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    <titulek>Konjunktur in Hessen</titulek>
    <datum>15.10.2026</datum>
    <subjekt>Hessischer Industrie- und Handelskammertag</subjekt>
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        <polozka>Ekonomika</polozka>
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    <perex>Nálada v hesenské ekonomice se na podzim 2026 mírně zlepšila, vyplývá z aktuálního konjunkturálního průzkumu Hesenské průmyslové a obchodní komory (HIHK). Index podnikatelského klimatu vzrostl oproti průzkumu z počátku léta z 86 na 94 bodů. Po výrazných výkyvech v předchozích průzkumech to naznačuje určitou stabilizaci. O trvalém obratu trendu však zatím nelze hovořit, protože index stále nepřekročil hranici 100 bodů, která představuje práh hospodářského růstu.</perex>
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Hessische Wirtschaft etwas zuversichtlicher, aber noch keine Trendwende in Sicht
 
Wiesbaden, 15. Oktober 2026.
Die Stimmung in der hessischen Wirtschaft hat sich im Herbst 2026 leicht aufgehellt, so das Ergebnis der aktuellen Konjunkturumfrage des Hessischen Industrie- und Handelskammertags (HIHK). Der Geschäftsklimaindex steigt gegenüber der Frühsommerumfrage von 86 auf 94 Punkte. Nach den deutlichen Schwankungen der vergangenen Umfragen deutet sich damit eine gewisse Stabilisierung an. Von einer nachhaltigen Trendwende kann jedoch noch keine Rede sein, denn noch immer wurde die 100-Punkte-Marke, die die Schwelle zum Wachstum darstellt, nicht überschritten.
Sowohl die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage als auch die Erwartungen für die kommenden Monate haben sich verbessert. Der Saldo der aktuellen Lage steigt von minus fünf auf einen Punkt. Der Saldo der Geschäftserwartungen verbessert sich von minus 23 auf minus 13 Punkte. Die Unternehmen blicken damit etwas weniger pessimistisch auf die wirtschaftliche Entwicklung, bleiben insgesamt aber zurückhaltend.
Stimmung verbessert sich in allen großen Wirtschaftsbereichen
In allen betrachteten Branchen fällt die Stimmung besser aus als noch im Frühsommer. Gleichzeitig bleiben die Unterschiede zwischen den Wirtschaftszweigen deutlich:

In der Industrie steigt der Geschäftsklimaindex von 86 auf 97 Punkte. Die Unternehmen bewerten sowohl ihre aktuelle Lage als auch die Perspektiven für die kommenden Monate etwas positiver. Der Lagesaldo verbessert sich von minus 20 auf null Punkte, der Erwartungssaldo steigt leicht von minus acht auf minus sieben Punkte. Trotz der Aufhellung bleibt die Industrie weiterhin unter erheblichem Druck.
Auch die Bauwirtschaft meldet eine leichte Verbesserung. Der Geschäftsklimaindex steigt von 90 auf 93 Punkte. Während der Lagesaldo von zwei auf acht Punkte zunimmt, bleibt der Erwartungssaldo mit minus 20 Punkten deutlich im negativen Bereich.
Im Handel verbessert sich der Geschäftsklimaindex von 69 auf 80 Punkte. Das Niveau bleibt jedoch vergleichsweise niedrig und weist weiterhin auf eine schwache Nachfrage hin.
Die Dienstleistungswirtschaft präsentiert sich erneut als stabilster Wirtschaftsbereich. Der Geschäftsklimaindex steigt um neun Punkte auf 100 Punkte und liegt damit über dem Durchschnitt aller Branchen.

Investitionen und Beschäftigung bleiben verhalten
Die etwas bessere Stimmung schlägt sich bislang nur begrenzt in den Unternehmensplanungen nieder. Der Investitionssaldo verbessert sich zwar um acht Punkte, bleibt mit minus sechs Punkten jedoch weiterhin im negativen Bereich. Auch die Beschäftigungsabsichten entwickeln sich nur leicht positiv. Der entsprechende Saldo steigt von minus 16 auf minus 14 Punkte.
Deutlich stärker fällt die Verbesserung bei den Exporterwartungen aus. Der Exportsaldo erhöht sich von minus 22 auf minus drei Punkte. Trotz dieses kräftigen Anstiegs bleiben die Erwartungen insgesamt noch knapp negativ.
Energiepreise und wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen größte Risiken
Als größte Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung nennen die hessischen Unternehmen derzeit die Energie- und Rohstoffpreise (63 Prozent). Somit sind die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen (62 Prozent) erstmals seit der Befragung zum Jahresbeginn 2024 nicht mehr Spitzenreiter. Es folgen die Inlandsnachfrage (57 Prozent) und die Arbeitskosten (52 Prozent). Der Fachkräftemangel wird von 37 Prozent der Unternehmen als Risiko genannt und liegt damit auf dem fünften Rang.
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die Unternehmen weiterhin erhebliche Unsicherheiten sehen. Trotz einer verbesserten Stimmung bleiben die Investitions- und Beschäftigungsplanungen verhalten. Für eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung sind aus Sicht der Unternehmen verlässliche Rahmenbedingungen und eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts entscheidend.
„Die hessische Wirtschaft zeigt erste Anzeichen einer Beruhigung, aber der Weg zu einer tragfähigen Erholung bleibt weit. Entscheidend ist jetzt, dass Unternehmen wieder verlässlich planen können. Schnellere Verfahren, kalkulierbare Energiepreise und weniger regulatorische Belastungen würden dazu beitragen, dass aus vorsichtiger Zuversicht wieder konkrete Investitionen werden“, sagt Frank Aletter, Geschäftsführer des Hessischen Industrie- und Handelskammertags.
 
Hintergrund: Der Hessische Industrie- und Handelskammertag informiert dreimal jährlich über die aktuelle wirtschaftliche Lage der hessischen Unternehmen sowie deren Erwartungen zu Geschäftsentwicklung, Investitionen und Beschäftigung. Grundlage der Herbstumfrage sind die Angaben von 2.127 Unternehmen aus Industrie, Bauwirtschaft, Handel und Dienstleistungen, die einen repräsentativen Querschnitt der hessischen Wirtschaft abbilden. Die Befragung fand vom 15. September bis 5. Oktober 2026 statt. Weitere Ergebnisse werden im ausführlichen HIHK-Konjunkturbericht veröffentlicht, der voraussichtlich Anfang November erscheint.

https://www.hihk.de/presse/konjunktur-in-hessen-herbstumfrage-2026-7204874

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