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    <titulek>Organspende in Deutschland stärken</titulek>
    <datum>9.10.2026</datum>
    <subjekt>Universität Duisburg-Essen</subjekt>
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        <polozka>Zdravotnictví a nemocnice</polozka>
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    <perex>Für tausende Menschen mit schwerem Organversagen ist eine Transplantation die einzige Chance auf ein längeres Leben. In Deutschland warten allerdings deutlich mehr Menschen auf ein Spenderorgan, als zur Verfügung stehen. Warum mögliche Organspenden in Krankenhäusern nicht in jedem Fall identifiziert und danach immer weiterverfolgt werden und wie sich Abläufe verbessern lassen, untersucht das bundesweite Forschungsprojekt Transplant+. Es wird von der Universität Duisburg-Essen geleitet und vom Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) mit 1,25 Millionen Euro für drei Jahre gefördert.*</perex>
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Eine mögliche Organspende kann an unterschiedlichen Stellen im Klinikalltag ins Stocken geraten. So werden Patientinnen mit schwerer Hirnschädigung mitunter nicht oder erst spät als mögliche Spender:innen erkannt. Transplantationsbeauftragte können zu spät eingebunden werden, Zuständigkeiten unklar sein oder Abstimmungen zwischen Intensivstation, Diagnostik, Pflege und Deutscher Stiftung Organtransplantation (DSO) Zeit kosten.

Die Zahl realisierter Organspenden unterscheidet sich zum einen regional, das zeigen Daten der DSO: 2024 waren es bundesweit 11,4 Spenden pro eine Million Einwohner:innen. In Brandenburg lag der Wert bei 4,7, in Hamburg bei 27. Darüber hinaus bestehen auch große Unterschiede zwischen den einzelnen Kliniken innerhalb einer Region. Welche Rolle Strukturen und Abläufe in Krankenhäusern bei solchen Unterschieden spielen, soll Transplant+ genauer untersuchen.

Der Lehrstuhl für Medizinmanagement der Universität Duisburg-Essen (UDE) führt das Projekt mit dem Westdeutschen Zentrum für Organtransplantation der Universitätsmedizin Essen und Partnern durch. „Der Wille der Patientin oder des Patienten steht immer an erster Stelle. Wenn eine Organspende gewünscht und medizinisch möglich ist, sollte sie aber nicht an unklaren Zuständigkeiten, Zeitdruck oder schwierigen Abläufen scheitern“, sagt Gesundheitsökonomin Prof. Dr. Dr. Anja Neumann. „Wir wollen herausfinden, wo Krankenhäuser hier besser unterstützt werden können.“ Dabei beziehen sie und ihr Team die Erfahrungen von Transplantationsbeauftragten, Intensivmediziner:innen, Pflegefachpersonen, DSO-Koordinator:innen und Angehörigen mit ein.

Zum Abschluss des Projekts im April 2030 soll ein Best-Practice-Konzept vorliegen, das auf unterschiedliche Krankenhaustypen zugeschnitten ist. Es soll Krankenhäuser dabei unterstützen, Zuständigkeiten klar zu regeln, Transplantationsbeauftragte frühzeitig einzubinden und die Zusammenarbeit der beteiligten Berufsgruppen zu verbessern. So sollen Krankenhäuser mögliche Organspenden verlässlich erkennen und die weiteren Schritte fachlich, rechtlich und sensibel begleiten können.

* Das dreijährige Projekt Transplant+ startet am 1. Mai 2027. Die Projektleitung liegt bei Prof. Dr. Dr. Anja Neumann und Dr. Janine Biermann-Stallwitz vom Lehrstuhl für Medizinmanagement der UDE. Konsortialpartner sind das Westdeutsche Zentrum für Organtransplantation (WZO) der Universitätsmedizin Essen (Dr. Ebru Yildiz), die Essener Forschungsinstitut für Medizinmanagement (EsFoMed) GmbH (Dr. Silke Neusser) und die Deutsche Stiftung Organtransplantation (Dr. Axel Rahmel).Neben der Millionenförderung durch den (G-BA) wird das Projekt unterstützt durch die Kooperationspartner der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI; Volker Parvu) sowie dem Institut für Ethik der Universität Tübingen (PD Dr. Friedhelm Meier).

Weitere Informationen:https://transplantplus-a6c066.gitpages.uni-due.de/Dr. Christian Speckemeier, Lehrstuhl für Medizinmanagement der UDE, christian.speckemeier@medman.uni-due.de 

https://www.uni-due.de/2026-10-09-transplantplus-will-organspende-staerken

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