„Kinder.Essen.Körig“ startet ins vierte Jahr

10.9.2026 - Gerhard Wirth | Land Vorarlberg

LR Gantner: „Hochwertiges, regionales und leistbares Mittagessen für Vorarlbergs Schulkinder“

Bregenz (VLK) – Mit dem Schuljahr 2026/27 startet in Vorarlberg auch die nächste Förderperiode für eine hochwertige, regionale und leistbare Schulverpflegung. „Die Landesinitiative ‚Kinder.Essen.Körig‘ ist weit mehr als eine Förderung für das Mittagessen unserer Kinder. Wir investieren damit in ihre Gesundheit, stärken ihr Bewusstsein für hochwertige, regionale Lebensmittel und schaffen gleichzeitig zusätzliche Nachfrage für die Produkte unserer heimischen Landwirtschaft“, betont Landesrat Christian Gantner. Für öffentliche Volksschulen, öffentliche Mittelschulen sowie die Unterstufen öffentlicher Gymnasien können nun bis zum 16. Oktober 2026 Förderanträge eingereicht werden.

Nach drei erfolgreichen Projektjahren hat sich die Initiative fest in der Vorarlberger Schulverpflegung verankert und startet ins vierte Jahr. Im vergangenen Schuljahr beteiligten sich bereits über 70 Gemeinden mit mehr als 170 Schulen. „Dass landesweit mittlerweile so viele Gemeinden, Schulen, Küchen und landwirtschaftliche Betriebe diesen Weg mit uns gehen, zeigt, dass ‚Kinder.Essen.Körig‘ in der Praxis angekommen ist“, so Gantner. Bildungslandesrätin Barbara Schöbi-Fink ergänzt: „Ein gutes Mittagessen ist ein wichtiger Bestandteil eines gelungenen Schultags. Kinder lernen dabei neue Lebensmittel kennen und entwickeln ein Bewusstsein für ausgewogene Ernährung. Als Land unterstützen wir die Schulen und Gemeinden dabei, eine hohe Lebensmittelqualität bei leistbaren Preisen für Familien zu verankern.“

Bewährtes Fördermodell wird fortgeführt

Das Fördermodell basiert weiterhin auf den drei Säulen Qualität, Regionalität und Bio-Anteil. Nach wie vor gilt: Je mehr die festgelegten Kriterien erfüllt werden, desto höher fällt die Förderung aus. Auch die Abwicklung bleibt gegenüber dem vergangenen Schuljahr unverändert. Ergänzend setzt „Kinder.Essen.Körig“ weiterhin auf Fort- und Weiterbildung für Küchen-, Betreuungs- und Ausgabepersonal, denn gerade jene Personen, die täglich mit den Kindern am Mittagstisch arbeiten, übernehmen eine wichtige Rolle: Sie können zum Probieren motivieren, neue Lebensmittel positiv vermitteln und damit wesentlich zur Akzeptanz einer ausgewogenen Ernährung beitragen.

Qualität und Leistbarkeit langfristig absichern

Eine wesentliche Säule des Erfolgs sind die teilnehmenden Gemeinden. Mittlerweile organisieren mehr als 70 Gemeinden die Verpflegung vor Ort, koordinieren die Umsetzung und schaffen gemeinsam mit Schulen, Küchen und Verpflegern die notwendigen Rahmenbedingungen. Rückmeldungen aus Gemeinden, Schulen und Küchen sowie die Ergebnisse regelmäßiger Evaluierungen fließen daher unmittelbar in die Projektbegleitung ein.

Für das Schuljahr 2026/27 wird die Preisobergrenze von sieben auf acht Euro angepasst. Dabei handelt es sich um den maximal zulässigen Elternbeitrag – nicht um eine automatische Preiserhöhung. Die Anpassung schafft für die Gemeinden den notwendigen Spielraum, um weiterhin am Fördermodell teilzunehmen, ohne bei Qualität, Regionalität oder Bio Abstriche machen zu müssen.

„Neben den Kriterien Qualität, Regionalität und Bio bleibt auch die Leistbarkeit – sowohl für Eltern als auch für teilnehmende Gemeinden – ein wesentlicher Bestandteil des Modells. Die hochwertigen, regionalen Lebensmittel unserer Bäuerinnen und Bauern haben ihren Wert, gleichzeitig wollen wir, dass ein ausgewogenes Mittagessen für unsere Kinder leistbar bleibt. ‚Kinder.Essen.Körig‘ versucht, alle diese Ansprüche miteinander zu verbinden. Unser Ziel ist, möglichst viele Gemeinden im Projekt zu halten bzw. dazu zu gewinnen und gleichzeitig die hohe Qualität sowie Leistbarkeit für Familien abzusichern“, so Landesrat Gantner.

Gemeinsam den erfolgreichen Weg fortsetzen

Mit der neuen Förderperiode wird der eingeschlagene Weg konsequent fortgesetzt. Kinder.Essen.Körig verbindet Gesundheitsprävention und Ernährungsbildung mit regionaler Wertschöpfung und einer Stärkung der heimischen Landwirtschaft. Damit leistet das Projekt zugleich einen wichtigen Beitrag zum Zukunftsprogramm der Vorarlberger Landesregierung und zur Vision, Vorarlberg bis 2035 zum chancenreichsten Lebensraum für Kinder zu machen.

„Diese großartige Entwicklung von Kinder.Essen.Körig in den vergangenen Jahren bestärkt uns, diesen Weg weiterzugehen“, resümiert Landesrat Gantner. „Wir wollen unseren Kindern ein gutes und gesundes Aufwachsen ermöglichen und gleichzeitig unsere bäuerlichen Familienbetriebe stärken, die diese hochwertigen Lebensmittel in unserem Land produzieren. Wenn Gemeinden, Land, Schulen, Küchen, Landwirtschaft und Familien gemeinsam an einem Strang ziehen, profitieren alle, insbesondere unsere Kinder.“

https://presse.vorarlberg.at/land/public/-Kinder-Essen-K-rig-startet-ins-vierte-Jahr