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        Regionale Antworten auf nationale und internationale Bedrohungen
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        16.6.2026
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    <autor>
        Gerhard Wirth  | Land Vorarlberg
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         Land und Verteidigungsministerium erneuern „Schutz und Hilfe“-Partnerschaft für ein funktionsfähiges Bundesheer in Vorarlberg
Mit Blick auf aktuelle sicherheitspolitische Herausforderungen und Bedrohungen erneuern und festigen das Land Vorarlberg und das Bundesministerium für Landesverteidigung ihre „Schutz und Hilfe“-Partnerschaft. Die Vereinbarung, die Bundesministerin Klaudia Tanner und Landeshauptmann Markus Wallner, Sicherheitslandesrat Daniel Allgäuer sowie der scheidende Militärkommandant Gunther Hessel und dessen Nachfolger Georg Dialer im Landhaus unterzeichneten, bildet die Grundlage für die künftige Präsenz des Bundesheers in Vorarlberg unter besonderer Berücksichtigung der regionalen Rahmenbedingungen und Erfordernisse. Ziel der Partnerschaft bleibt es weiterhin, gemeinsam regionale Antworten auf nationale und internationale Bedrohungen zu geben, so Ministerin Tanner und Landeshauptmann Wallner.
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In der heutigen Zeit ist vieles, was über Jahrzehnte außer Frage stand, plötzlich unsicher geworden. Neben häufigeren und heftigeren Naturereignissen verschärfen sich globale Gefahrensituationen durch Kriege, Terroranschläge, Cyberangriffe und hybride Bedrohungen.

Höchstes Bundesheer-Budget

Ein hohes Budget für das Bundesheer ist angesichts dieser Entwicklungen die nötige Konsequenz, sagte Ministerin Tanner: „Wenn wir erhalten wollen, was uns wichtig ist, dann müssen wir das auch schützen und verteidigen können.“

Tanner verwies darauf, dass es seit ihrem Amtsantritt gelungen ist, das Landesverteidigungsbudget zu verdoppeln – von 2,5 Milliarden Euro auf 5,16 Milliarden Euro im laufenden Jahr. In den nächsten beiden Jahren sind weitere Erhöhungen um jeweils 140 Millionen Euro vorgesehen, sodass 2028 der Bundesheer-Etat 5,43 Milliarden Euro betragen wird. „Wir investieren damit in den Erhalt des Friedens, unserer Freiheit und den Schutz unserer Neutralität. Die Neutralität allein schützt uns nicht, wir müssen sie selbst verteidigen können“, betonte Tanner.

Mit dem Aufbauplan 2032+ werden die Planungen vorangetrieben, die dazu führen sollen, dass Österreich 2032 voll verteidigungsfähig ist. Dazu zählt die Beschaffung von militärischem Gerät ebenso wie die personelle Komponente. Und auch die Bekräftigung und Verlängerung der „Schutz und Hilfe“-Partnerschaft mit dem Land Vorarlberg versteht sich als Teil dieses Planes.

Vorarlberg braucht einsatzbereite Bundesheer-Kräfte

Landeshauptmann Wallner unterstrich die Bedeutung eines gut aufgestellten und einsatzbereiten Bundesheeres im Lande: „Ob Naturkatastrophen, Covid-19-Pandemie oder Flüchtlingsbewegungen – die Soldatinnen und Soldaten haben sich in Vorarlberg all diesen Herausforderungen gestellt. Das gibt der Bevölkerung die Gewissheit, dass im Ernstfall Menschen da sind, die anpacken und helfen. Wir müssen auch in Zukunft in die Sicherheit und die Einsatzfähigkeit unseres Bundesheeres investieren, um gegen bestehende und neue Gefahren gewappnet zu sein.“

Das bekräftigte auch Landesrat Allgäuer: „Wir brauchen ein glaubwürdiges Heer als sichtbarer Ausdruck unseres staatlichen Selbstverständnisses und unserer Souveränität.“ Das Land Vorarlberg habe dazu stets eine klare Haltung eingenommen. „Das Zusammenspiel zwischen Bundesheer, zivilen Einsatzorganisationen und Gemeinden funktioniert hier hervorragend. Wir schätzen die Präsenz und das Engagement des Bundesheeres – auch jenseits des Ernstfalls: bei Übungen, Veranstaltungen und in der Ausbildung. Das Heer ist Teil unserer Gesellschaft“, so Allgäuer.

Regionale Gegebenheiten erfordern besondere Fähigkeiten des Bundesheeres

Die „Schutz und Hilfe“-Partnerschaft zwischen Bund und Land zielt auf die sicherheitsrelevante Bedeutung der regionalen Ebene ab, die sich in der Vergangenheit etwa bei der Bewältigung der Corona-Pandemie gezeigt hat und aktuell bei den gemeinsamen Planungen zur Beherrschung von Blackouts sowie bei der Sicherung von kritischer Infrastruktur und gegenüber Terrorbedrohungen sichtbar wird. Das Abkommen verweist darauf, dass das Bundesheer in Vorarlberg aufgrund der besonderen geografischen/topografischen Situation des Landes über besondere Fähigkeiten verfügen muss, um die erforderliche Erstreaktionsfähigkeit für alle möglichen Anlassfälle (von Naturkatastrophen bis Terror) und Gebirgskampffähigkeit zu gewährleisten und so den Kernauftrag der militärischen Landesverteidigung erfüllen zu können.

Vereinbarte Maßnahmen des Bundesheeres in Vorarlberg:

Vorgesehen ist in den kommenden Jahren der Ausbau der Walgau-Kaserne in Bludesch als Einsatzbasis. Die Planungen dafür wurden bereits aufgenommen.

Ein wichtiger Schritt ist bereits vor drei Jahren mit der Eröffnung des Hubschrauber-Hangars in der Walgau-Kaserne gesetzt worden.

Auch die Bilgeri-Kaserne in Bregenz soll als Führungsstandort für Einsätze aller Art ausgebaut und modernisiert werden.

Außerdem soll durch Investitionen in Gelände- und Transportfahrzeuge die Mobilität der Bundesheer-Einsatzkräfte in Vorarlberg verbessert werden.

Vereinbarte Maßnahmen des Landes Vorarlberg:

Im Gegenzug unterstützt das Land Vorarlberg das Bundesheer in der Erfüllung von dessen Aufgaben – etwa bei der Schaffung von Übungsmöglichkeiten für Land- und Luftstreitkräfte. Dazu zählen etwa die Reaktivierung des Schießplatzes Berg Isel oberhalb von Bregenz sowie die Bereitstellung eines Übungsraums, der das zeitweise Scharfschießen im freien Gelände mit Infanteriewaffen sowie Übungen mit Drohnen ermöglicht.

Als ein wesentlicher Bestandteil der „Schutz und Hilfe“-Partnerschaft hat das Land „Dual-Use Geräte“ beschafft, die sowohl im Katastrophenfall als auch für militärische Zwecke genutzt werden können. Dazu gehören beispielsweise ein Kompaktraupen-Bagger samt Multigreifer und Abbruchhammer, aber auch Motorsägen, Akkuschrauber oder Biwak-Zelte. Das Land Vorarlberg stellt dem Bundesheer diese Geräte zur Verfügung und wird deren Betrieb gemäß der neuen Vereinbarung auch weiterhin mit einem jährlichen Beitrag mitfinanzieren.







https://presse.vorarlberg.at/land/public/Regionale-Antworten-auf-nationale-und-internationale-Bedrohungen


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