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        Ursula Siebert leitet IZW
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        8.7.2026
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          | Leibniz-Gemeinschaft
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        Die Wildtierärztin Ursula Siebert ist neue Direktorin des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung.
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Am 1. Juli 2026 trat die Wildtierärztin Prof. Prof. h. c. Dr. Ursula Siebert ihr Amt als Direktorin des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) an. Zugleich wurde sie im Rahmen einer gemeinsamen Berufung mit dem Leibniz-IZW zur Professorin für Interdisziplinäre Wildtierkunde an der Freien Universität Berlin ernannt. Zuletzt leitete Siebert das Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover.

Siebert studierte Veterinärmedizin in Gießen und Nantes (Frankreich) und spezialisierte sich unter anderem auf Wildtierbiologie/-medizin und Veterinärpathologie in Stationen in den USA, Kanada, Gießen und Frankreich. Sie promovierte in Brüssel und Gießen zu den Auswirkungen von Quecksilber in Organen von Kleinwahlen. Zum menschlichen Einfluss auf den Gesundheitsstatus von Meeressäugetieren habilitierte sie in Zoologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Die mehrfach ausgezeichnete Wildtierärztin forscht schwerpunktmäßig zu Wildtierökologie und -krankheiten, zoonotischen Krankheitserregern, Habitatnutzung und Bioakustik, Nahrungsökologie, Endokrinologie, Immunologie und Reproduktion. Wildtiere von den Insekten bis zum Blauwal gehören zu den Tierarten, mit denen sie sich beschäftigt hat. Ihre Forschung, die überwiegend drittmittelfinanziert ist, wird auf der ganzen Welt durchgeführt. Die Erforschung der Effekte menschlicher Aktivitäten auf Wildtiere, die Entwicklung von Management- und Schutzstrategien für Wildtiere haben eine besondere Bedeutung für ihre Arbeit, weshalb sie Deutschland auch in zahlreichen Expertengremien internationaler Organisationen vertritt.

Am Leibniz-IZW tritt Siebert die Leitung einer modernen, international renommierten Spitzenforschungseinrichtung an, die Wildtierforschung für den Artenschutz im Kontext des globalen Umweltwandels betreibt und Wildtierforschung ganzheitlich von der molekularen bis zur landschaftlichen Ebene versteht. Die IZW-Forschenden verbinden exzellente Grundlagenforschung mit Forschungsarbeiten zu den drängendsten Herausforderungen des Artenschutzes im Anthropozän, dem Zeitalter enorm weitreichender Beeinflussung natürlicher Systeme durch den Menschen. Für die Weiterentwicklung des Instituts in ihrer Amtszeit hat Siebert konkrete Ziele: Nutzung der Expertise des IZW verstärkt für Fragestellungen in Deutschland und Europa, Auf- und Ausbau der Nachwuchsförderung, z.B. Residency-Programme des ECZM im Wildtier- und Zootierbereich gemeinsam mit der Freien Universität Berlin und Erweiterung auf die aquatische Wildtierforschung.

Mit der Übernahme der Direktion des Leibniz-IZW ist die Berufung auf die Professur für Interdisziplinäre Wildtierkunde am Fachbereich Veterinärmedizin der Freien Universität Berlin verbunden. Diese gemeinsame Berufung unterstreicht die enge wissenschaftliche Verzahnung zwischen dem Leibniz-IZW und der Freien Universität Berlin und stärkt Forschung und Lehre im Bereich der interdisziplinären Zoo- und Wildtierforschung.

Nach dem Ausscheiden von Prof. Heribert Hofer als Direktor des Leibniz-IZW zum April 2025 bis zur Ernennung von Prof. Siebert führte Prof. Jörns Fickel, Leiter der Abteilung für Evolutionsgenetik, kommissarisch das Institut. Das Leibniz-IZW dankt ihm für seine engagierte und umsichtige Führung des Instituts durch die Übergangszeit.

Weitere Informationen und Kontakt
Pressemitteilung des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW)


https://www.leibniz-gemeinschaft.de/ueber-uns/neues/forschungsnachrichten/forschungsnachrichten-single/newsdetails/ursula-siebert-leitet-izw


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