Falling Walls Science Breakthrough of the Year 2026 geht an Georg Schett.
Die Forschung von Prof. Schett und dem interdisziplinären Team in Erlangen gilt als wegweisend für neue Therapieformen bei Autoimmunerkrankungen. Dabei überträgt er einen Ansatz aus der Krebsmedizin auf Autoimmunerkrankungen: Mithilfe von CAR-T-Zellen werden krankheitsverursachende Zellen gezielt beseitigt und das Immunsystem damit gewissermaßen auf „gesund“ umprogrammiert. „Unsere Strategie ist nicht mehr die Suppression eines kranken Immunsystems, sondern die Erschaffung eines neuen gesunden Immunsystems. Damit werden Medikamente wie Kortison und andere Immunsuppressive nicht mehr gebraucht“, erklärt Georg Schett.
Durch die Arbeiten von Prof. Schett werden heute weltweit Studien mit CAR-T-Zellen bei Patientinnen und Patienten mit Autoimmunerkrankungen durchgeführt. Das betrifft Menschen mit Lupus, Sklerodermie, Myositis und Arthritis, aber auch andere schwere Erkrankungen wie entzündliche Darmerkrankungen und Multiple Sklerose.
Für die Auszeichnung wurden aus internationalen Bewerbungen zunächst Kandidatinnen und Kandidaten ausgewählt und von einer internationalen Expertenrunde bewertet. In der Kategorie Life Sciences gehörte Georg Schett zunächst zu den zehn Finalistinnen und Finalisten. Anschließend wählte die Jury seine Forschung zum Science Breakthrough of the Year 2026 in den Life Sciences.
Damit gehört Prof. Schett zu den fünf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern beziehungsweise Forschungsteams, die 2026 in den Kategorien Life Sciences, Physical Sciences, Engineering & Technology, Social Sciences & Humanities sowie Art & Science als Science Breakthrough of the Year ausgezeichnet werden. Die Gewinnerinnen und Gewinner präsentieren ihre Forschung am 9. November 2026 auf der Bühne des Falling Walls Science Summit in Berlin.
Der Falling Walls Science Summit ist ein internationales Forum für wissenschaftliche Durchbrüche und den Austausch zwischen Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Veranstaltung findet jährlich in Berlin rund um den Jahrestag des Falls der Berliner Mauer statt.
Im Mittelpunkt steht die Leitfrage „Which are the next walls to fall?“ – welche wissenschaftlichen und technologischen Grenzen können als Nächstes überwunden werden? Dazu kommen Forschende, Innovatorinnen und Innovatoren aus aller Welt zusammen, um ihre aktuellen Arbeiten vorzustellen, neue Entwicklungen zu diskutieren und sich über Disziplin- und Ländergrenzen hinweg zu vernetzen.
Quelle: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg vom 09.09.2026
Prof. Dr. med. univ. Georg Schett
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