Waldbrände – Paradigmenwechsel bei der Prävention erforderlich

24.8.2026 - Ralph Spiegler | Deutscher Städte- und Gemeindebund

Gegenüber der Rheinischen Post forderte DStGB-Präsident Ralph Spiegler einen Paradigmenwechsel bei der Prävention. Die Finanzierung dieser Aufgaben übersteige die Möglichkeiten der Kommunen.

Die Bedrohungslage durch Waldbrände spitzt sich derzeit in mehreren Regionen zu. Sie ist sichtbare Folge des durch den Menschen verursachten Klimawandels. Diese neue Situation bei der Brandbekämpfung bedeutet für die kommunalen Feuerwehren eine zusätzliche Herausforderung und erfordert einen Paradigmenwechsel bei der Prävention von Bränden. Dies betrifft sowohl die Ausstattung der Feuerwehren mit den notwendigen technischen Mitteln zur Waldbrandbekämpfung, aber auch den sukzessiven Umbau der Wälder. Die Finanzierung dieser Aufgaben übersteigt die Möglichkeiten der Kommunen. Bund und Länder müssen deshalb dauerhaft finanziell unterstützen, denn es ist eine gesamtstaatliche Aufgabe, die Anpassung an den Klimawandel zu meistern. Auch hier würde eine Gemeinschaftsaufgabe Klimaschutz und Klimaanpassung im Grundgesetz entsprechende Voraussetzungen zum gemeinschaftlichen Vorgehen schaffen. Vorausschauende Investitionen sind nachhaltiger und kostengünstiger als erst dann zu handeln, wenn der Wald schon brennt. Diese Brände gehen mit nur schwer kontrollierbaren Gefahren für Feuerwehrleute und Bevölkerung sowie für die Vegetation einher.

https://www.dstgb.de/themen/sicherheit/feuerwehr-und-katastrophenschutz/statement-waldbraende