterkunftsgebäude mit einer neuen dritten psychiatrischen Abteilung für den Justizvollzug in Bayern entstehen. Die neue psychiatrische Abteilung in Stadelheim ist Teil eines Fünf-Säulen-Konzepts von Justizminister Eisenreich zur Verbesserung der psychiatrischen Versorgung von Gefangenen in Bayern. Bis zur Fertigstellung des neuen Gebäudes wird die neue dritte psychiatrische Abteilung übergangsweise in einem Bestandsgebäude eingerichtet und soll 2027 zur Verfügung stehen.