Nachhaltigkeitspreis und zweiter Platz beim 5-Euro-Business-Wettbewerb 12.6.2026 | Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg FAU-Team entwickelt Zungenschaber aus Ahornholz. Sie freuen sich über ein Preisgeld in Höhe von 900 Euro: Ben Försch, Paul Lein, Hannes Retter. Die drei FAU-Studenten konnten mit ihrem Startup „MapleScrape“ und ihrem Konzept eines Zungenschabers aus Ahornholz die Jury des 5-Euro-Business-Wettbewerbs überzeugen. Sie gewannen unter sieben Teams den zweiten Platz und den Nachhaltigkeitspreis. Sie alle studieren Wirtschaftsingenieurwesen im dritten Semester. Wie haben Ihnen die Studieninhalte beim 5-Euro-Business-Wettbewerb geholfen? In unserem Studium haben wir wirtschaftliche und technische Kenntnisse erlernt. Nur durch diese Kombination konnten wir die Idee von unserem Zungenschaber so erfolgreich umsetzen. Durch Module wie BWL für Ingenieure und Marketing hatten wir bereits ein Grundverständnis für Themen wie Preispolitik, Absatzkanäle und Unternehmensführung. Module über die Grundlagen der Produktentwicklung oder technische Darstellungslehre haben auch geholfen. Generell können wir Wirtschaftsingenieurwesen allen empfehlen, die sich wichtige Kompetenzen für die Selbstständigkeit aneignen wollen. Beim 5-Euro-Business-Wettbewerb stehen Kreativität, Unternehmergeist und innovative Konzepte im Mittelpunkt. Was war der initiale Gedanke hinter dem ökologischen Zungenschaber aus Ahornholz? Wir alle haben bereits Zungenschaber aus Kunststoff genutzt. Dieser hat allerdings große Nachteile, z.B. die Aufnahme von Mikroplastik und die schlechte Ökobilanz. Außerdem konnten wir uns nicht mit dem Schlingen-Design anfreunden. Aus dieser Problemstellung ist uns die Idee für den ersten Zungenschaber aus Ahornholz gekommen – ohne Mikroplastik, ergonomisch und nachhaltig. Die größten Schwierigkeiten hatten wir bei der Entwicklung der Idee, deshalb möchten wir alle dazu ermutigen, nicht überschnell aufzugeben, wenn es gerade nicht wie gewünscht läuft. Wie haben Sie sich im Team aufgeteilt? Ben Försch ist für die Bereiche Forschung, Entwicklung und Buchhaltung zuständig. Er hat auch die Modellierung in CAD übernommen. In seiner Rolle als Geschäftsführers pflegt Paul Lein den Kontakt mit Produzenten und Lieferanten sowie die gesamte Beschaffungs- und Abwicklungsseite. Hannes Retter füllt die Abteilung Marketing und Kommunikation aus, zudem hat er ein Markenimage entwickelt und einen Onlineshop gestartet. Ihr Team erhielt auch den Nachhaltigkeitspreis des 5-Euro-Business-Wettbewerbs. Die Jury lobt unter anderem den konsequenten Einsatz regionaler Materialien. Was zeichnet MapleScrape darüber hinaus aus? MapleScrape ist ein regionales Produkt in Zusammenarbeit mit unserem Produktionspartner, der Kurt Hüttinger GmbH & Co. KG aus Schwaig. Ein zentraler Punkt ist, dass MapleScrape eine mikroplastikfreie und damit gesündere Alternative zu herkömmlichen Zungenschabern darstellt. Besonders wichtig war uns, trotz dieser Anforderungen keine Abstriche bei Qualität und Design zu machen. Außerdem haben wir für jeden verkauften Zungenschaber einen Baum pflanzen lassen. ⛶ Zungenschaber aus Ahorn. (Bild: Maplescrape) Wie geht es jetzt weiter? Aktuell entwickeln wir ein Konzept, um MapleScrape am herkömmlichen Markt, abseits von E-Commerce, zu vertreiben. Unser Fokus liegt auf der Optimierung des Designs und der Entwicklung eines Herstellungsprozesses, der wirtschaftlich ist. Darüber hinaus stecken wir gerade ab, wie wir uns zukünftig als Marke positionieren wollen. Kontakt: Christoph HeynenS-OUTREACH – Outreach Support / AG Wissens- und Technologietransfer (Auftragsforschung)christoph.heynen@fau.de https://www.fau.de/2026/06/news/nachhaltigkeitspreis-und-zweiter-platz-beim-5-euro-business-wettbewerb