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        Gemeinsame Erklärung der Internationalen Kontaktgruppe für die Großen Seen (ICG)
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    <datum>
        29.6.2026
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    <autor>
          | Auswärtiges Amt
    </autor>
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        Unter dem Vorsitz von Schweden geben Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Kanada, die Niederlande, Schweden, die Schweiz, das Vereinigte Königreich, die Vereinigten Staaten von Amerika und die Europäische Union folgende Erklärung zur Lage in der Region der Großen Seen ab:
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Die ICG nahm an der vom Büro des Sondergesandten des VN-Generalsekretärs für die Region der Großen Seen und der Schweiz vom 17.-18. Juni in Nairobi organisierten Tagung der Akteure und Fachleute der Großen Seen (Great Lakes Stakeholders and Experts Retreat) teil. Die ICG tauschte sich mit den Unterzeichnerstaaten des Rahmenwerks für Frieden, Sicherheit und Zusammenarbeit, Vertreterinnen und Vertretern regionaler und internationaler Vermittlungs- und Fazilitatorenteams, Regionalorganisationen, einschließlich der Afrikanischen Union (AU), der Ostafrikanischen Gemeinschaft (EAC), der Internationalen Konferenz der Region der Großen Seen (ICGLR) und der Entwicklungsgemeinschaft des Südlichen Afrika (SADC), sowie unabhängigen Fachleuten und Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft aus. Bei dem Treffen wurde Bilanz der Friedens-, Sicherheits- und Wirtschaftsdynamik in der Region der Großen Seen gezogen. Dazu gehören die fortgesetzten Bemühungen durch den Vermittler der Afrikanischen Union und die Ko-Fazilitatoren, die im Rahmen der Washingtoner Vereinbarungen über Frieden und Wohlstand unter Leitung der Vereinigten Staaten erzielten Fortschritte und die leitende Vermittlungsarbeit Katars im Doha-Prozess. Eine Reihe konkreter Optionen zur Unterstützung laufender Friedensbemühungen wurden festgehalten und die Umsetzung bereits gemachter Zusagen geprüft.

Am 19. Juni kam die ICG in Addis Abeba mit dem Vertreter des von der AU ernannten Vermittlers Faure Gnassingbé, Präsident des Ministerrats der Republik Togo, und dem Sondergesandten des VN-Generalsekretärs für die Region der Großen Seen mit dem Ziel zusammen, den Dialog und die Zusammenarbeit mit der AU weiter zu vertiefen.

Die Delegation hielt Treffen mit dem Vorsitzenden der Kommission der Afrikanischen Union, S.E. Mahmoud Ali Youssouf, dem Kommissar für politische Angelegenheiten der AU, S.E. Bankole Adeoye und der von der AU ernannten Fazilitatorin und früheren Präsidentin Äthiopiens, I.E. Sahle-Work Zewde ab. Der Schwerpunkt der Gespräche lag auf den derzeitigen Entwicklungen in der Region der Großen Seen, der Komplementarität der Vermittlungsbemühungen und der humanitären Lage im Osten der Demokratischen Republik Kongo, einschließlich des aktuellen Ebola-Ausbruchs. Zudem nahm die Delegation einen zielgerichteten Dialog mit den Vertreterinnen und Vertretern der AU über Partnerschaften für nachhaltigen Frieden auf.

Die Delegation hielt ferner Konsultationen mit zivilgesellschaftlichen Partnerinnen und Partnern und Forscherinnen und Forschern aus der Region der Großen Seen ab, einschließlich Vertreterinnen und Vertretern von Frauen und Jugendlichen, unter Beteiligung der Sondergesandten der AU zu Frauen, Frieden und Sicherheit, I.E. Liberata Mulamula. Die ICG unterstreicht, wie wichtig es ist, den Perspektiven der Zivilgesellschaft und der Gemeinschaften in der Region Rechnung zu tragen.

Die Vermittlung unter afrikanischer Führung, die durch ein starkes regionales Engagement unterstützt wird, bleibt von zentraler Bedeutung, wenn es darum geht, einen dauerhaften Frieden in der Region der Großen Seen zu erreichen. Die ICG bekräftigt ihre Unterstützung für die laufenden Friedensbemühungen durch den von der AU ernannten Vermittler, Faure Gnassingbé, Präsident des Ministerrats der Republik Togo, sowie das Panel der Fazilitatoren, die Kommission der AU und regionale Partner. Wir würdigen die bisher durch die Vermittlung unter der Führung der AU erzielten Fortschritte und sehen den nächsten Schritten erwartungsvoll entgegen. Die ICG unterstützt die fortgesetzten Bemühungen aller Vermittlerinnen und Vermittler mit dem Ziel, Kooperation und Komplementarität zwischen der AU, dem Verhandlungsstrang von Washington und dem Verhandlungsstrang von Doha sicherzustellen.

Die ICG ruft alle Konfliktparteien dazu auf, diese Dynamik zu nutzen und sich konstruktiv am Dialog zu beteiligen. Es kann keine militärische Lösung für den Konflikt geben.

https://www.auswaertiges-amt.de/de/newsroom/icg-2776202


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