Die FAU zählt mit über 270 Studiengängen zu den 15 größten und forschungsstärksten Universitäten Deutschlands. Über 6.000 Mitarbeitende und mehr als 39.000 Studierende prägen eine Kultur der Innovation, Vielfalt und Leidenschaft.
Lernen Sie hier unsere neu berufenen Professorinnen und Professoren kennen, die mit frischen Ideen und kreativen Ansätzen die Forschung vorantreiben. Entdecken Sie die Menschen hinter den Forschungsprojekten und erfahren Sie mehr über ihre individuellen Werdegänge, Visionen und Motivationen für die akademische Zukunft.
Sie liebt Reisen, spielt Saxophon und träumt von einem Fallschirmsprung – Prof. Dr. Sarah Désirée Lange stellt sich vor.
Ich nehme in meiner empirischen Grundschulforschung aktuelle Herausforderungen und gesellschaftliche Transformationen in den Blick. Gerade die Themen Inklusion und KI beschäftigen Grundschullehrkräfte und Schulen sehr. Aktuell forsche ich viel zu den Themen KI und Informatische Bildung im Grundschulunterricht – beispielsweise dazu, wie KI-Systeme Lehrkräfte im Unterricht dabei unterstützen können, lernförderliche inklusive Lernumgebungen zu gestalten. Zentral ist für mich auch, welche Kompetenzen Grundschullehrkräfte benötigen – auch bezogen auf Mehrsprachigkeit und Bildung für nachhaltige Entwicklung, um Kinder darauf vorzubereiten, in Zukunft unsere Gesellschaft mitzugestalten.
Ich sehe es als meine Aufgaben an, dazu beizutragen, dass wir empirisch abgesichertes Wissen dazu erlangen, wie Unterricht gestaltet werden kann, um das, worum es immer gehen sollte – das Lernen der Kinder – bestmöglich zu gestalten. Zentrale Akteur/-innen sind dabei natürlich die Lehrkräfte und da finde ich es herausfordernd, aber auch spannend zu verstehen, warum Lehrkräfte so handeln wie sie handeln, daher beforsche ich die Überzeugungen von Lehrkräften intensiv als eine zentrale Facette von professioneller Kompetenz von Lehrkräften.
Und mir ist der inklusive Blick auf die individuellen Lernbedürfnisse der Kinder wichtig, um zu mehr Chancengerechtigkeit beizutragen. Daher untersuche ich, wie Lehr-Lernumgebungen gestaltet werden sollten, damit alle Kinder vollumfänglicher Lernangebote nutzen können.
Die letzten zweieinhalb Jahr war ich Professorin für Schulpädagogik der Primarstufe am Zentrum für Lehrkräftebildung und Bildungsforschung an der Technischen Universität Chemnitz und durfte das ereignisreiche und für Chemnitz prägende Kulturhauptstadtjahr 2025 miterleben – ich wünsche Chemnitz, dass die vielen gerade kulturellen und künstlerischen Impulse aus diesem Jahr auch nach dem KH-Jahr dazu beitragen, diese schöne und häufig unterschätzte Stadt zu prägen.
Ich habe grundständig Grundschullehramt studiert und zwar hier an der FAU Erlangen-Nürnberg mit den Hauptfächern Englisch, Deutsch und Mathematik, danach die Promotion an der Universität Bamberg und an einer Grundschule in Nürnberg gearbeitet. Ich kehre somit nun beruflich tatsächlich an meine Alma Mater zurück – das hätte ich damals im Studium nie erwartet.
Ich habe 12 Jahre in Nürnberg gewohnt und freue mich darauf, die Stadt nun in dieser neuen Lebensphase – jetzt mit Familie – nochmal neu zu erkunden. Ich liebe das Bardentreffen, das Brückenfestival und das Klassik Open Air.
Grundsätzlich benötige ich nur meinen Mac, um zu arbeiten. Aber abgesehen davon, ist mein liebstes Gadget mein Presenter, damit kann ich durch Folien klicken und mit dem Laserpointer Aspekte hervorheben. Wenn ich lehre oder einen Vortrag halte, bewege ich mich sehr gerne und viel im Raum – auch um den Kontakt zur Zuhörer/-innenschaft gut herzustellen – und für diese Bewegungsfreiheit benötige ich nur meinen Presenter.
In der 7. Klasse hat mich eine Mitschülerin nach meinem Berufswunsch gefragt und meine Antwort war Sekretärin. Ich habe das damit begründet, dass man als Sekretärin immer einen Job bekommt. Sekretärinnen sind meiner Erfahrung nach die zentralsten Personen an einem Lehrstuhl und Kommunikation und der Blick für das Wesentliche sind extrem wichtig, um als Professorin einen guten Job zu machen. Vielleicht schließt sich so dann auch wieder der Kreis.
Jutta Allmendinger, Annalena Baerbock und Maja Göpel sind beeindruckende Frauen mit Positionen, die ich teile und ich bewundere, wie sie auch bei Gegenwind ihren Visionen folgen – vielleicht lerne ich ja mal eine von Ihnen persönlich kennen. Zentral dafür, dass ich jetzt da bin, wo ich bin, ist meine Doktormutter Annette Scheunpflug, die selbst viele Jahre hier an der FAU gearbeitet hat und den Lehrstuhl für Allgemeine Pädagogik innehatte. Das Wichtigste, dass ich von ihr gelernt habe ist, dass es in allem, was wir als Wissenschaftler/-innen machen, um die Sache gehen sollte – also darum, neue Erkenntnisse hervorzubringen, zentrale Themen in angemessener Tiefe theoretisch und empirisch zu bearbeiten – es geht nicht um Personen oder Bühnen. Das finde ich sehr wichtig und ist für mich handlungsleitend.
Die Antwort auf diese Frage ist mir schwergefallen. Aber nach einer kleinen Umfrage dazu in meiner Familie kann ich zwei Dinge anbringen: ich habe ein sehr gutes Augenmaß, das ist immer sehr praktisch bei Umzügen zum Beispiel, der bei uns ja jetzt auch vor der Tür steht – passt die Kommode in diese Lücke oder nicht…
Und ich spiele seit eineinhalb Jahren Saxophon und zumindest mein Saxophonlehrer meint, dass ich habe ein gutes musikalisches Gehör habe – Lieder, die ich kenne, kann ich auch direkt spielen.
Grundsätzlich: Auf meiner Bucket-List stehen vor allem Reisen – ich habe viele schöne Orte auf dieser Welt noch nicht gesehen. Und ich habe von Freunden zu meinem 40. Geburtstag einen Gutschein bekommen für einen Fallschirmsprung – den habe ich mir auch gewünscht und jetzt steht aus, dass ich ihn mache! Vermutlich in Franken!