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        Herdwächter: Wie ein kleines Gerät Wohnungsbrände verhindern kann
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        8.9.2026
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    <autor>
          | Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft
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        Der Herd ist an, dann klingelt das Telefon oder jemand steht vor der Tür. Ein paar Minuten Unachtsamkeit können reichen. 48 Prozent der Brände entstehen nach Angaben der Initiative „Stop Herdbrand“ in der Küche. Ein kleines Gerät, der sogenannte Herdwächter, kann gefährliche Situationen rechtzeitig erkennen und den Herd im Notfall automatisch abschalten. Wie funktioniert die Technik und für wen ist sie besonders sinnvoll?
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Was ist ein Herdwächter?
Kochen gehört zum Alltag. Gleichzeitig reicht ein unaufmerksamer Moment, damit in einem Alltagsmoment Brandgefahr entsteht, meist dann, wenn etwas auf dem eingeschalteten Herd vergessen wird. Genau hier setzt das Prinzip Herdwächter an. Ein Herdwächter ist eine zweiteilige Sicherheitseinrichtung. Ein meist oberhalb des Kochfeldes angebrachter Sensor überwacht die Temperaturentwicklung beim Kochen und erkennt ungewöhnliche Temperaturanstiege. Wird eine möglicherweise gefährliche Situation erkannt, warnt das Gerät durch einen Signalton. Wenn niemand reagiert, unterbricht eine Steuereinheit die Stromzufuhr und schaltet das Kochfeld ab.

Der Herd wird also nicht erst abgeschaltet, wenn bereits Rauch entstanden ist. Anders als ein Rauchwarnmelder setzt der Herdwächter damit bereits vor der Rauchentwicklung an. Das heißt aber nicht, dass der Herd jedes Mal ausgeschaltet wird, sobald die Bratpfanne heiß wird. Moderne Systeme unterscheiden normale Kochvorgänge von gefährlichen Situationen. Herdwächter nach der europäischen Norm EN 50615 sollen sicherheitsrelevant reagieren, ohne unnötige Abschaltungen zu verursachen.

Die Systeme funktionieren mit nahezu allen Elektro- und Induktionsherden, für gasbetriebene Kochstellen sind sie jedoch nicht geeignet.

Alltagshelfer für ältere Menschen
Ein Herdwächter kann besonders dann hilfreich sein, wenn der Herd versehentlich eingeschaltet bleibt. Gerade bei älteren Menschen kann das eine Rolle spielen. 61 Prozent der Brandopfer in Deutschland sind älter als 60 Jahre. Wird eine gefährliche Entwicklung am Herd zu spät bemerkt, kann ein Herdwächter zusätzliche Sicherheit bieten. Er ersetzt dabei weder Aufmerksamkeit noch andere Brandschutzmaßnahmen, kann aber dazu beitragen, dass ältere Menschen länger selbstständig zu Hause kochen können.

Herdwächter sind damit auch aus Sicht der Versicherer interessant, weil sie potenzielle Schäden vermeiden können und somit auch bei der Präventionsberatung eine Rolle spielen. Ob technische Schutzmaßnahmen tariflich bei der Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung berücksichtigt werden, hängt vom jeweiligen Versicherer und Tarif ab.

Initiative „Stop Herdbrand“ setzt auf Aufklärung
Hinter „Stop Herdbrand“ steht das Netzwerk für Brandschutz in der Küche. Beteiligt sind unter anderem die Deutsche Alzheimer Gesellschaft, der Deutsche Feuerwehrverband und die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes sowie Hersteller von Herdwächtern. Ziel der Initiative ist es, stärker über Brandgefahren beim Kochen und technische Möglichkeiten zur Prävention aufzuklären.

Weitere Informationen bietet die Initiative „Stop Herdbrand“ vom Netzwerk für Brandschutz in der Küche, Berlin.

https://www.gdv.de/gdv/themen/schaden-unfall/herdwaechter-wie-ein-kleines-geraet-wohnungsbraende-verhindern-kann-214446


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