Vorarlberg setzt sich für attraktive Polizei-Arbeitsplätze ein 14.8.2026 Martina Hämmerle | Land Vorarlberg Bund gefordert, entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen. Bregenz (VLK) – Die Vorarlberger Landesregierung setzt sich mit Nachdruck für die Attraktivierung des Polizeiberufs und eine nachhaltige Sicherung des Personalstands ein. „Wir arbeiten kontinuierlich daran, die Rahmenbedingungen für unsere Polizistinnen und Polizisten zu verbessern und den Personalstand im Land zu sichern“, betont Sicherheitslandesrat Markus Klien. Die Planungshoheit und das Budget für die Polizei lägen jedoch beim Bund in Wien. „Vorarlberg kann Impulse vor Ort setzen, aber zentrale Weichenstellungen müssen auf Bundesebene erfolgen“, so Klien. In enger Abstimmung mit der Landespolizeidirektion und der Exekutivgewerkschaft unterstützt das Land im Rahmen der Möglichkeiten sämtliche Maßnahmen, die Motivation und Arbeitszufriedenheit der Exekutivbediensteten stärken. „Nur wer gerne Polizistin oder Polizist ist, bleibt dem Beruf langfristig erhalten und empfiehlt ihn auch weiter“, unterstreicht Klien. Ein zentrales Anliegen der Landesregierung ist es daher, gemeinsam mit allen Partnern die Attraktivität des Polizeiberufs weiter zu erhöhen. Neues DienstzeitsystemVor diesem Hintergrund sieht Klien das derzeit in Vorarlberg erprobte neue Dienstzeitsystem (DZM) kritisch: „Nach ersten Erkenntnissen bringt das neue DZM keine Verbesserungen, sondern könnte im Gegenteil zu erheblichen Gehaltseinbußen führen.  Das wäre für mich nicht akzeptabel.“ Der Vorarlberger Landtag hat bereits im Vorfeld einstimmig beschlossen, dass sich die Landesregierung beim Bund dafür einsetzt, dass eine Einführung des neuen DZM unter keinen Umständen zu Verschlechterungen für die Polizistinnen und Polizisten in Vorarlberg führen darf. „Ich werde mich mit aller Konsequenz beim Innenminister dafür einsetzen, dass es zu keinen finanziellen oder dienstrechtlichen Verschlechterungen für unsere Exekutivbediensteten kommt“, so Klien. Personaloffensive Ein wichtiger Schritt zur Attraktivierung des Polizeiberufs ist die Sicherheitsvereinbarung zwischen Bund und Land, die im Mai erneuert wurde. Sie beinhaltet eine bedarfsgerechte Anpassung des Personalstands an die aktuellen Herausforderungen. Die Erfolge sind bereits sichtbar: Seit 2014 konnte die Zahl der Exekutivstellen in Vorarlberg von 865 auf 987 (Stichtag 1. April 2026) gesteigert werden. Für das Jahr 2026 sind weitere Neuaufnahmen geplant, in den nächsten Jahren folgen Arbeitsplätze für die Umsetzung der Kriminaldienstreform und im Rahmen der Reform des Staatsschutzes. Mit 1. September ist außerdem die Aufnahme von weiteren 60 Polizeischülerinnen und -schülern in Vorarlberg geplant. Dank verstärkter Aufnahmen wird der Bedarf an Unterstützung aus anderen Bundesländern in Vorarlberg schrittweise zurückgehen. Das Land Vorarlberg unterstützt die Rekrutierungsmaßnahmen durch aktive Öffentlichkeitsarbeit und im Zuge gemeinsamer, abgestimmter Kampagnen.  „Wir investieren in die Zukunft der Polizei und schaffen attraktive Perspektiven für den Berufseinstieg. Unser Ziel bleibt, den Personalstand in Vorarlberg nachhaltig aus eigenen Reihen zu sichern und weiter auszubauen“, erklärt Klien abschließend.  https://presse.vorarlberg.at/land/public/Vorarlberg-setzt-sich-f-r-attraktive-Polizei-Arbeitspl-tze-ein