Natürlich gibt es ein berechtigtes Argument für Altersbeschränkungen als schnelle Maßnahme. Künstliche Intelligenz beschleunigt die Verbreitung von Desinformation, Deepfakes und manipulativen Inhalten in bislang unbekanntem Ausmaß.
UNICEF berichtete 2026, dass ein Drittel der befragten Kinder und Jugendlichen Sorge hat, dass KI zur Verbreitung von Falschinformationen und Betrug eingesetzt werden kann. Viele folgern daraus, dass nur strenge Verbote Kinder wirksam schützen können. Das ist mir zu einfach. Denn die Probleme verschwinden nicht an einem bestimmten Geburtstag. Cybermobbing, Hassrede oder Desinformation sind geduldig. Sie treffen Jugendliche, wenn sie 13 Jahre alt werden, ebenso wie mit 15 Jahren. Wer ausschließlich auf Verbote setzt, verschiebt die Herausforderungen häufig nur nach hinten. Wir müssen jungen Menschen früh digitale Kompetenzen vermitteln. Dazu gehört auch, souverän mit KI umgehen zu können.