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        Bayerns grüne Lebensversicherung: 14 Millionen Bäume schützen Menschen und Täler im Alpenraum – Forstministerin zieht Bilanz zu 40 Jahre Schutzwaldsanierung
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        19.6.2026
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    <autor>
          | Bayerische Staatsregierung
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        Lkr. Berchtesgadener Land – Seit 40 Jahren treibt der Freistaat die Sanierung der Schutzwälder im bayerischen Alpenraum voran. Die Wälder schützen vor Lawinen, Muren, Steinschlag und Hochwasser. Forstministerin Michaela Kaniber zog jetzt bei einem Waldbegang am Antoniberg im Landkreis Berchtesgadener Land eine positive Zwischenbilanz: „Wir haben viel erreicht. Auf mehr als 11.300 Hektar haben Forstarbeiter und Waldbesitzer fast 14 Millionen junge Bäumchen gepflanzt, teils durch Stützbauten vor Gleitschnee geschützt. Mehr als 800 Hektar Schutzwald sind bereits vollständig saniert. Ein beachtlicher Fortschritt, wenn man bedenkt, dass in Bergwäldern Bäume aufgrund der kurzen Vegetationsperiode und kargen Böden oft nur wenige Zentimeter pro Jahr wachsen können.“ Der Ministerin zufolge sind intakte Berg- und Schutzwälder die grüne Lebensversicherung für die Menschen im Alpenraum und weit darüber hinaus. „Nur gesunde und stabile Schutzwälder können vor den drohenden Gefahren schützen“ so Kaniber.
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Neben den rauen klimatischen Bedingungen im Alpenraum stellt auch ein hoher Wildbestand den Schutzwald mancherorts vor große Herausforderungen. Rehe, Gämse und Hirsche verbeißen vor allem junge Bäume, die für den Aufbau stabiler und klimafitter Bergwälder unverzichtbar sind. Umso wichtiger ist das gemeinsame Engagement von Waldbesitzern, Forstleuten und Jägern. „Nur wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen, können wir unsere Schutzwälder erfolgreich verjüngen und dauerhaft erhalten“, betonte Kaniber. Das Forstliche Gutachten 2024 zeigt, dass im Bergwald insbesondere der Verbiss an Tannen zuletzt wieder zugenommen hat. Gerade Tannen spielen als tiefwurzelnde Baumart eine Schlüsselrolle für die Stabilität der Schutzwälder. „Unsere Jägerinnen und Jäger leisten hier einen zentralen Beitrag. Sie sind wichtige Partner für einen gesunden Bergwald und helfen mit, dass junge Bäume nachwachsen und die nächste Waldgeneration heranwachsen kann“, so die Ministerin. Denn die Schutzwälder müssen den Folgen des Klimawandels mit zunehmenden Extremwetterereignissen wie Trockenheit, Stürmen oder Starkregen standhalten. Schneebruch oder Waldbrände kommen erschwerend hinzu. Wie schnell Schutzwald verloren gehen kann, hat zuletzt der Waldbrand am Saurüsselkopf im Landkreis Traunstein deutlich gemacht. Wie Schutzwald innerhalb von wenigen Tagen verschwinden kann, hat kürzlich der Waldbrand am Saurüsselkopf (Lkr. Traunstein) deutlich gemacht.

Insgesamt hat der Freistaat in den vergangenen vier Jahrzehnten für die Schutzwaldsanierung rund 108 Millionen Euro ausgegeben. „Das ist gut investiertes Geld“, so die Forstministerin, „denn es gibt nur zwei Alternativen zur Schutzwaldsanierung: Entweder sehr teure technische Verbauungen oder das Sperren vieler Straßen bis hin zu ganzen Tälern bei starkem Schneefall oder anderen Naturgefahren. Das kommt für uns nicht in Frage. Wir brauchen intakte, stabile Schutzwälder. Sie sind unser Schutzschirm.“ Einen Hektar im Schutzwald zu pflanzen, kostet rund 30 000 Euro. Betonverbauungen und halbseitige Tunnel, auch Galerie genannt, kosten hingegen schnell hohe Millionenbeträge – je Straßenabschnitt.

Zuständig für das Sanieren von Schutzwäldern ist die Bayerische Forstverwaltung; konkret die Fachstellen für Schutzwaldmanagement an den drei Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kempten, Weilheim und Rosenheim. Sie sind verantwortlich für das Planen, Umsetzen und Kontrollieren notwendiger Sanierungsmaßnahmen. In den staatlichen Wäldern übernehmen die Bayerische Staatsforsten die praktische Ausführung, die Finanzierung erfolgt nahezu vollständig aus dem Staatshaushalt. Im Privat- und Körperschaftswald werden Experten der Forstverwaltung und spezialisierte Firmen eingesetzt. „Die Fachstellen für Schutzwaldmanagement gewährleisten Fachkompetenz, Ortsnähe und Schlagkraft für den gesamten bayerischen Alpenraum. Gemeinsam mit Waldbesitzern, Kommunen und Jägern leisten sie einen entscheidenden Beitrag für den Erhalt unserer Schutzwälder“, so Forstministerin Kaniber abschließend.

https://www.bayern.de/bayerns-gruene-lebensversicherung-14-millionen-baeume-schuetzen-menschen-und-taeler-im-alpenraum-forstministerin-zieht-bilanz-zu-40-jahre-schutzwaldsanierung


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