Bundesregierung verfünffacht ihre Unterstützung für die Gedenkstätte Yad Vashem 7.7.2026 Pressemitteilung | Auswärtiges Amt Eine Sprecherin des Auswärtigen Amts teilte mit (07.07.2026): Die Bundesregierung verfünffacht ihre Unterstützung für die Gedenkarbeit von Yad Vashem in den nächsten Jahren. Damit werden Deutschland und Israel ihre besonderen Beziehungen noch weiter festigen. Die Bundesregierung erkennt die fortwährende Verantwortung des deutschen Volkes für die die Shoah und ihre Folgen an und würdigt die besondere Bedeutung der zentralen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem für das jüdische Volk. In Zeiten, in denen kaum noch Zeitzeugen vom Menschheitsverbrechen der Shoa berichten können, ist die Gedenkarbeit, die Yad Vashem und andere Gedenkstätten leisten, von unschätzbarem Wert. Als weltweites Dokumentationszentrum des Holocaust hält Yad Vashem dank seiner Bildungsprogramme und mithilfe moderner Technologien das Gedenken an den Holocaust aufrecht. Durch die heute von Außenminister Wadephul und dem israelischen Außenminister Saar unterzeichnete Vereinbarung wird die seit 2012 bestehende finanzielle Unterstützung für Yad Vashem bis zum Ende des Jahrzehnts von einer Million Euro auf insgesamt fünf Millionen Euro jährlich verfünffacht. Diese Mittel sind gerade jetzt und in den kommenden Jahren erforderlich, um die gewaltigen Bestände von Yad Vashem zu digitalisieren. Außerdem sollen dadurch stärkere europa- und weltweite Bildungsprogramme zur Aufklärung über den Holocaust ermöglicht werden, insbesondere für jüngere Zielgruppen. Außenminister Wadephul sagte dazu: "Yad Vashem trägt an entscheidender Stelle dafür Sorge, dass Zeitzeugenberichte und schriftliche Zeugnisse gefunden, gesichert, wissenschaftlich aufbereitet, nach modernsten Standards konserviert, digitalisiert und, auch online, einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Dazu beizutragen – und damit der grassierenden Relativierung und sogar Leugnung des Holocaust entschieden entgegen zu treten, bleibt meinem Land Aufgabe und Verpflichtung. Hintergrund: Die Bundesregierung hat heute der Unterzeichnung des Protokolls zur Änderung des Abkommens vom 10. Juni 2020 zwischen der Regierung des Bundesrepublik Deutschland und der Regierung des Staates Israel über die finanzielle Unterstützung von Yad Vashem, der Gedenkstätte für Holocaust und Heldentum, für Erforschung, Dokumentation, Pädagogik und Gedenken an den Holocaust zugestimmt. Außenminister Wadephul unterzeichnete das Protokoll während seiner Reise nach Israel gemeinsam mit seinem israelischen Amtskollegen Gideon Sa‘ar. https://www.auswaertiges-amt.de/de/newsroom/2777112-2777112