Beim 11. Regenbogenempfang der Stadt Mannheim kamen am 1. Juli zahlreiche Gäste aus der queeren Community, Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um ein gemeinsames Zeichen für Vielfalt, Respekt und ein diskriminierungsfreies Miteinander zu setzen.
Oberbürgermeister Christian Specht betonte in seiner Begrüßung die Bedeutung des Regenbogenempfangs für die Stadtgesellschaft: „Wenn wir heute über Pride sprechen, dann sprechen wir nicht über ein Sonderthema für eine einzelne Gruppe. Wir sprechen über die Frage, wie wir in Mannheim ganz grundsätzlich miteinander leben wollen – mit gegenseitigem Respekt, Sicherheit und gleichen Chancen für alle.“
Mannheim verstehe Vielfalt nicht als Selbstzweck, sondern als Grundlage für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Zukunftsfähigkeit der Stadt. Als Mitglied des Rainbow Cities Network und LGBTIQ-Freiheitsraum setze sich Mannheim dafür ein, dass queere Menschen frei, sichtbar und ohne Angst vor Diskriminierung leben können.
Im Mittelpunkt des diesjährigen Regenbogenempfangs stand das Thema Bi+. Bi+ ist ein Sammelbegriff für Menschen, die sich zu mehr als einem Geschlecht hingezogen fühlen. In einer moderierten Talkrunde wurden Lebensrealitäten, Herausforderungen und die Bedeutung von Sichtbarkeit für bi+ Menschen diskutiert. Anlass sind unter anderem die ersten Bi+ Pride Weeks in Mannheim, die im September stattfinden und Raum für Begegnung, Information und Austausch schaffen sollen. Teil des Programms ist eine Fotoausstellung des Rainbow Cities Networks, an der sich auch die Stadt Mannheim beteiligt. In einem städtischen Fotowettbewerb wurden dafür drei Mannheimer Beiträge ausgewählt, die beim Regenbogenempfang ausgezeichnet wurden. Weitere Informationen zum Programm: www.qzm-rn.de/bi-plus-pride-weeks
Beim Empfang ehrte Oberbürgermeister Specht darüber hinaus die Regionalgruppe Rhein-Neckar des Berufsverbands VK – Netzwerk für Vielfalt und Karriere für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement. Seit 30 Jahren setzt sich der Verband für ein diskriminierungsfreies und vielfältiges Arbeitsumfeld ein und stärkt insbesondere queere Führungskräfte sowie Unternehmen bei der Entwicklung einer offenen und inklusiven Organisationskultur.
Sicherheitskampagne „gemeinsam.sicher.sichtbar“ wird fortgesetzt
Beim Regenbogenempfang wurde außerdem die Fortsetzung der im vergangenen Jahr gestarteten Kampagne „gemeinsam.sicher.sichtbar – Für die Sicherheit queerer Menschen in Mannheim“ vorgestellt. Das Netzwerk aus Polizei, Staatsanwaltschaft, queerer Community und Stadt Mannheim macht damit erneut auf die besonderen Herausforderungen queerer Menschen aufmerksam, informiert über Unterstützungsangebote und ruft dazu auf, Diskriminierung und Gewalt nicht hinzunehmen, sondern konsequent zu melden.
Die bisherigen acht Plakatmotive, auf denen unter anderem Oberbürgermeister Christian Specht sowie Polizeipräsidentin Ulrike Schäfer abgebildet sind, werden um zwei neue Motive ergänzt. Sie sind ab Juli im Vorfeld der Monnem Pride im Mannheimer Stadtgebiet sowie in den Stadtbahnen der rnv zu sehen. Neu als Unterstützer der Kampagne sind Martin in der Beek und Christian Volz, Geschäftsführer der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH, sowie Panajotis Neuert und Fabian Klenk von „Pflege im Quadrat“.
Die Plakate informieren zudem über Möglichkeiten, queerfeindliche Straftaten anzuzeigen – über den Notruf 110, das nächstgelegene Polizeirevier oder die Onlinewache der Polizei Baden-Württemberg. Weitere Informationen sowie Anlaufstellen sind unter www.mannheim.de/sicherheit-queer zu finden. Während der Monnem Pride werden zusätzlich Flyer verteilt; im Herbst folgen weitere Veranstaltungen zum Thema Sicherheit queerer Menschen.
https://www.mannheim.de/de/nachrichten/11-regenbogenempfang-der-stadt-mannheim