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        Hitzesommer 2026: Wie die Schweiz widerstandsfähiger wird
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        30.9.2026
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    <autor>
          | WWF Schweiz
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        Auch Ende September hält die Dürre weiter an. Während Tiere, Pflanzen und die Landwirtschaft unter der extremen Trockenheit leiden, ringt das Parlament um kurzfristige Antworten auf den Hitzesommer 2026. Für den WWF ist klar: Die Schweiz muss jetzt vorsorgen und die Natur als wirksamsten Schutzschild gegen die Folgen des Klimawandels stärken. 
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Der Hitzesommer 2026 kam nicht überraschend. Die Wissenschaft hat Extremwetterereignisse dieser Art seit Jahrzehnten vorausgesagt. Doch erst die anhaltende Hitze und Trockenheit hat vielen Menschen vor Augen geführt, was der Klimawandel konkret bedeutet. Über drei Viertel der Bevölkerung empfanden den Sommer als belastend, knapp 70 Prozent befürchten einen künftigen Trinkwassermangel, und rund drei Viertel sehen inzwischen einen grösseren Handlungsbedarf beim Klimaschutz.

Wie hat die Politik reagiert? Der Bundesrat macht Kürzungen im Waldbereich rückgängig und spricht zusätzliche Mittel zugunsten der Landwirtschaft. Und im Bundeshaus debattiert heute der Nationalrat in einer aktuellen Debatte über die Situation und mögliche Lösungsvorschläge. Dabei ist die Versuchung gross, primär auf kurzfristige Anpassungsmassnahmen zu setzen. Diese können zwar punktuell helfen, lösen das Problem aber aus Sicht des WWF nicht an der Wurzel.

„Es ist richtig, dass die Politik handelt. Doch wenn wir jeden Sommer neue Sofortmassnahmen beschliessen müssen, behandeln wir die Symptome, statt die Ursachen“, sagt Jacques Tissot, Politikverantwortlicher beim WWF. „Die Schweiz muss vom Stillstand zur Vorsorge wechseln.“

Gefragt ist eine langfristige Politik, die über Pflästerli-Politik und einzelne Legislatur-Zyklen hinaus geht.

Vier Prioritäten für eine widerstandsfähige Schweiz:

1. Bevölkerung schützen und Emissionen reduzierenEs braucht mehr Mittel für den Schutz der Bevölkerung. Das heisst eben auch mehr und nicht weniger Investitionen für die Reduktion von Treibhausgasen. Denn jede Tonne weniger CO2 zählt. Anpassung ist nur bis zu einem gewissen Mass möglich, daher muss rascher und wirksamer Klimaschutz oberste Priorität haben. Einer der grössten Klimaschutzhebel ist der Finanzplatz: Jährlich fliessen aus der Schweiz 127 Milliarden US-Dollar in fossile Geschäfte. Demgegenüber stehen rund 2.6 Mia. Franken, die der Bund jährlich in den Klima- und Biodiversitätsschutz im Inland investiert.

2. Wasser in der Landschaft speichernDie Natur ist unsere stärkste Verbündete gegen Trockenheit und Hitze. Statt Wasser wie in der Vergangenheit möglichst schnell abfliessen zu lassen, sollte dieses in der Landschaft zurückgehalten werden. Hier braucht es Massnahmen wie die Wiedervernässung von Mooren und Feuchtgebieten, die Aufwertung von Auen, Revitalisierungen, genügend Restwasser, Schwammlandmassnahmen oder Humusaufbau. Denn die Natur ist der grösste und effizienteste Wasserspeicher.

3. Fehlentscheide korrigierenDie gravierendsten umweltpolitischen Fehlentscheide im Rahmen des Entlastungspakets 2027 müssen korrigiert werden. So soll das Programm EnergieSchweiz wieder um 20 Mio. aufgestockt werden, da dieses die Transaktionskosten der Energiewende massiv senkt und die nötige Information und Beratung ermöglicht, die es braucht, um Spitäler, Schulen, Alters- und Pflegeheime sowie Büros und Wohngebäude, hitzefit zu machen. Gerade in Zeiten zunehmender Wetterextreme sind Kürzungen bei Natur-, Klima- und Gewässerschutz fehl am Platz.

4. Landwirtschaft klimafit machenDamit die Landwirtschaft klimaresilient wird, braucht es verbindliche Klimaziele, eine standortangepasste Produktion, fruchtbare Böden, mehr Natur auf den Landwirtschaftsflächen und Anreize für einen klimaverträglichen Konsum. Die Agrarpolitik AP 2030+ stellt die Weichen für die Landwirtschaft von morgen. Sie muss dafür sorgen, dass die öffentlichen Gelder gezielt in Produktionsformen fliessen, die mit weniger Wasser, Futtermittelimporten und umweltschädlichen Betriebsmitteln auskommen. Denn nur mit einer gesunden Natur lassen sich auch gesunde Lebensmittel produzieren. 

KontaktJonas Schmid, Mediensprecher, WWF Schweiz, jonas.schmid@wwf.ch, 079 241 60 57


https://www.wwf.ch/de/medien/hitzesommer-2026-wie-die-schweiz-widerstandsfaehiger-wird


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