Asiatische Tigermücke: Wachsam bleiben und Ausbreitung eindämmen 10.6.2026 | Land Tirol Gebietsfremde Tigermücke seit 2022 in ganz Österreich nachgewiesen. Bereits kleinste Wasseransammlungen können als Brutstätten dienen Mit einfachen Maßnahmen zur Eindämmung der Tigermücke beitragen Weitere Informationen auf der Webseite der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) Mit den steigenden Temperaturen beginnt auch die Zeit der Asiatischen Tigermücke: Die invasive Stechmückenart hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend in Österreich ausgebreitet und wurde mittlerweile in allen Bundesländern nachgewiesen. Um ihre weitere Verbreitung einzudämmen, können einfache vorbeugende Maßnahmen im privaten Umfeld besonders wirksam sein. Tigermücken nutzen bereits kleinste Wasseransammlungen als Brutstätten – regelmäßige Kontrollen rund um Haus, Garten und Balkon helfen, ihre Ausbreitung zu verlangsamen und mögliche Gesundheitsrisiken zu reduzieren. Kleine Maßnahmen, große Wirkung „Die Eindämmung der Asiatischen Tigermücke gelingt nur gemeinsam. Jede Wasseransammlung, die wir beseitigen oder entleeren, kann verhindern, dass die Mücken ihre Eier ablegen. Mit wenigen Handgriffen im eigenen Garten und auf der Terrasse lässt sich viel bewirken“, betont Gesundheitsdirektorin Theresa Geley. Die Asiatische Tigermücke stammt ursprünglich aus Südostasien und gilt als besonders anpassungsfähig. Anders als heimische Stechmücken ist sie vorwiegend tagsüber aktiv und kann sich bereits in kleinen Wasseransammlungen, wie zum Beispiel Regentonnen, Blumentopfuntersetzern oder Gießkannen, vermehren. Begünstigt wird die Ausbreitung der Tigermücke unter anderem durch städtische Wärmeinsel-Effekte und künstliche Bewässerung. Diese erhöhen den Bruterfolg und das Überleben der Tigermücke. Risiko in Tirol derzeit gering Asiatische Tigermücken sind mögliche Überträger von über 20 verschiedenen Krankheitserregern. Viele davon, wie beispielsweise Dengue-, Zika- oder Chikungunya-Viren, können von heimischen Stechmückenarten nicht übertragen werden. Geley klärt auf: „Auch wenn das Risiko einer Übertragung von Krankheiten in Tirol derzeit gering ist, nehmen wir die Ausbreitung der Tigermücke sehr ernst. Ein frühzeitiges Monitoring und die Mithilfe der Bevölkerung sind wesentlich, um neue Vorkommen, eine weitere Ausbreitung der Tigermücke und damit verbundene Gesundheitsrisiken rechtzeitig zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zu setzen. Es ist wichtig, Stiche zu vermeiden. Helle, langärmelige Kleidung, Insektenschutzmittel sowie Insektenschutzgitter an Fenstern und Türen bieten effektiven Schutz.“ AGES-Monitoring und Meldungen per App Die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) überwacht die Ausbreitung der Asiatischen Tigermücke im Rahmen eines österreichweiten Gelsenmonitorings. Ergänzend dazu kann auch die Bevölkerung mithelfen: Verdächtige Funde sollen über die kostenlose App „Mosquito Alert“ gemeldet werden. Die hochgeladenen Fotos werden von ExpertInnen geprüft und leisten einen wichtigen Beitrag zur Überwachung der Verbreitung. Über die App können neben der Asiatischen Tigermücke auch weitere gebietsfremde Gelsenarten gemeldet werden, darunter die Japanische und Koreanische Buschmücke. Auch Meldungen der in Österreich bislang nicht nachgewiesenen Gelbfiebermücke sowie der heimischen Gemeinen Stechmücke sind möglich. Letztere gilt unter den heimischen Arten als größte Überträgerin von Krankheitserregern wie dem West-Nil-Virus. Bestätigte Fundorte werden auf einer öffentlich zugänglichen Karte dargestellt. Die Asiatische Tigermücke ist an ihren schwarz-weißen Streifen auf Beinen und Körper sowie an einem markanten weißen Längsstreifen auf dem Rücken erkennbar. Sie ist kleiner als eine 1-Cent-Münze und fällt insbesondere durch ihre tagaktive Lebensweise auf.   Factbox: Einfache Maßnahmen, um Brutstätten zu beseitigen Um Brutstätten von Tigermücken zu vermeiden, sollten Wasseransammlungen regelmäßig kontrolliert und beseitigt werden. Besonders nach Regenfällen ist Vorsicht geboten. Folgende Maßnahmen helfen dabei: Regelmäßig entleeren: Blumentopfuntersetzer, Gießkannen, Vogeltränken oder Regentonnen mindestens einmal pro Woche leeren oder abdecken. Kleinstwasserstellen vermeiden: Schirmständer, Zaunrohre oder ähnliche Hohlräume abdecken oder mit Sand füllen. Dachrinnen reinigen: Verstopfte Dachrinnen und Abläufe von Schmutz befreien. https://www.tirol.gv.at/presse/meldungen/meldung/asiatische-tigermuecke-wachsam-bleiben-und-ausbreitung-eindaemmen