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        Außenminister Wadephul reist nach Israel
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    <datum>
        7.7.2026
    </datum>
    <autor>
          | Auswärtiges Amt
    </autor>
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        Vor seiner Abreise nach Israel sagte Außenminister Wadephul (7.7.2026): 
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Ich reise zu einem engen Freund und Partner. Der Staat Israel ist von vielen Seiten bedroht, der weltweite Antisemitismus nimmt zu. Wir sind aber auch durch eine gegenseitige Sicherheitspartnerschaft verbunden. Zugleich wissen wir, dass die drängenden Fragen regionaler Sicherheit im Nahen und Mittleren Osten nur im Rahmen eines gemeinsamen Verständnisses aller beteiligten Länder beantwortet werden können. Vor meiner Teilnahme am NATO-Gipfel in Ankara reise ich daher nochmals zu Gesprächen mit meinem israelischen Amtskollegen nach Israel. Mein Ziel ist es, einen Beitrag zur Verständigung und langfristigen Befriedung in der Region zu leisten.

Die Einigung zwischen Israel und Libanon macht Hoffnung, sie bietet die Chance, einen jahrzehntelangen Konflikt beizulegen. Deutschland möchte Israel und Libanon auf diesem Weg unterstützen. Entscheidend ist, dass Libanon sein staatliches Gewaltmonopol verlässlich durchsetzt, ebenso wichtig sind klare Sicherheitsgarantien für Israel. Wenn alle Seiten Verantwortung übernehmen, kann dieser Prozess zu Stabilität, Sicherheit und dauerhaftem Frieden führen.

Mit meinem israelischen Amtskollegen werde ich auch über die Verhandlungen zwischen den USA und Iran sprechen. Die Verstetigung des erreichten Waffenstillstandes steht weiterhin aus. Es ist an Iran, die Gelegenheit für konstruktive Verhandlungen zu nutzen.

Wir verlieren auch die Lage in Gaza nicht aus dem Blick: Während der heißen Sommermonate spitzt sich aktuell der Wassermangel gefährlich zu. Vollumfänglicher Zugang für humanitäre Helfer und ihre Materialien sind unerlässlich, um die verzweifelte Lage der Menschen in Gaza zu verbessern.

Unser Verhältnis zu Israel kann nie unabhängig von der Verantwortung gesehen werden, die Deutschland angesichts des von Deutschen begangenen Menschheitsverbrechens der Shoa für die Sicherheit des einzigen jüdischen Staates trägt. Zu dieser Verantwortung gehört es, jeder Art von Geschichtsverfälschung und Relativierung entgegenzutreten, auch indem die historische Wahrheit auch nach dem Verlust der letzten Zeitzeugen heutigen Generationen vermittelt wird. Zu diesem Ziel arbeiten Bund und Länder intensiv mit der Gedenkstätte Yad Vashem zusammen. Mein Besuch in Israel dient auch dem Ziel, diese Kooperation zu stärken und weiter auszubauen.

https://www.auswaertiges-amt.de/de/newsroom/2777080-2777080


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