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        Wiener Polizei bei internationaler Cybercrime-Konferenz "Underground Economy Conference 2026"
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        27.9.2026
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    <autor>
          | Landespolizeidirektion Wien
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        Rund 720 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 52 Nationen nahmen an der siebten Ausgabe der Underground Economy Conference 2026 Anfang September 2026 teil. Diese fand in Straßburg, Frankreich, am Sitz des Europarates statt.
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Die Underground Economy Conference (UEC) ist eine jährlich stattfindende internationale Fachkonferenz zur Bekämpfung von Cyberkriminalität. Sie wird vom Europarat gemeinsam mit Team Cymru veranstaltet und bringt Strafverfolgungsbehörden, Cybersecurity- und Threat-Intelligence-Expertinnen und -Experten, Vertreter des privaten Sektors, Finanzinstitutionen, internationale Organisationen sowie die Wissenschaft zusammen. Ziel ist insbesondere der internationale und sektorübergreifende Austausch über aktuelle Entwicklungen der Cyberkriminalität, digitale Ermittlungen und Möglichkeiten zur gemeinsamen Bekämpfung krimineller Online-Infrastrukturen.

Die Wiener Polizei war bei der Konferenz durch Oberstleutnant Florian Finda, Leiter des Assistenzdienstes des Landeskriminalamtes Wien, vertreten.Gemeinsam mit der zuständigen Staatsanwaltschaft Wien und der Leiterin der Kompetenzstelle Cybercrime der Staatsanwaltschaft Wien, Mag Carmen Kainz, präsentierte Finda die Ermittlungen im Zusammenhang mit dem, wie bereits berichteten, "SMS Blaster"-Akt im Rahmen einer internationalen Law Enforcement Case Competition.

SMS- Blaster:Im Zuge von Ermittlungen im Bereich Cybercrime konnten Ermittler des Lan-deskriminalamtes Wien über einen Mobilfunkanbieter feststellen, dass eine bislang unbekannte Täterschaft zumindest seit Anfang April 2026 im Groß-raum Wien mit einem oder mehreren Geräten unterwegs sein sollen und da-bei sogenannte Phishing-SMS in großem Ausmaß versendet haben dürfte, insbesondere an Orten, wo sich vorwiegend eine größere Zahl an Menschen aufhält, wie beispielsweise bei größeren Veranstaltungen.Durch wiederholte Schwerpunktmaßnahmen gelang es schließlich am 14.05.2026, einen Tatverdächtigen zu lokalisieren. Ein Fahrzeug wurde identifiziert und der Lenker anschließend durch die Direktion Spezialeinheiten/Einsatzkommando Cobra festgenommen. Es handelte sich um einen 32-jährigen chinesischen Staatsangehörigen. Im Fahrzeug sowie bei einer anschließend durchgeführten Hausdurchsuchung konnten sogenannte SMS Blaster, Notebooks, Mobiltelefone, Spannungswandler und weiteres technisches Equipment, das mutmaßlich für den Betrieb der Geräte verwendet wurde, sichergestellt werden.

Gerade bei Cybercrime-Ermittlungen, bei denen Tatverdächtige, technische Infrastruktur und Geschädigte häufig über mehrere Staaten verteilt sind, kommt der internationalen Kooperation zwischen Strafverfolgungsbehörden, Justiz und privaten Partnern eine besondere Bedeutung zu.

Die erfolgreiche Platzierung unterstreicht dabei auch die Bedeutung der engen Zusammenarbeit zwischen dem Landeskriminalamt Wien und der Staatsanwaltschaft Wien bei der Bearbeitung komplexer Cybercrime-Ermittlungen.

Österreich war auch bei den anderen Stockerlplätzen mit dabei: Beim erstprämierten Fall war die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft und beim dritten Platz die Landespolizeidirektion Salzburg in Kooperation mit Lettland und Europol beteiligt.

https://www.polizei.gv.at/wien/presse/aussendungen/presse0648.html?prid=354930614e684d4438426f3d&pro=0


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