Bundesumweltminister Carsten Schneider zu Antrittsbesuch in Mexiko-Stadt
Bundesumweltminister Carsten Schneider reist heute zu einem dreitägigen Besuch nach Mexiko. Im Rahmen dieser Reise soll vor allem die Zusammenarbeit in den Bereichen Kreislaufwirtschaft und Wasserversorgung intensiviert werden. Dazu trifft der Bundesumweltminister seine mexikanische Amtskollegin Alicia Bárcena Ibarra sowie weitere hochrangige Entscheidungsträgerinnen und -träger aus Mexiko-Stadt sowie den Bundesstaaten Campeche und Yucatán. Zusätzlich wird er vor Ort Projekte der Internationalen Klimaschutzinitiative besichtigen, mit der das Bundesumweltministerium den Küsten- und Biodiversitätsschutz sowie die Förderung umwelt- und klimaverträglicher Einkommensquellen unterstützt.
Bundesumweltminister Carsten Schneider: "Inmitten aller geopolitischen Spannungen brauchen wir solche verlässlichen und starken Partner wie Mexiko. Das Land ist ein wichtiger Brückenbauer in der Region und will in den nächsten Jahren eine ambitionierte Klima- und Umweltpolitik umsetzen. Mit diesem Besuch möchte ich unsere Zusammenarbeit vertiefen, vor allem was das lebenswichtige Thema Wasserversorgung und auch die Kreislaufwirtschaft betrifft. Mit umwelt- und klimafreundlichen Technologien machen wir uns nicht nur unabhängiger von knappen Ressourcen, sondern stärken zudem unsere Wettbewerbsfähigkeit."
Für den weltweiten Klima- und Umweltschutz spielt Mexiko eine bedeutende Rolle: Mexiko ist Biodiversitäts-Hotspot und gleichzeitig nach Brasilien das Land mit den zweithöchsten Treibhausgasemissionen in Lateinamerika. Zudem leidet Mexiko besonders stark unter den Auswirkungen des Klimawandels und intensiviert seine Bestrebungen im Klimaschutz. So wird Bundesumweltminister Schneider auch den Beitritt Mexikos zum Klimaclub, einem wichtigen Forum für Industriedekarbonisierung, würdigen.
Auch Plastikvermüllung ist in Mexiko ein großes Problem, weshalb die mexikanische Regierung auf Kreislaufwirtschaft setzt. Am 22. Mai hat Mexiko neben einem gemeinsamen Globalabkommen mit der EU auch eine gemeinsame Erklärung zu Kreislaufwirtschaft unterzeichnet. Darin werden neben Schwerpunkten des künftigen Engagements bei diesem Thema auch das starke Bekenntnis zur Zusammenarbeit bei den anstehenden Verhandlungen für ein globales Plastikabkommen genannt. Gemeinsam mit der der mexikanischen Umweltministerin Alicia Bárcena Ibarra wird sich der Minister über gemeinsame Projekte zur Stärkung der mexikanischen Kreislaufwirtschaft austauschen und ein neues Zentrum für Kreislaufwirtschaft besichtigen.
Die Vorbereitung der Wasserkonferenz der Vereinten Nationen, die im Dezember 2026 stattfinden wird, wird ebenfalls Thema sein, da Deutschland und Mexiko gemeinsam eine Führungsrolle einnehmen. Außerdem wird der Bundesumweltminister im Biosphärenreservat "Celestún" auf der Halbinsel Yucatán Projekte zur Förderung umwelt- und klimaverträglicher Einkommensquellen besichtigen.