25 Jahre Kompetenzzentrum Nachwachsende Rohstoffe in Straubing – Ministerin Kaniber: „Nachhaltigkeit, Fortschritt und Wertschöpfung gehören zusammen“ 7.7.2026 | Bayerische Staatsregierung (7. Juli 2026) Straubing – Seit 25 Jahren steht das Kompetenzzentrum Nachwachsende Rohstoffe in Straubing für das, was Bayern stark macht: kluge Köpfe, praxisnahe Forschung, unternehmerischen Mut und den festen Willen, Zukunft anzupacken. Beim Jubiläumsfestakt im Straubinger Herzogschloss würdigte Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber das Kompetenzzentrum als eines der erfolgreichsten Wissenschafts- und Informationszentren Europas. „Straubing ist längst weit mehr als ein Standort. Straubing ist ein Versprechen: Hier wachsen Ideen, hier werden Innovationen erprobt, hier wird aus Forschung konkrete Anwendung. Nirgendwo sonst in Europa findet man diese Dichte an Kompetenz, Forschung, Information und Praxis rund um nachwachsende Rohstoffe wie hier“, betonte die Ministerin in ihrer Festrede. Das Kompetenzzentrum ruht auf drei starken Säulen: dem Technologie- und Förderzentrum im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe (TFZ), zudem C.A.R.M.E.N. e.V. und dem Campus Straubing der Technischen Universität München. Genau dieses Miteinander macht nach Worten der Ministerin den besonderen Geist des Standorts aus: „Hier arbeiten Forschung, Beratung, Förderung und Praxis nicht nebeneinanderher, sondern Hand in Hand. Das schafft echten Mehrwert – für nachwachsende Rohstoffe, für erneuerbare Energien und für eine Energie- und Rohstoffwende, die bei den Menschen und in den Regionen ankommt.“ Kaniber hob hervor, dass das Kompetenzzentrum in den vergangenen 25 Jahren eine enorme Innovations- und Anziehungskraft entwickelt habe. Wer in Straubing eine gute Idee mitbringe, finde ein Umfeld, in dem sie wachsen könne. Dazu trage auch das starke Umfeld im Hafen Straubing-Sand bei – mit Gründerzentren, Infrastruktur für Start-ups, Versuchsanlagen und einem Netzwerk, das Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis verbindet. „Was hier entstanden ist, gibt es in dieser Form kein zweites Mal. Straubing denkt weiter – und zwar nicht in Sonntagsreden, sondern in Werkstätten, Laboren, Versuchsanlagen und Unternehmen“, so Kaniber. Ein besonderer Gewinn für den Standort ist seit 2023 auch das sogenannte NAWAREUM. Das Museum veranschaulicht Themen wie Klimawandel, Nachhaltigkeit, nachwachsende Rohstoffe, erneuerbare Energien und Bioökonomie und setzt auf persönliches Erleben der Besucher. Kaniber nannte das NAWAREUM „eine wahre Perle des Wissenstransfers“. Mehr als 155.000 Besucherinnen und Besucher in diesem kurzen Zeitraum zeigten, eindrucksvoll, wie groß das Interesse ist: „Das NAWAREUM begeistert Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen. Es erklärt nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern lädt zum Entdecken ein. Genau so gewinnt man Menschen für Zukunftsthemen.“ Die Ministerin unterstrich zugleich die zentrale Bedeutung heimischer Biomasse aus Land- und Forstwirtschaft für Klimaschutz, Versorgungssicherheit und regionale Wertschöpfung. „Heimische Energie ist verlässlich verfügbar, braucht keine Tanker, keine Pipelines und keine Abhängigkeiten von Despoten. Jede Kilowattstunde erneuerbarer Energie aus Bayern macht uns unabhängiger, stärkt unsere Regionen und sichert Arbeitsplätze vor Ort“, betonte Kaniber. Nachwachsende Rohstoffe seien damit nicht nur ein Beitrag zur Energiewende, sondern auch ein Stück gelebte Heimatpolitik. Der Freistaat stärkt den Standort durch ein neues Prüfzentrum für elektrische Antriebe am TFZ. Damit baut das Technologie- und Förderzentrum seine bundesweite Führungsposition bei der herstellerunabhängigen Prüfung landwirtschaftlicher Maschinen weiter aus. Der Freistaat stellt dafür mehr als 2,1 Millionen Euro bereit. „Wir investieren hier nicht einfach in Technik. Wir investieren in die Zukunft unserer Landwirtschaft, in Innovationskraft und in die Wettbewerbsfähigkeit Bayerns“, so die Landwirtschaftsministerin. Zum Jubiläum dankte sie allen, die das Kompetenzzentrum in den vergangenen 25 Jahren aufgebaut, geprägt und weiterentwickelt haben: „Was in Straubing entstanden ist, ist eine bayerische Erfolgsgeschichte. Sie zeigt: Nachhaltigkeit, Fortschritt und Wertschöpfung gehören zusammen. Und sie zeigt vor allem: Wenn Menschen mit Leidenschaft, Können und Ausdauer zusammenarbeiten, dann kann aus einer guten Idee ein Leuchtturm für ganz Europa werden.“ Hintergrund-Informationen:• C.A.R.M.E.N. e.V.: hat 111 Mitglieder und bietet mit rund 50 Experten in verschiedenen Veranstaltungsformaten ein breites Informations- und Beratungsangebot zu erneuerbaren Energien, Nachwachsenden Rohstoffen sowie biobasierten Produkten und Prozessen. Ferner werden Gutachten, Studien und Analysen erstellt. • Technologie- und Förderzentrum (TFZ): ist eine nachgeordnete Behörde des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus. 110 Beschäftigte arbeiten im Bereich der Nachwachsenden Rohstoffe aus Land- und Forstwirtschaft, um mit angewandter Forschung, Technologie- und Wissenstransfer die Energie- und Rohstoffwende voranzutreiben. Dass innovative Museum NAWAREUM ergänzt und erweitert das Angebot des TFZ. • TUM Campus Straubing: vier Schwerpunkte (Chemie und Biotechnologie, Ingenieurswissenschaften, Materialwissenschaften, Economics und Management) mit 25 Professuren und Lehrstühlen sowie neun Studiengängen für 1.300 Studierende. https://www.bayern.de/25-jahre-kompetenzzentrum-nachwachsende-rohstoffe-in-straubing-ministerin-kaniber-nachhaltigkeit-fortschritt-und-wertschoepfung-gehoeren-zusammen