Abnahme des Flügelautos beginnt am 13. August 2026 gegen 20 Uhr.
Nach mehr als drei Jahrzehnten wird HA Schults bekannte Skulptur am Donnerstag, 13. August 2026, vom Turm des historischen Zeughauses abgenommen. Das Flügelauto wird anschließend in den Ford-Werken restauriert und soll künftig an einem neuen Standort am Heumarkt – auf dem Maritim Hotel – zu sehen sein. Seit dem 25. April 1991 thront der "Goldene Vogel" von HA Schult auf dem historischen Zeughaus-Turm. Am 13. August 2026 (gegen 22 Uhr) wird das auch als „Flügelauto“ bekannte Kunstwerk vom Treppenturm des Gebäudes abgenommen. Damit beginnt der Umzug der fast zehn Meter breiten Skulptur an einen neuen Standort.
Grund für die Abnahme sind bauliche und statische Erfordernisse am denkmalgeschützten Zeughaus. Untersuchungen hatten ergeben, dass die erhebliche Auflast durch die vier Tonnen schwere Skulptur und die durch starke Winde erzeugten Bewegungen bereits zu Schäden am Mauerwerk geführt hatten. Mit der Abnahme soll der weiteren Schadensbildung vorgebeugt und die Sicherheit des Gebäudes und seiner Umgebung gewährleistet werden. Auch das Kunstwerk selbst weist alters- und witterungsbedingte Schäden auf, beispielsweise durch Korrosion – und muss restauriert werden. Nach der Abnahme wird der "Goldene Vogel" daher zunächst zu den Ford-Werken in Köln-Niehl gebracht und dort fachgerecht instandgesetzt.
Arbeiten in 24 Metern Höhe
Die Abnahme des Flügelautos startet am Donnerstag, 13. August 2026, aus Gründen der Verkehrssicherheit erst gegen 20 Uhr, mit dem Aufbau des Autokrans. Die eigentliche Abnahme des Kunstwerks in rund 24 Metern Höhe ist gegen 22 Uhr vorgesehen. Anschließend wird das Flügelauto gegen 23 Uhr per Schwertransport zu den Ford-Werken gebracht werden. Nach Abschluss der Restaurierung soll der "Goldene Vogel“ im ersten Quartal 2027 seinen neuen Standort auf dem Komplex des Maritim Hotels am Heumarkt beziehen.
Eigentümer des Kunstwerks ist der Förderverein "Freunde des Kölnischen Stadtmuseums e. V.", der es dem Kölnischen Stadtmuseum bislang als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt hat. Das Museum überlässt das Kunstwerk nun dem Eigentümer des Hotelgebäudes, der Art-Invest Real Estate.
Wir freuen uns sehr über diese Lösung,
so Museumsdirektor Dr. Matthias Hamann.
Damit bleibt ein für unsere Stadt und seine jüngere Geschichte wichtiges und symbolhaftes Objekt auch weiterhin und weithin sichtbar.
Das Museum wird weiter für das Objekt selbst verantwortlich sein, das Maritim Hotel und Art-Invest Real Estate für die Standsicherheit. Auch Dr. Konrad Adenauer, Vorsitzender der Freunde des Kölnischen Stadtmuseums e. V., zeigt sich sehr zufrieden:
Als Freundeskreis ist es uns ein Anliegen, dass das Flügelauto öffentlich sichtbar bleibt. Dies ist nun mit vereinten Kräften gelungen.
1989 Teil der Kunstaktion "Fetisch Auto"
Der "Goldene Vogel" entstand im April 1989 im Rahmen der von HA Schult mit Beteiligung von Elke Koska konzipierten Kunstaktion "Fetisch Auto". Für die von den Kölner Ford-Werken anlässlich des 60-jährigen Standortjubiläums unterstützte Aktion wurden elf neue Ford Fiesta an verschiedenen Orten in, auf und über Köln künstlerisch verfremdet und inszeniert. Der "Goldene Vogel" war zunächst für kurze Zeit auf dem Turm des Stapelhauses in der Frankenwerft zu sehen, bis er im April 1991 seinen neuen Platz auf dem Zeughaus fand.
Bei dem Werk handelt es sich um einen entkernten Ford Fiesta des Baujahrs 1989. Im Motorraum befinden sich rund 1,2 Tonnen Eisenbahnschienen. Die beiden Flügel aus glasfaserverstärktem Polyesterharz wiegen jeweils rund 800 Kilogramm. Das Kunstwerk ist etwa 6,20 Meter lang, zehn Meter breit und 3,50 Meter hoch und wiegt insgesamt rund vier Tonnen. Bereits 2005 und 2012 wurde das Flügelauto für Reparatur- und Restaurierungsarbeiten vom Zeughausturm abgenommen und zu den Ford-Werken gebracht.
Mit der Abnahme vom Zeughausturm endet ein prägendes Kapitel in der Geschichte des Kunstwerks. Restaurierung und Standortwechsel gewährleisten, dass der "Goldene Vogel" auch künftig im Kölner Stadtbild sichtbar bleibt.
Stadt Köln - Amt für Presse- und ÖffentlichkeitsarbeitSabine Wotzlaw