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    <titulek>Trockenheit in der Schweiz: Seen erreichen historische Tiefstände</titulek>
    <datum>6.10.2026</datum>
    <subjekt>Eawag</subjekt>
    <autor>
        <jmeno>Bärbel Zierl</jmeno>
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        <nadrazeny>Švýcarsko</nadrazeny>
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    <kategorie>
        <polozka>Věda a výzkum</polozka>
        <polozka>Ekologie</polozka>
        <polozka>Životní prostředí</polozka>
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    <perex> Der heisseste Sommer seit Messbeginn 1864 hat viele Schweizer Seen auf historische Tiefstände sinken lassen. Eine Eawag-Analyse zeigt: Bei 12 von 26 untersuchten Seen war der Pegel Ende September so tief wie nie seit 1970. Besonders betroffen waren Seen im Mittelland, während alpine Seen von der Gletscherschmelze profitierten. </perex>
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Laut MeteoSchweiz war der Sommer 2026 der heisseste in der Schweiz seit Messbeginn im Jahr 1864. Ein extremes Niederschlagsdefizit und eine ausserordentliche Trockenheit begleiteten die Hitze. Aber auch schon die erste Jahreshälfte war deutlich zu trocken gewesen. Eine Analyse von Forschenden des Wasserinstituts Eawag zeigt nun: Auch die Pegel vieler grosser Schweizer Seen sanken auf Extremwerte. Untersucht wurden 26 grosse Seen bis zurück ins Jahr 1970, verglichen wurden jeweils die Wasserstände am 28. September. Bei 12 von ihnen war der Wasserstand so tief wie nie zuvor an diesem Tag im beobachteten Zeitraum.

Betroffen sind vor allem Seen im Mittelland, in den Voralpen und im Jura. Besonders angespannt ist die Situation im Zürichsee: Sein Pegel erreichte am 28. September 2026 einen Tiefststand von 405,28 Meter – das sind 62 Zentimeter unter dem bisherigen Rekordwert für diesen Herbsttag im Jahr 2009. Auch der Bodensee, der Walensee, der Sempachersee, der Hallwilersee, der Baldeggersee, der Ägerisee, der Lac de Joux und der Zugersee verzeichneten historische Tiefststände. Der Untersee des Bodensees lag Ende September 39 Zentimeter unter seinem bisherigen Minimum von Ende September 2003.

Alpenregion dank Gletscherschmelze weniger betroffen
Die Seen, die aus den Hochalpen gespeist werden, liegen hingegen viel näher am Normalwert. Dazu gehören der Genfersee, der Thunersee, der Brienzersee und die Seen im Engadin. In ihren alpinen Einzugsgebieten fiel etwas mehr Niederschlag als im Flachland. Sie profitierten aber auch von der diesjährig rasanten Gletscherschmelze, welche die alpinen Flüsse füllt, während die regenabhängigen Flüsse im Flachland versiegen. Berechnungen zeigen: der Brienzersee, dessen Einzugsgebiet zu 13 Prozent von Gletschern bedeckt ist, erhielt im Sommer noch rund 89 Prozent seines üblichen Zuflusses. Beim Zürichsee waren es dagegen lediglich 23 Prozent und beim Bodensee 28 Prozent.


https://www.eawag.ch/de/info/portal/aktuelles/news/trockenheit-in-der-schweiz-seen-erreichen-historische-tiefstaende

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