Bundesministerin Plakolm: "Nächster wichtiger Schritt für mehr Kinderschutz".
Auf Initiative des Bundeskanzleramtes können Organisationen und Unternehmen ihre Kinderschutzkonzepte ab sofort mit dem Gütesiegel Kinderschutz zertifizieren lassen. Das Gütesiegel wird an Unternehmen und Organisationen vergeben, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten und diesen dabei ein sicheres und förderndes Umfeld bieten wollen.
Einrichtungen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten und deshalb bereits ein Kinderschutzkonzept erstellt haben, können dieses nun durch die Qualitätssicherungsstelle für Kinderschutzkonzepte überprüfen und zertifizieren lassen. Eine erfolgreiche Auditierung berechtigt sie zum Führen des "Gütesiegels Kinderschutz" und macht damit das Engagement der jeweiligen Einrichtung für das Wohlergehen von Kindern und Jugendlichen in ihrer Einrichtung sichtbar.
"Das Gütesiegel Kinderschutz soll vor allem auch für Eltern ein Qualitätsmerkmal werden und für Vereine und Organisationen ein sichtbares Zeichen, dass sie sich mit Kinderschutz und Prävention besonders gut auseinandergesetzt haben. Kinderschutz ist mir ein irrsinnig großes Anliegen. Nach den Strafverschärfungen im Vorjahr, der Kinderschutzkampagne und der Safer-Internet-Fachstelle für digitalen Kinderschutz setzen wir heute den nächsten wichtigen Schritt in diesem Bereich", sagte Familienministerin Claudia Plakolm.
"Das Gütesiegel steht Einrichtungen aller Branchen offen. Es kann sich um einen Sportverein, ein Sommerlager, eine Theatergruppe oder um eine Gesundheits- oder Beratungseinrichtung für Kinder handeln. Voraussetzung ist das Vorliegen eines Kinderschutzkonzeptes", so Mag. Waltraud Gugerbauer, Geschäftsführerin von ECPAT Österreich, und Dunja Gharwal, Leiterin der Fachstelle Qualitätssicherung für Kinderschutzkonzepte. Das Gütesiegel biete Eltern Sicherheit, dass die Einrichtung, die Kindern ein Angebot stellt, sich umfassend mit dem Thema Kinderschutz auseinandergesetzt habe. "Kinder selbst profitieren durch speziell geschultes Personal und klare Strukturen im Beschwerdefall", so Gugerbauer und Gharwal.
Die Qualitätssicherungsstelle für Kinderschutzkonzepte ist ein gemeinsames Projekt des Bundesverbandes der Österreichischen Kinderschutzzentren (www.oe-kinderschutzzentren.at) und von ECPAT Österreich, der Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der Rechte der Kinder vor sexueller Ausbeutung (www.ecpat.at). Kinderschutzkonzepte dienen dazu, in einer Einrichtung klare Strukturen, Maßnahmen und Verantwortlichkeiten zum Schutz der Kinder vor psychischer, physischer oder sexueller Gewalt sowie von Grenzverletzungen zu schaffen. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag, um kompetent auf vermutete oder erwiesene Kindeswohlgefährdungen reagieren zu können und damit Kinder und Jugendliche in öffentlichen oder privaten Einrichtungen zu schützen.
Alle Infos unter: www.qs-kinderschutzkonzepte.at