Deka, Smart­broker & Co – Preiskampf ums Alters­vorsorgedepot ist eröffnet 9.9.2026 | Stiftung Warentest Im nächsten Jahr startet das neue, staatlich geförderte Alters­vorsorgedepot. Sparkassen und Online-Banken locken bereits mit güns­tigen Preisen. Wir geben den Über­blick. Mit der Reform der privaten Alters­vorsorge gibt es ab dem Jahr 2027 eine neue Möglich­keit, mit Fonds und ETF für das Alter vorzusorgen: Das Altersvorsorgedepot wird ab Januar eine neue Form der staatlich geförderten Alters­vorsorge sein. Es löst die Riester-Rente ab, die wegen der hohen Kosten, die zahlreiche Anbieter berechneten, für viele Menschen unattraktiv war. Beim Alters­vorsorgedepot müssen alle Anbieter auch ein sogenanntes Stan­dard­depot anbieten, das – ähnlich wie beim Pantoffel-Portfolio der Stiftung Warentest – auf zwei ETF oder Fonds aus unterschiedlichen Risikoklassen setzt. Das können zum Beispiel ein Welt-Aktien-ETF und ein ETF mit Staats­anleihen sein. Für das Stan­dard­depot sind die Kosten gesetzlich auf 1 Prozent pro Jahr gedeckelt, dazu zählen auch die internen Kosten von Fonds und ETF. Erste Anbieter haben ihre Konditionen bereits veröffent­licht. Schon jetzt zeigt sich, dass sich die güns­tigen Anbieter deutlich unter den 1 Prozent positionieren. Deka bietet über Sparkassen güns­tiges Alters­vorsorgedepot Deka, das Fonds­haus der Sparkassen, bringt Alters­vorsorgedepots an den Start, die ab Januar 2027 in allen Sparkassen vor Ort und digital über die Sparkassen-Apps verfügbar sein sollen. Die Kosten des Stan­dard­depots mit Deka-ETF sollen dabei nur 0,1 Prozent pro Jahr betragen. Das „aktiv gemanagte Indivi­dual­produkt“ mit bis zu drei Fonds­bausteinen soll zwischen 1,0 und 1,5 Prozent kosten. In beiden Varianten sollen das Depot und die Zulagen­verwaltung kostenlos sein. Smart­broker+ mit gebührenfreiem Alters­vorsorgedepot Der Online-Broker Smart­broker+ hat angekündigt, dass das Alters­vorsorgedepot dort ohne Depot-, Sparplan- und Order­provisionen geführt wird. In den ersten drei Jahren sollen im Stan­dard­depot sogar die ETF-Kosten erstattet werden. Zur Wahl stehen sollen drei Stan­dard­depots mit ETF auf die großen globalen Aktienindizes MSCI World, MSCI ACWI und FTSE All-World. Für das Selbst­entscheider-Depot mit mehr Fonds­auswahl sollen Kunden lediglich die Kosten für die jeweiligen Fonds und ETF tragen. Ansonsten gilt auch hier, dass für Depot, Sparpläne und Order keine Gebühren anfallen sollen. Quirion setzt auf ETF Der Anbieter Quirion ist unter anderem für seine Robo-Advisor bekannt und schneidet auch in unserem Robo-Advisor-Vergleich immer wieder als Testsieger ab. Quirion hat angekündigt, ebenfalls ein Alters­vorsorgedepot anzu­bieten und dabei auf zwei ETF von Vanguard zu setzen: den Vanguard FTSE Global All-Cap Aktien-ETF und den Vanguard Global Aggregate Bond EUR Hedged Anleihen-ETF. Die voll­ständigen, lang­fristigen Konditionen hat Quirion noch nicht veröffent­licht, man will aber „mit einem kostenfreien Angebot an den Start gehen“ und verspricht: „Keine Abschluss­gebühren, keine Provisionen, trans­parente Kosten“. Scalable mit kostenlosem Angebot Der Online-Depotanbieter Scalable Capital hat im August 2026 als erster Anbieter ausführ­lichen Einblick in seine Konditionen für das Alters­vorsorgedepot gegeben. Das Stan­dard­depot soll bei Scalable komplett gebührenfrei angeboten werden. Für Konto und Depot, Sparpläne, Einzahlungen, Auszahlungen, Käufe und Verkäufe müssen Kunden nichts zahlen. 2027 werden auch die laufenden Kosten für ausgewählte ETF über­nommen. Mehr zum Angebot von Scalable unter Scalable eröffnet Preiskampf um Kunden. ING mit Angebot, aber ohne Konditionen Die Direkt­bank ING hat ihre Kunden bereits informiert, dass sie ein Alters­vorsorgedepot anbieten will und hat bereits eine „Starteliste“ veröffent­licht, in die Kunden sich eintragen können, wenn sie Interesse haben. Konkrete Konditionen nennt die Bank aber bisher nicht. Für Interes­senten gilt: Keine Eile beim Abschluss Der einsetzende Preiskampf zeigt: Die neue Alters­vorsorgemöglich­keit wird deutlich güns­tiger als das bisherige Riester-Modell. Das ist gut für Spare­rinnen und Sparer. Die Stiftung Warentest empfiehlt jedoch: keine Hektik! Auch wenn bereits attraktive Angebote vorgestellt werden, gibt es keinen Grund zur Eile. Die staatliche Förderung fürs gesamte Jahr 2027 gibt es auch noch im Dezember 2027 rück­wirkend. Sie haben daher genug Zeit, sich vor einem Abschluss umfassend zu informieren. Wir werden uns die Angebote im kommenden Jahr genauer anschauen. https://www.test.de/Altersvorsorgedepot-Preiskampf-der-Anbieter-Deka-ING-Smartbroker-6335719-0?wt_mc=owned.site.rssfeeds.dl...