25 Jahre Forstbetriebsgemeinschaft Jagdberg.
Die Idee zur Gründung von Forstbetriebsgemeinschaften entstand nach den großen Schadereignissen der 1990er-Jahre. Die Aufarbeitung des Schadholzes und die Wiederbewaldung stellten insbesondere die vielfach ehrenamtlich tätigen Obleute kleinerer Agrargemeinschaften sowie die zuständigen Waldaufseher vor enorme Herausforderungen. Eine planmäßige Waldpflege war unter dieser Dauerbelastung vielerorts kaum mehr möglich.
Um auch kleineren Forstbetrieben dauerhaft eine professionelle Betreuung zu ermöglichen, wurde im Jahr 2000 in der Forstabteilung des Landes unter maßgeblicher Federführung von Herbert Erhart das Konzept der Forstbetriebsgemeinschaften entwickelt. Die Obleute und Bürgermeister der Region Jagdberg waren die Ersten, die diesen neuen Weg gemeinsam beschritten. Die Gründungsversammlung fand am 31. Oktober 2000 statt. Mit 1. Jänner 2001 nahm die FBG Jagdberg unter der Leitung von Walter Amann ihren Betrieb auf.
Vom Reagieren zum planmäßigen Handeln
Die positiven Auswirkungen zeigen sich bis heute: Der Einschlag auf den betreuten Flächen konnte verdoppelt, Pflegerückstände konnten aufgearbeitet und die Holzvermarktung durch die Bündelung des Angebots verbessert werden. Vitalere Verjüngungsflächen und langfristig stabilere Bestände sind weitere Ergebnisse. Weiters wurden zusätzliche fünf dauerhafte Arbeitsplätze geschaffen, was zu einer Erhöhung der regionale Wertschöpfung führt. Auch die Waldaufseher wurden entlastet und können sich seitdem stärker auf den Kleinprivatwald konzentrieren.
„Unsere Wälder schützen Siedlungen und Verkehrswege, liefern den nachwachsenden Rohstoff Holz, bieten Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten und dienen auch unserer Erholung. Damit sie diese Aufgaben auch künftig erfüllen können, braucht es eine aktive und fachkundige Bewirtschaftung nach unserem bewährten Grundsatz ‚Schützen durch Nützen‘“, betonte Gantner.