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        Bayerns Gesundheitsministerium verleiht gemeinsam mit der Deutschen Stiftung Organtransplantation den Bayerischen Organspendepreis
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        2.7.2026
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    <autor>
          | Bayerische Staatsregierung
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        Bayerns Gesundheitsministerium hat am Donnerstag (02.07.) in München gemeinsam mit der Deutschen Stiftung Organtransplantation den Bayerischen Organspendepreis verliehen. Die Preisübergabe erfolgte durch den Amtschef des Bayerischen Gesundheitsministeriums, Dr. Rainer Hutka, in Vertretung von Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach, gemeinsam mit der Geschäftsführenden Ärztin der DSO – Region Bayern, Dr. med. Jutta Weiss. Ärztliche und pflegerische Mitarbeitende aus den folgenden Kliniken wurden für ihren außergewöhnlichen Einsatz für die Organspende ausgezeichnet:
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Universitätsklinikum AugsburgKlinikum IngolstadtKlinikum Passau

Den diesjährigen Bayerischen Ehrenpreis zur Förderung der Organspende erhielt Franziska Liebhardt. Die nieren- und lungentransplantierte Paralympics-Siegerin setzt sich seit vielen Jahren kontinuierlich für die Aufklärung über Organspende und Transplantation ein. Seit 2017 gehört sie dem Vorstand des Vereins „Kinderhilfe Organtransplantation – Sportler für Organspende e.V.“ (KiO) an, seit 2023 leitet sie die Geschicke des Vereins als Vorstandsvorsitzende.

Gesundheitsministerin Gerlach betonte anlässlich der Preisverleihung im Rahmen der 24. Jahrestagung der bayerischen Transplantationsbeauftragten: „Es ist sehr wichtig, die Bereitschaft zur Organspende zu fördern. Unser Ziel ist es, dass die Menschen auf der Warteliste für eine Transplantation möglichst schnell ein lebensrettendes Spenderorgan erhalten. Ganz zentral ist dabei ein großes Engagement der Ärzteschaft, von Pflegenden und von Ehrenamtlichen – dieses wird mit dem Bayerischen Organspendepreis gewürdigt.“

Gerlach fügte hinzu: „Ich setze mich auch weiter für die sogenannte Widerspruchslösung ein – damit wäre Organspende der Normalfall: Jeder und jede wäre bei Vorliegen der medizinischen Voraussetzungen automatisch Organspender, könnte dem aber aktiv widersprechen. Die Freiwilligkeit der Organspende wird also nicht in Frage gestellt.“

Dr. Jutta Weiss, Geschäftsführende Ärztin der Deutschen Stiftung Organtransplantation – Region Bayern, erklärte: „Die heutige Veranstaltung soll sowohl Motivation als auch Bestätigung sein für alle Mitarbeitenden, die in den Kliniken mit dem Thema Organspende befasst sind. Es ist wichtig, Organspender im Klinikalltag zuverlässig zu erkennen und den Willen des Verstorbenen zur Organspende zu ermitteln. Als Koordinierungsstelle für die Organspende stehen wir rund um die Uhr zur Verfügung, um das Personal auf den Intensivstationen bei allen Schritten im Prozess einer Organspende zu unterstützen.“

Zu den Preisträgern erläuterte Gesundheitsministerin Gerlach im Einzelnen:

„Im Universitätsklinikum Augsburg sind drei Transplantationsbeauftragte tätig, die persönlich jeden Organspendeprozess begleiten und sich dabei gegenseitig vertreten. Ein rasches Umsetzen aller gesetzlichen Neuanforderungen wie die Gewährleistung eines uneingeschränkten Zugriffs auf das Organspende-Register sind eine Selbstverständlichkeit. Eine interne Richtlinie zur datenschutzkonformen Bereitstellung von radiologischem Bildmaterial an die Koordinierungsstelle zur besseren Spendercharakterisierung ist im Jahr 2025 in Kraft getreten.“

„Im Klinikum Ingolstadt werden seit Jahren mit einer bemerkenswerten Konstanz Organspenden in hoher Zahl realisiert. Dieses Engagement ist vor allem den ärztlichen und pflegerischen Transplantationsbeauftragten zu verdanken. Interne Richtlinien werden konsequent den neuen gesetzlichen Auflagen angepasst, so ist jederzeit ein Zugriff auf das Organspende-Register garantiert. Die Weiterbildungsassistentinnen und -assistenten werden regelhaft vor ihrem Ersteinsatz auf der Intensivstation in einer klinikinternen Fortbildung auf die Aufgabe der Organspende und Begleitung der Angehörigen vorbereitet.“

„Die Transplantationsbeauftragten im Klinikum Passau haben tragfähige Strukturen für den Prozess der Organspende aufgebaut. Interne Richtlinien werden regelmäßig aktualisiert. Die Organspende wird im Klinikum sowohl in Fachweiterbildungen als auch bei Veranstaltungen für die Öffentlichkeit thematisiert. Es gibt eine sehr enge Zusammenarbeit mit den Koordinatorinnen und Koordinatoren der DSO.“

„Franziska Liebhardt setzt sich beim Verein KiO ehrenamtlich für die Belange organtransplantierter Kinder, Jugendlicher und deren Familien ein. Sie wirkt bei Informations- und Öffentlichkeitsveranstaltungen mit und ist regelmäßig im persönlichen Austausch mit Kliniken und Fachleuten. Damit leistet sie wertvolle Aufklärungsarbeit rund um das Thema Organspende – ich freue mich, dass sie dafür heute den Ehrenpreis zur Förderung der Organspende erhält.“

„Mit unserer Arbeit bei KiO unterstützen wir Kinder und Jugendliche, die auf ein neues Organ warten oder die transplantiert wurden, ebenso wir ihre Familien. Wir möchten ihnen Hoffnung und Selbstvertrauen geben und wir möchten ihre Situation in der Gesellschaft sichtbar machen“, erklärte die Preisträgerin. Ebenso wichtig ist Franziska Liebhardt der Dank und die Anerkennung für die Organspender und deren Angehörige.

Im Jahr 2025 gab es in Bayern 143 postmortale Organspender (2024: 157). Von Januar bis Ende Mai 2026 gab es in Bayern 67 Organspender, im selben Zeitraum 2025 waren es 61. Zum Stichtag 31.05.2026 standen über 1.000 Patientinnen und Patienten aus Bayern auf der Warteliste für eine Transplantation.

Bayerns Gesundheitsministerium und die Deutsche Stiftung Organtransplantation Region Bayern veranstalten regelmäßig zusammen mit der Bayerischen Krankenhausgesellschaft Regionalkonferenzen sowie Symposien für Ärztinnen und Ärzte, Fachpflegepersonal und Beschäftigte in der Intensivpädiatrie, um das medizinische Personal weiter für die Belange der Organspende zu sensibilisieren, fortzubilden und den Erfahrungsaustausch zu fördern. Weiterhin setzt sich Bayerns Gesundheitsministerium seit Jahren für die Aufklärung der Bevölkerung ein. So unterstützt das Ministerium beispielsweise das sehr wichtige Projekt ‚Schulklassen in die Transplantationszentren‘ am Klinikum Großhadern der Ludwig-Maximilians-Universität München seit fast 25 Jahren.

Für weiterführende Informationen schauen Sie bitte unter:www.dso.de,

https://www.stmgp.bayern.de/gesundheitsversorgung/organspende/.

Mehr Informationen zu den ausgezeichneten Kliniken finden Sie hier:Deutsche Stiftung Organtransplantation Pressemitteilungen.

Hier erfahren Sie mehr über die Kinderhilfe Organtransplantation KiO e.V.: KiO

https://www.bayern.de/bayerns-gesundheitsministerium-verleiht-gemeinsam-mit-der-deutschen-stiftung-organtransplantation-den-bayerischen-organspendepreis


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