Wie arbeiten Sie konkret in Ihrem Forschungsprojekt?
Wir arbeiten weltweit zusammen mit Gemeinden und Initiativen, die sich für Frieden einsetzen. In Deutschland haben wir mit Vereinen kolumbianischer, ukrainischer und venezolanischer Migrantinnen Filmfestivals, Beratungsworkshops zum deutschen Migrationssystem und eine Fußball-Sommerschule realisiert. In Kolumbien haben wir ein Festival begleitet, das von Vertriebenen organisiert wurde und ermöglicht, dass sich ehemalige Kämpferinnen verschiedener Armeen versöhnen. Ein Teil der Forschung befasst sich damit, wie Menschen in diesen Initiativen Frieden wahrnehmen und sichtbar machen. Dabei sind etwa in Italien drei Wandgemälde von Menschen entstanden, die sich im Friedensaufbau engagieren. Wir sehen auch im internationalen Vergleich, dass Kultur- und Sportangebote die wesentlichen Triebkräfte sind, um Frieden zu schaffen und aufrechtzuerhalten.