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        Jugendbeteiligung und Engagement: Neue Ausgabe „Ökologisches Wirtschaften“
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        1.9.2026
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    <autor>
        Christopher Garthe | Institut für ökologische Wirtschaftsforschung
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        Aktuelle Jugendstudien zeigen, dass junge Menschen sich für politische Themen interessieren und stärker an der Gestaltung gesellschaftlicher und politischer Prozesse beteiligen möchten – jedoch oft den Eindruck haben, dass ihre Perspektiven wenig beachtet werden. Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „Ökologisches Wirtschaften“ beleuchtet die Bedingungen, Formen und Wirkungen von Jugendbeteiligung und Engagement. 
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Langfristig stärkt eine größere Beteiligung junger Menschen ihre erlebte Selbstwirksamkeit sowie das Vertrauen in demokratische Entscheidungsfindung und fördert weiteres Engagement. Davon profitiert auch die Demokratie: politische Entscheidungen werden als gerechter wahrgenommen und demokratische Prozesse in ihrer Legitimität gestärkt. Doch wie kann gute Beteiligung gelingen? Dr. Esther Hoffmann und Henrike Kalteich weisen in der Einleitung zum Schwerpunkt darauf hin, junge Menschen nicht als homogene Gruppe zu betrachten, sondern ihre Vielfältigkeit anzuerkennen und sie zielgruppengerecht anzusprechen.

Jugendbeteiligung auf Bundesebene

Klima- und Umweltpolitik prägt sowohl die Gegenwart als auch die Zukunft, bezieht jedoch zu selten diejenigen mit ein, die am meisten von den Entscheidungen betroffen sind: Kinder und Jugendliche. Im Standpunkt-Beitrag der Ausgabe argumentiert Wendelin Haag, dass mehr Beteiligung allein nicht ausreicht. Für eine sozial-ökologische Transformation, die junge Menschen als politische Akteur*innen nachhaltig integriert, braucht es echte Bottom-Up-Beteiligung, die transparent, nachvollziehbar und demokratisch legitimiert ist. Dies gelingt insbesondere über Jugendverbände auf Bundesebene, die eine strukturelle Anbindung jugendlicher Interessen im politischen Prozess ermöglichen.

Welchen Einfluss kann Jugendbeteiligung auf die Arbeit politischer Gremien haben? Dr. Esther Hoffmann und Henrike Kalteich zeigen anhand der Ergebnisse ihrer Studie zu einem Jugendgremium im Bundesbildungsministerium, dass die Mitgestaltung junger Menschen neben inhaltlichen und methodischen Veränderungen auch zur Weiterentwicklung der Beteiligungsstrukturen selbst beitragen kann.

Umweltbewusstsein junger Menschen

Junge Menschen sehen sich zunehmend mit Zukunftsängsten und wachsenden gesellschaftlichen Herausforderungen konfrontiert. Welche Bedeutung hat dabei noch Umwelt- und Klimaschutz? Aufschluss darüber gibt die Jugendbefragung der Umweltbewusstseinsstudie 2024. In ihrem Beitrag diskutieren Vivian Frick et al. die Ergebnisse der Studie und verdeutlichen, dass Umwelt- und Klimathemen in der Wahrnehmung junger Menschen zwar zunehmend von anderen gesellschaftlichen Krisen überlagert werden, Engagement in diesem Bereich jedoch weiterhin vorhanden ist.

Außerdem in diesem Heft: chinesische Planwirtschaft und Europas digitale Souveränität

Erfordert eine sozial-ökologische Transformation stärkere staatliche Eingriffe in wirtschaftliche Prozesse? Dieser Frage widmet sich Ulrich Petschow in seinem Beitrag „Braucht es einen Plan?“ in dem er die Planwirtschaft Chinas im Kontext veränderter globaler Rahmenbedingungen analysiert. Vor dem Hintergrund von Globalisierung und KI gewinnt die Frage nach der Steuerung wirtschaftlicher Prozesse dabei neue Bedeutung.

Für den wettbewerbsfähigen Aufbau einer flächendeckenden digitalen Infrastruktur wollen Deutschland und die EU ihre Rechenzentrumskapazitäten deutlich ausweiten. Dies hat weitreichende Auswirkungen auf den Ressourcenverbrauch sowie die Erreichung von Klimazielen. Vor diesem Hintergrund diskutiert Ralph Hintermann in seinem Beitrag die Frage: „Wie nachhaltig ist Europas Weg zur digitalen Souveränität?“.

Leseproben:


Wendelin Haag: Chancen verbandlicher Jugendbeteiligung in der Bundespolitik – Klima- und Umweltpolitik braucht junge Menschen
Esther Hoffmann, Henrike Kalteich: Jugendbeteiligung und Engagement

Zur Online-Ausgabe von Ökologisches Wirtschaften 3/2026

Neu zum freien Download: Sustainable Finance

Grüne Geldanlagen als Green Deal oder doch nur Greenwashing? Die sozial-ökologische Transformation erfordert erhebliche Investitionen in neue Technologien, Infrastrukturen und Wirtschaftszweige. Grüne Kapitalströme können dabei einen zentralen Hebel für die sozial-ökologische Transformation der Gesellschaft darstellen, insbesondere zur Mobilisierung öffentlicher und privater Finanzmittel für Nachhaltigkeitsziele. Gleichzeitig ist Greenwashing im Finanzsektor weit verbreitet, was die tatsächliche Nachhaltigkeitswirkung infragestellt.

Die Zukunft von Green Finance steht daher trotz regulatorischen Fortschritten auf EU-Ebene vor großen Herausforderungen: So bestehen trotz steigender Investitionen in erneuerbare Energien weiterhin erhebliche Finanzlücken. Im Schwerpunkt der Ausgabe diskutieren die Autor*innen unterschiedliche Ansätze zur Gestaltung der sozial-ökologischen Transformation des Finanzsektors, beleuchten Spannungsverhältnisse zwischen politischer Rahmensetzungen und Finanzmarktlogiken im Bereich Sustainable Finance und erörtern die Rolle zivilgesellschaftlicher Akteuren in der nachhaltigen Finanzwirtschaft.

Zur Online-Ausgabe von Ökologisches Wirtschaften 3/2025

https://www.ioew.de/news/article/jugendbeteiligung-und-engagement-neue-ausgabe-oekologisches-wirtschaften


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