Gerlach: Telemedizin stärkt Notfallversorgung von Neugeborenen in Bayern – Betrieb des Tele-Neugeborenen-Notarzt-Dienstes gestartet 4.6.2026 | Bayerische Staatsregierung In Bayern gibt es seit Anfang Juni für Neugeborene einen telemedizinischen Notarztdienst. Darauf hat Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach am Donnerstag hingewiesen. Die Ministerin betonte: „Mit dem neuen Angebot können wir die Notfallversorgung von Neugeborenen in ganz Bayern spürbar verbessern. Denn jetzt können spezialisierte Intensivmediziner mit ihrem Team Geburtskliniken in kritischen Situationen rund um die Uhr unmittelbar unterstützen. Das ist ein echter Fortschritt!“ Gerlach erläuterte: „In der Neugeborenen-Medizin zählt jede Minute. Dass es gelungen ist, dieses hochinnovative Netzwerk innerhalb von ein paar Monaten aufzubauen und nun den Betrieb zu starten, zeigt, wie leistungsfähig die digitale Gesundheitsversorgung in Bayern ist. Davon profitieren insbesondere Familien in ländlichen Regionen. Wir fördern dieses bundesweit einzigartige Projekt mit rund 658.000 Euro.“ Der Aufbau des Tele-Neugeborenen-Notarztdienstes (TeleNNAD) hatte im Oktober vergangenen Jahres, gefördert durch das Bayerische Gesundheitsministerium und Sternstunden e.V., begonnen und konnte nun plangemäß umgesetzt werden. Er ist Teil der „virtuellen Kinderklinik“ Bayerns, die im Jahr 2024 eingerichtet wurde, um mit Hilfe eines Belegungsmanagements freie Kapazitäten in der Pädiatrie besser zu erfassen. Mit Start am 1. Oktober 2025 erfolgte die Erweiterung der „virtuellen Kinderklinik“ um den Fachbereich der Neonatologie – ein Bereich, der sich mit der Neugeborenenmedizin und Neugeborenenvorsorge befasst. Mit dem Tele-Neugeborenen-Notarztdienst wurde nun an der Kinderklinik in Passau unter der Projektleitung des Ärztlichen Direktors Prof. Dr. Matthias Keller ein zentrales Koordinierungszentrum für telemedizinische Angebote für Neugeborene eingerichtet. Ziel ist es, in geburtshilflichen Notfällen unverzüglich erfahrene Neonatologinnen und Neonatologen zuzuschalten, um schwerwiegende Komplikationen, Todesfälle und bleibende Schäden bei Neugeborenen möglichst zu vermeiden. Bayernweit nehmen insgesamt neun regionale Versorgungszentren als hochspezialisierte Zentren für Neugeborenenmedizin sowie über 21 Geburtskliniken an dem Netzwerk teil. Gerlach unterstrich: „Kinder sind keine kleinen Erwachsenen: Sie benötigen eine speziell auf ihr Alter abgestimmte medizinische Expertise. Wir legen in Bayern daher ein besonderes Augenmerk darauf, eine hervorragende ambulante und stationäre medizinische Versorgung unserer jüngsten Bevölkerungsgruppe sicherzustellen. Mit über 40 Kinderkliniken und Kliniken mit pädiatrischer Fachabteilung ist das stationäre Behandlungsspektrum in Bayern aktuell bestens aufgestellt.“ Pressemitteilung auf der Seite des Herausgebers https://www.bayern.de/gerlach-telemedizin-staerkt-notfallversorgung-von-neugeborenen-in-bayern-betrieb-des-tele-neugeborenen-notarzt-dienstes-gestartet