Bundesrat Cassis trifft in Eriwan den armenischen Premierminister Paschinjan und den Aussenminister Mirsojan

Datum15.10.2026
SubjektEidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA
Kontakt<address><strong>Kommunikation EDA </strong><br><span>Bundeshaus West</span><br><span>3003 Bern</span><br>+41 58 460 55 55<br>[email protected]</address>
RegionŠvýcarsko
KategoriePolitika, Státní správa a samospráva, Mezinárodní organizace

Eriwan, 15.10.2026 — Bundesrat Ignazio Cassis reiste am 15. Oktober 2026 nach Eriwan, wo er den armenischen Premierminister Nikol Paschinjan und Aussenminister Ararat Mirsojan traf. Im Zentrum der Gespräche standen die Aussichten auf Frieden zwischen Armenien und Aserbaidschan, die Stärkung der bilateralen Beziehungen und die sicherheitspolitischen Herausforderungen in Europa. In seiner Funktion als amtierender OSZE-Vorsitzender betonte der EDA-Vorsteher, wie wichtig der Dialog für die Konsolidierung von Frieden und Stabilität in der Region ist.

Der Friedensprozess zwischen Armenien und Aserbaidschan stand im Zentrum der Gespräche von Bundesrat Ignazio Cassis mit Premierminister Nikol Paschinjan und Aussenminister Ararat Mirsojan. Die Schweiz begrüsst die Fortschritte, die seit der Paraphierung des Friedensabkommens im Jahr 2025 erzielt wurden und die für den gesamten Südkaukasus eine historische Perspektive eröffnen. Eine dauerhafte Normalisierung der Beziehungen könnte zudem den wirtschaftlichen Austausch fördern, die Verhältnisse in der Region verbessern und neue Chancen für Entwicklung und Wohlstand schaffen.

Bei den Gesprächen ging es ausserdem um eine Bestandsaufnahme der bilateralen Beziehungen zwischen der Schweiz und Armenien, die beide Länder vertiefen möchten. Der dynamische armenische Technologiesektor, Projekte zur regionalen Vernetzung und die laufenden Reformen bieten neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit in den Bereichen Handel, Innovation und nachhaltige Entwicklung. Die Schweiz setzt in Armenien ihren Einsatz für die wirtschaftliche Entwicklung und die Stärkung der demokratischen Institutionen fort. Die Gespräche umfassten auch das Schweizer Kooperationsprogramm für den Südkaukasus für den Zeitraum 2026–2029. Nach dessen Abschluss wird sich die Entwicklungszusammenarbeit zu einer Partnerschaft entwickeln, die stärker ausgerichtet ist auf den wirtschaftlichen Austausch und die neuen Möglichkeiten, die sich aus der Dynamik der armenischen Wirtschaft ergeben.

Beide Parteien bekräftigten ausserdem ihren Einsatz für den Multilateralismus. Nach dem Gipfeltreffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft (EPG) im Mai 2026 in Eriwan wird die Schweiz im April 2027 ihrerseits die europäischen Staats- und Regierungschefs empfangen. Die beiden Aussenminister erörterten weitere Möglichkeiten zur Stärkung ihrer Zusammenarbeit in internationalen Gremien, namentlich im internationalen Genf.

In seiner Funktion als amtierender OSZE-Vorsitzender ging Ignazio Cassis auch auf die sicherheitspolitischen Herausforderungen ein, mit denen Europa konfrontiert ist. Vor dem Hintergrund von Spannungen und Vertrauensverlust verwies er auf die wichtige Rolle der Organisation, die alle Akteure der europäischen Sicherheitspolitik an einen Tisch bringt, selbst wenn ihre Positionen tiefgreifend auseinandergehen. Die OSZE trägt dazu bei, Konflikte zu verhindern und die Suche nach gemeinsamen Lösungen zu fördern. «In schwierigen Zeiten ist der Dialog kein Zeichen von Schwäche. Er ist unverzichtbar, um Spannungen abzubauen, Vertrauen wiederherzustellen und Lösungen zu finden», betonte Bundesrat Cassis.

Bilaterale Beziehungen Schweiz–Armenien



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