Zweimal Top-10 bei der WM

Datum18.10.2026
SubjektÖsterreichisches Olympisches Comité
RegionRakousko
KategorieSport

Österreichs Bahnrad-Asse zeigen bei den Weltmeisterschaften in Shanghai starke Leistungen. Raphael Kokas sorgte mit Platz sieben im Scratch für einen gelungenen Auftakt, Heimo Fugger fuhr bei seinem Elite-WM-Debüt im Punkterennen auf Rang zehn. Tim Wafler meldete sich nach einem schwierigen Jahr mit Platz 13 im Omnium auf der internationalen Bühne zurück.

Den Anfang machte am Donnerstag Raphael Kokas. Der 21-jährige Wiener belegte im Scratch den siebten Platz und übertraf damit sein bisher bestes WM-Ergebnis, Rang zehn im Ausscheidungsrennen 2023 in Glasgow. Den Sieg sicherte sich der Brite Matthew Bostock vor Tom Sexton (NZL) und Lindsay De Vylder (BEL).

„Es war ein sehr gutes Rennen und ich bin sehr zufrieden. Ich wollte in die Top acht kommen und habe mein Ziel erfüllt. Vielleicht wäre sogar noch ein wenig mehr drinnen gewesen, weil ich ja nicht weit weg von Platz vier war“, erklärte Kokas. Mit dem gelungenen Auftakt wollte er auch seinen Teamkollegen Rückenwind für die weiteren Bewerbe geben.

Fugger überzeugt bei Elite-Debüt

Am Freitag sorgte Heimo Fugger für das nächste rot-weiß-rote Top-Ergebnis. Der erst 18-jährige Kärntner belegte bei seinem ersten WM-Auftritt in der Elite im Punkterennen den zehnten Platz. Gold ging an den Briten Mark Stewart vor Benjamin Thomas (FRA) und Carlos Salgueiro (POR).

„Die Top-10 waren das Ziel und wenn ich ein bis zwei kleinere Dinge anders gemacht hätte, dann wäre sogar ein wenig mehr möglich gewesen. Es konnte sich aber sehen lassen“, freute sich Fugger. Der Kärntner zeigte ein aktives Rennen und versuchte mehrfach, einen Rundengewinn herauszufahren.

Nach EM-Gold bei den Junioren 2024 sowie U23-EM-Gold im Madison und Silber im Ausscheidungsfahren in diesem Jahr bestätigte Fugger damit auch in der Elite sein Potenzial. „Es war ein wenig ungewiss vor dem Debüt, aber das Rennen hat mir gezeigt, dass ich mitfahren kann.“

Wafler meldet sich zurück

Für Tim Wafler stand am Samstag das erste große Rennen seit der vergangenen Weltmeisterschaft auf dem Programm. Eine Infektion hatte den Wiener in diesem Jahr sowohl die Europameisterschaften als auch die Weltcups gekostet, bei der Österreich-Rundfahrt kam ein Sturz hinzu. Rechtzeitig zur Bahn-WM kämpfte sich der 24-Jährige zurück und belegte im Omnium den 13. Platz.

Ganz zufrieden war Wafler mit seinem Abschneiden allerdings nicht. Vor allem Fehler im Scratch und im abschließenden Punkterennen verhinderten eine bessere Platzierung. „Es waren fast Anfängerfehler, die ich gemacht habe im Scratch und im Punktrennen. Der Rest war okay, aber so kannst du deine Ziele auch einfach nicht erreichen. Ich wollte in der Olympischen Disziplin Omnium in die Top-12 kommen.“

Positiv bewertete er hingegen seine Rückkehr auf die internationale Bühne: „Es war mein erstes großes Rennen seit Chile. Ich konnte zeigen, dass ich wieder angekommen bin, wenn auch noch nicht in der oberen Weltspitze, wo ich mich vor zwei Jahren schon gesehen habe.“

Am Sonntag, dem Schlusstag der Weltmeisterschaften, steht Wafler bei seiner fünften WM-Teilnahme noch im Ausscheidungsrennen (Elimination) am Start. Heimo Fugger und Maximilian Schmidbauer bestreiten für Österreich das Zweiermannschaftsfahren (Madison).


https://www.olympia.at/main.asp?NID=46441&kat1=87&kat2=538