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        Stadttunnel Feldkirch: Großer Andrang beim „Tag der offenen Baustelle“
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        3.10.2026
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    <autor>
        Mathias Bertsch | Land Vorarlberg
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        Mehr als 5.000 Menschen nutzten die Gelegenheit, das größte Infrastrukturprojekt Vorarlbergs hautnah zu erleben. 
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Feldkirch (VLK) – Heute (3. Oktober) öffnete die größte Baustelle des Landes ihre Pforten: Mehr als 5.000 Menschen erlebten dabei einen Blick hinter die Kulissen des Stadttunnels Feldkirch. An verschiedenen Stationen erfuhren sie interessante Hintergrundinformationen und Wissenswertes aus erster Hand.



Neben dem Gesamtprojekt und seinem Nutzen wurden insbesondere die verschiedenen Aspekte des Tunnelbaus näher vorgestellt und erläutert – angefangen vom Vortrieb über Tunnelausrüstung und Tunnelsicherheit bis zur Logistik und dem durchdachten Prozess, wie aus dem ausgebrochenen Gestein wertvoller Rohstoff für Vorarlberg wird. 

Besonders beeindruckt zeigten sich die Besucherinnen und Besucher von den bereits ausgebrochenen Tunnelabschnitten. Der Rundgang führte insgesamt 400 Meter in den Flucht- und Rettungsstollen hinein und über den Tunnelast Felsenau wieder retour. Unter Tage lieferte die mit dem Bau des Haupttunnels beauftragte ARGE Jäger Bau / Strabag / Hilti & Jehle spannende Einblicke. Die Feuerwehr Frastanz war mit einem Tunnel-Einsatzfahrzeug vor Ort. 

„Die gute Stimmung am „Tag der offenen Baustelle“ hat eindrücklich gezeigt, dass die Menschen in Feldkirch nicht nur begeistert davon sind, wie das größte Infrastrukturprojekt Vorarlbergs gebaut wird, sondern auch voller Vorfreude auf die Eröffnung blicken“, freuen sich Landeshauptmann Markus Wallner und Landesstatthalter Christof Bitschi.

Entlastung und Entwicklung für GenerationenDer Stadttunnel Feldkirch ist für Generationen gedacht: Das Projekt wird den Verkehr aus dem Lebensraum der Stadt holen und damit für tausende Menschen mehr Ruhe, bessere Luft und höhere Lebensqualität bringen. Gleichzeitig eröffnet der Stadttunnel an der Oberfläche neue Möglichkeiten für Stadtentwicklung, sichere Wege zu Fuß und mit dem Fahrrad sowie für einen verlässlichen öffentlichen Verkehr. 

„Das Vorarlberger Zukunftsprojekt zeigt, dass wir Mobilität und Lebensqualität gemeinsam denken. Der Stadttunnel Feldkirch geht daher weit über ein reines Infrastrukturprojekt hinaus – er ist eine Investition in die Zukunft der gesamten Region“, sagt Wallner. Zugleich ist damit ein starker wirtschaftlicher Impuls verbunden, betont Bitschi: „Einen Großteil der Aufträge setzen unsere heimischen Unternehmen um. Dadurch bleibt die Wertschöpfung im Land, unsere Betriebe werden gestärkt und Arbeitsplätze gesichert.“

Weniger Verkehr, bessere Luft, mehr PlatzDer Stadttunnel wird den Gesamtverkehr an der Bärenkreuzung um etwa ein Viertel verringern, den Schwerverkehr sogar um fast zwei Drittel. Zwischen Tisis und der Felsenau wird sich die Luftgüte deutlich verbessern. Für Feldkirch ist dieses wichtige Infrastrukturvorhaben jedoch weit mehr als das langersehnte Entlastungsprojekt. 

Die entlasteten Straßen schaffen Platz für Menschen zu Fuß oder auf dem Fahrrad, für Stadt- und Ortsteilentwicklung und die Förderung sanfter Mobilität. Sobald der Durchzugsverkehr unterirdisch geführt wird, kann die L191 zu einem attraktiven öffentlichen Raum rückgebaut werden. Der öffentliche Verkehr kann den Fahrplan zuverlässig einhalten. Mit Blick auf 2030 wird der Stadtbus schon heute massiv ausgebaut. Einsatzfahrzeuge kommen schneller ans Ziel. 

Auch der Marktgemeinde Frastanz bringt der Stadttunnel mehr Lebensqualität. Im Ortsteil Fellengatter/Maria Grün werden durch die Verlegung der 110-kV-Leitung in den Tunnel die Hochspannungsmasten aus dem Landschaftsbild verschwinden. Außerdem wird der Schleichverkehr über die Letze deutlich abnehmen.

Bau des Haupttunnels geht voranMit der Anschlagfeier am 6. März 2026 hat der Bau des Haupttunnels des Stadttunnels Feldkirch offiziell begonnen – ein wegweisender Moment für zukunftsfähige Mobilität und nachhaltige Entwicklung. Der Vortrieb wird voraussichtlich bis Herbst 2028 dauern. Parallel wird am Innenausbau des Stadttunnels gearbeitet, zuletzt folgt die Tunnelausrüstung. Dazu zählen alle technischen Anlagen, die eine sichere, reibungslose Nutzung gewährleisten, wie Beleuchtung, Belüftung, Verkehrsleit- und Notrufsysteme.

Anfang September wurde bereits der 893 Meter lange Tunnelast Felsenau fertig ausgebrochen, wenig später auch der parallel verlaufende Flucht- und Rettungsstollen. Nun folgen der Bau des unterirdischen Kreisverkehrs mit Anschluss an den Tunnelast Tisis, der Maschinenkaverne für Lüftung und elektromaschinelle Einrichtungen, des Schrägschachts sowie des Tunnelasts Altstadt. Dieser Abschnitt wird voraussichtlich von September 2026 bis September 2027 vorgetrieben.

Gleichzeitig laufen die Arbeiten an den Portalbauwerken: Seit November 2025 wird das Portal Altstadt gebaut. Dazu gehören die Errichtung des Portalbauwerks sowie die Umlegung und Neugestaltung der Duxgasse. Die Fertigstellung ist im Februar 2027 geplant. Anfang Oktober starten zudem die Arbeiten am Tunnelportal Tisis; zeitgleich wird die Lärmschutzwand Tisis fertiggestellt. Im Frühjahr 2027 beginnen die Vorbereitungen für das Portal Tosters am Kapfweg.

Ombudsstelle Für alle Anliegen rund um den Bau des Stadttunnels Feldkirch wurde eine Ombudsstelle eingerichtet. Jeden Dienstag von 17 bis 19 Uhr ist im Infozentrum Stadttunnel Feldkirch am ehemaligen Schulbrüderareal eine Ansprechperson vor Ort. Fragen können auch per E-Mail oder Telefon gestellt werden: ombudsstelle@stadttunnel-feldkirch.at, T +43 664 51 50 410. 

Online auf dem LaufendenUmfassende Informationen zum Stadttunnel Feldkirch erhalten Interessierte auf der Webseite www.stadttunnel-feldkirch.at sowie über den dort angebotenen Newsletter.



https://presse.vorarlberg.at/land/public/Stadttunnel-Feldkirch-Gro-er-Andrang-beim-Tag-der-offenen-Baustelle


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