Der Automobilclub prüft jedes Jahr Reifen verschiedener Dimensionen für Schnee und Eis. Lesen Sie hier die Zusammenfassung der Ergebnisse.
Im aktuellen Winterreifen-Test des ADAC rollten je 16 Pneus. Für Kleinwagen mit der Reifengröße 185/65 R15 fand der Automobilklub nur zwei Gute, bei drei Mangelhaften. Die Preise für diese Kleinwagenreifen liegen zwischen 46 und 80 Euro das Stück. Bei den Reifen für Mittelklasse-Autos (Dimension 225/50 R17) waren es vier Gute und sogar sechs Mangelhafte – trotz teils stolzen Preisen von 61 bis 165 Euro.
Winterreifen haben es schwerer als Sommerreifen, weil sie trockene, nasse und schneeglatte Fahrbahnen erleben. Bei den 185er Reifen für Kleinwagen wie den Audi A1, Fiat 500e, Renault Clio oder den VW Polo scheitern einige an dieser Vielfalt. Ein Drittel zeigte Schwächen auf trockener Straße. Sie können teils weniger als 30 000 Kilometer gefahren werden – was bei Winterreifen aber relativ ist, weil viele nur 5 000 Kilometer von Oktober bis Ostern fahren und die Reifen so trotzdem lange genutzt werden.
Die 16 Reifen im ADAC-Test der Reifengröße 225/50 R17 spreizen sich von „Finger weg!“ bis fahrsicher. Sie passen für Mittelklassefahrzeuge wie den Audi A4, die 3er-Reihe von BMW oder die C-Klasse von Mercedes. Sie sind deutlich teurer als die für Kleinwagen.
In seiner vorjährigen Auflage des Winterreifen-Tests untersuchte der ADAC 31 Reifen der etwas sportlicheren Dimension 225/40 R18 – also etwas flacher und dafür mit größeren Felgen (18 statt 17 Zoll wie 2026). Der Club prüfte auch viele günstige Modelle – von etwa 60 bis 100 Euro pro Reifen. Deren Ergebnisse waren jedoch teils miserabel. Elf der 14 Budget-Reifen zeigen bei mindestens einer Fahraufgabe so schlechte Leistungen, dass sie den mangelhaften Bereich des Testfeldes bilden, ein weiterer war ausreichend, so der ADAC-Winterreifen-Test 2025. Die Reifen passen zum Beispiel für VW Golf, Audi A3 oder Opel Astra.
Aber es gab 2025 auch gute Pneus. Knapp vorne lag der Goodyear UltraGrip Performance 3. Er war vor allem wegen seiner enormen Laufleistung von über 76 000 Kilometern der Beste in der Umweltbilanz. In der Fahrsicherheit bildete er zusammen mit dem Michelin Pilot Alpin 5 die Spitze. Der Michelin läuft etwa 67 000 Kilometer weit. Die beiden kamen zum Beispiel auf nasser Fahrbahn aus 80 Stundenkilometern innerhalb von 31,7 und 32,2 Metern zum Stillstand. Mittelmäßige Reifen brauchten hier eher 35, schlechte gar 40 Meter und mehr.
Die besten Modelle im Test kosteten etwa 130 bis 140 Euro. Die Preise schwanken je nach Händler, Region und Kaufzeit. Auf den Plätzen drei und vier folgen der Bridgestone Blizzak 6 sowie der Dunlop Winter Sport 5. Ihre prognostizierte Laufleistung liegt um die 60 000 Kilometer.
Das dürfte für die meisten Fälle reichen, denn selbst wenn sie jeden Winter 10 000 km rollen, halten sie so sechs Jahre durch. Und ab sechs Jahren büßen Winterreifen einen Teil ihrer Eigenschaften ein, so der ADAC. Älter als acht Jahre alt sollten die Kälte-Pneus nicht sein.
Etwas günstiger mit knapp 110 Euro und gerade noch gut ist der Hankook Winter i*cept evo3. Er punktet mit einer hohen Laufleistung von gut 72 000 km, rollt aber recht laut. Bei trockener und nasser Straße bremst er gut, auf winterlicher Fahrbahn jedoch nur Befriedigend. Diese befriedigende Fahrsicherheit hat er mit elf weiteren Modellen gemeinsam – wobei die besseren Befriedigenden eine ganze Note besser sind als die schlechteren. Das kann beim nassen 80-km/h-Bremsweg schon mal zwei Meter Unterschied ausmachen.
Von den 14 Modellen, die der ADAC als günstige Budget-Reifen einstuft, schaffen immerhin drei ein Befriedigend. Der Momo W-20 North Pole, der Ceat Winterdrive und der Matador MP93 Nordicca. Ihre Preise liegen bei etwa 90 Euro.
Darunter schneidet der Momo mit einer Gesamtnote von 2,7 am Besten ab, ist aber schwer. Der Ceat schwächelt auf trockener und nasser Straße (Noten 3,0 und 2,9), der Matador ebenfalls (Noten 3,2 und 3,0). Solche etwas schlechteren Noten wirken sich zum Beispiel beim Aquaplaning auf nassen Straßen negativ aus.
Schon in diesem Test aus dem Jahr 2025 schnitt fast die Hälfte der Winterreifen, 15 von 31, ausreichend oder mangelhaft ab. Mal hapert es auf trockener, mal auf nasser, mal auf winterlicher Straße, mal überall. Ihr Stückpreis reicht von 56 bis 110 Euro. Es sind also nicht nur die günstigen Reifen schlecht. Jedenfalls empfiehlt der ADAC, das Geld für ein gutes Modell zu investieren. Winterreifen sind nicht das optimale Sparobjekt.
Wer Autoreifen zum Wechseln transportiert und sie wegen Platzmangel bei umgelegter Rückbank lagert, fährt gefährlich. Das zeigt ein ADAC-Crashtest: Beim Aufprall mit Tempo 50 schossen die Reifen nach vorn, schlugen in die Vordersitze und rissen die Kopfstütze ab. Die Verletzungsgefahr ist laut ADAC enorm.
Der Automobil-Club rät: Reifen nur im geschlossenen Kofferraum transportieren und mit Zurrgurten oder einem Sicherungsnetz für Reifen fixieren. Passen nicht alle Reifen hinein, kann einer im Fußraum hinter dem Beifahrersitz lagern. Transportiert man Reifen im Kofferraum – etwa zum Wechsel in die Werkstatt – sollte niemand auf der Rückbank sitzen.
Bei den 215 Millimeter breiten Reifen für kompakte Stadt-Geländewagen (SUV) brillierte der Goodyear UltraGrip Performance 3 für allerdings stolze 185 Euro. Er bremst und fährt sich gut. Und liegt vorn bei der Umweltnote, weil er mit 8,8 Kilogramm der leichteste Reifen dieser Größe im Test ist und trotzdem eine hohe Laufleistung von prognostizierten 57 500 Kilometern aufweist. Knapp dahinter folgt der Dunlop Winter Sport 5. Er fährt genauso sicher wie der Goodyear, rollt mit 54 300 Kilometern ähnlich weit, wiegt aber mehr und zeigt mehr Abrieb. Das verschlechtert die Umweltnote. Mit 162 Euro ist er aber billiger als die Nummer eins von Goodyear. Dahinter folgt der Vredestein Wintrac Pro für 158 Euro mit einer guten Fahrsicherheit aber einer schlechteren Laufleistung (41 500 km).
Ein regelrechtes Preis-Leistungs-Schnäppchen spurtet nicht durchs Testfeld. Der Hankook Winter i*cept RS3 für 147 Euro ist zwar eher günstig, zeigt eine gute Umweltbilanz und eine ordentliche Laufleistung von 49 300 Kilometern, erzielt in der Fahrsicherheit aber nur ein Befriedigend: Von 80 km/h auf null auf nassem Asphalt braucht er 36,5 Meter, der 215er-Testsieger Goodyear nur 34,7 Meter. Der Semperit Speed-Grip 5 kommt auf dieselbe Gesamtnote (Befriedigend) wie der Hankook und kostet 149 Euro.
Die Testergebnisse der drei Letztplatzierten bezeichnet der ADAC als „erschreckend“. Billigheimer Triangle WinterX TW401 (64 Euro) bremst mangelhaft. Ebenso der Davanti Wintoura + (100 Euro). Mit beiden Reifen braucht ein Auto über sieben Meter mehr als mit den Testsiegern, um von 80 km/h zum Stehen zu kommen. Der Kenda Wintergen 2 KR501 für 114 Euro bremst gerade noch ausreichend, bringt mit 12,4 Kilogramm am meisten Gewicht auf die Waage und hat deshalb eine mangelhafte Umweltbilanz.
2024 prüfte der ADAC etwas breitere Reifen als die für Kleinwagen des Jahres 2026, Reifen der Größe 205/60 R16 H für Kompaktwagen. Der Continental WinterContact TS 870 kostet in 205 Millimeter Breite 128 Euro und zeigte die beste Fahrsicherheit im Test. Dazu gehören nicht nur kurzer Bremsweg, sondern auch gute Kurvenführung, Verhalten auf Schnee oder wenig Aquaplaning in nassen Fahrrillen. Seine Laufleistung bewegt sich mit 43 800 Kilometern im mittleren Bereich. Dahinter folgten mit immer noch guten Fahrsicherheitswerten der Goodyear UltraGrip Performance 3 (126 Euro) sowie der Michelin Alpin 6 für 140 Euro. Der Michelin ist für Vielfahrer interessant, denn mit 53 200 Kilometern ist seine Reichweite die größte im Test 2024.
Vergleichen lohnt sich. Bei Autoversicherungen gibt es große Unterschiede beim Preis und beim Leistungsumfang. Es lohnt sich deshalb immer mal wieder, die eigene mit anderen Versicherungen zu vergleichen und gegebenenfalls zu kündigen und zu einer neuen Versicherung oder einem anderen Tarif zu wechseln.
161 Tarife im Vergleich. Die Stiftung Warentest hat 161 Tarife verglichen. Wir haben die Prämienniveaus für Kfz-Haftpflicht-, Teil- und Vollkaskoschutz ermittelt – und das für je drei Altersgruppen. In einem Online-Rechner können Sie Ihren individuellen Tarif vergleichen.
Bis Ende November kündigen. Die allermeisten Verträge laufen in der Autoversicherung bis zum Jahresende. Die ordentliche Kündigungsfrist beträgt einen Monat zum Versicherungsjahresende. Die Kündigung muss alljährlich bis zum 30. November beim Versicherer sein. Ausnahme: Ein Sonderkündigungsrecht besteht, wenn der Beitrag steigt. Es beträgt vier Wochen ab Zugang der Rechnung für 2025.
70 Prozent der vom ADAC vergebenen Note macht die Fahrsicherheit aus. Darin geht das Bremsverhalten ein: Gebremst wird von 100 km/h auf null bei trockener und von 80 km/h auf null bei nasser Straße. Bei Schnee und Eis geht es langsamer zu. Die Tester messen die Bremswege von 30 km/h bis null auf festgefahrenem Schnee und von 20 km/h auf null auf polierter Eisbahn. Außerdem stellen die Prüfer auf einer Teststrecke fest, wie stabil die Fahrzeuge in der Kurve liegen, und wie die Reifen auf Aquaplaning bei Längs- und Querrillen reagieren (hier die vollständigen Testkriterien).
Mit einem Anteil von 30 Prozent an der Gesamtnote bewertet der ADAC die Umweltbilanz jedes Reifens. Auch hier gab es einige Gute. Sie werden sortiert nach Kraftstoffverbrauch und Rollgeräusch, Gewicht sowie danach, wie schnell sie sich abreiben. Auch der Schadstoffgehalt der Pneus, die Ökobilanz sowie eine eventuelle Zertifizierung der Nachhaltigkeit des Herstellers bestimmen die Umweltnote mit. Die vollständigen Ergebnisse finden Sie im Winterreifen Test 2026 des ADAC.