Förderung für sieben grenzüberschreitende Projekte mit 3,3 Millionen Euro.
Lebensräume von Steinadlern schützen, den Tourismus mit Künstlicher Intelligenz und Robotik nachhaltiger gestalten oder die Kreislaufwirtschaft durch stärkere Zusammenarbeit von Re-Use-AkteurInnen fördern: Sieben grenzüberschreitende Projekte erhalten auf Antrag von LH Anton Mattle Fördermittel aus dem EU-Programm Interreg Bayern-Österreich. Die Bandbreite der Projekte reicht von Artenschutz über Digitalisierung im Tourismus, der Entwicklung neuer touristischer Angebote bis hin zu Wissenstransfer in Anwendernetzwerken im Bereich Abwassertechnik. Was sie verbindet: Sie setzen auf Zusammenarbeit über Grenzen hinweg und schaffen nachhaltigen Mehrwert für die Region. Die EU fördert 75 Prozent der Projektkosten. Für die sieben Vorhaben stehen insgesamt 3,3 Millionen Euro bereit.
„Wir holen uns EU-Gelder ab, damit wir in Tirol und unseren Nachbarregionen nachhaltige und zukunftsweisende Projekte umsetzen können. Viele dieser Ideen könnten ohne Förderung nicht umgesetzt werden. Das zeigt klar: Europa schafft konkrete Chancen vor Ort. EU-Mittel machen Zukunft möglich“, betont LH Mattle.
Steinadler, KI und Re-Use
Ein Beispiel für ein gefördertes Projekt ist die East-Alp Eagle Alliance. Das Projekt fördert die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Schutzgebieten und FachakteurInen im Alpenraum, um Steinadler und deren Lebensräume zu schützen. Ziel ist es, gemeinsame Monitoring-Standards und Aktionspläne zu entwickeln. Dazu werden neben den umfassenden Monitoringmaßnahmen auch Bildungsangebote erstellt und ein länderübergreifendes Netzwerk der Schutzgebiete erstmalig aufgebaut.
Das Projekt DiKiRo unterstützt Tourismusbetriebe in Bayern und Tirol bei der Bewältigung von Fachkräftemangel, Digitalisierung und steigenden Nachhaltigkeitsanforderungen. Durch den Einsatz von Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz und Robotik werden innovative Lösungen entwickelt, getestet und in ausgewählten Pilotbetrieben umgesetzt. Ergänzend werden Schulungen, Workshops und Best-Practice-Leitfäden angeboten, um Wissen zu vermitteln und die Wettbewerbsfähigkeit der Branche langfristig zu stärken.
Das Projekt Re:Allianz stärkt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Re-Use-Akteuren in Tirol, Vorarlberg und dem Allgäu, um die Wiederverwendung von Produkten effizienter zu gestalten. Das Projekt entwickelt und testet gemeinsame digitale Erfassungs- und Dokumentationssysteme, fördert den Austausch von Best Practices und unterstützt FachakteurInnen durch Schulungen und Workshops. Ziel ist eine dauerhafte Vernetzung, standardisierte Prozesse und eine nachhaltige Stärkung der Kreislaufwirtschaft im Programmraum.