| Datum | 6.10.2026 |
| Subjekt | Institut für Höhere Studien |
| Region | Rakousko |
| Kategorie | Ekonomika, Zdravotnictví a nemocnice, Věda a výzkum |
Der Brustkrebsmonat Oktober rückt ein Thema ins öffentliche Bewusstsein, das viele Menschen direkt oder indirekt betrifft.
Ein vermiedener Rückfall lässt sich nicht allein in medizinischen Kennzahlen ausdrücken. Für Patientinnen geht es um Lebenszeit und Lebensqualität, um Familie, Alltag und Beruf. Gleichzeitig hat eine Erkrankung Folgen für das Gesundheitswesen und die Gesellschaft. Hier setzt gesundheitsökonomische Forschung an.
Unsere Studie* hat 1.340 Patientinnen mit HR+/HER2−Brustkrebs im Stadium II oder III, die 2022 in Österreich den untersuchten Behandlungskriterien entsprachen, untersucht. Die konkreten Ergebnisse: Über einen Zeitraum von 30 Jahren könnten durch entsprechende Therapien rund 200 Rückfälle und 1.000 Krankheitsjahre mit metastasiertem Brustkrebs vermieden werden. Die modellierten gesellschaftlichen Folgekosten würden dadurch um 43 bis 52 Millionen Euro sinken.
Solche Analysen helfen, den Nutzen von Therapien über ihre medizinische Wirkung hinaus einzuordnen und Investitionen auch ökonomisch nachvollziehbar zu machen. Damit liefert Gesundheitsökonomie wichtige Evidenz für den gesundheitspolitischen Diskurs, ohne aus dem Blick zu verlieren, worum es im Kern geht: um Lebenszeit und Lebensqualität.
*Die Studie „Reducing breast cancer recurrences with CDK4/6 inhibitor treatment of HR-positive, HER2-negative early stage breast cancer from a societal perspective“ wurde gemeinsam mit Gabriel Rinnerthaler, Onkologe mit Schwerpunkt Brustkrebs an der Universitätsklinik Graz und der Unterstützung von Novartis Österreich durchgeführt.
Stephanie Reitzinger
IHS Researcher
Gesundheitssysteme und Gesundheitspolitik
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