Der Touring Club Schweiz (TCS) und das Schweizer TV-Magazin „Kassensturz“ haben E-Roller mit Sitzbank geprüft. Zwei Roller haben sie für gut befunden.
Den ersten Platz belegt mit 78 von 100 möglichen Punkten der Ecooter E2 Urban, den es auch in Deutschland gibt. Ebenso wie die anderen sechs Modelle ist er in der Ausführung getestet worden, die für eine Maximalgeschwindigkeit von 25 Kilometer pro Stunde (km/h) zugelassen ist. Daneben ist auch eine Version für bis zu 45 km/h erhältlich.
Die Tester lobten die hochwertigen Komponenten, das stabile Fahrverhalten und eine solide Beschleunigung in den drei Fahrmodi Eco, Power und Speed. Diesen E-Motorroller zum Aufsitzen gibt es in Deutschland ab 3 350 Euro.
Keine App, teurer Zweit-Akku. Unsere Schweizer Kollegen bemängelten lediglich, dass der Ecooter keine Bluetooth- oder App-Anbindung hat. Kritisieren ließe sich allerdings auch der Preis für einen zweiten Akku: Der liegt bei 950 Euro.
Auf Platz zwei liegt ein Modell von The Scooter Company. Den TSC Next One NX1 7i (67 Punkte) bekommt man hierzulande aber nicht. Er fiel positiv auf, weil er im Reichweitentest die Herstellerangabe übertraf: Statt der versprochenen 65 Kilometer legte der TSC-Roller gemessene 90 Kilometer zurück. Für Deutschland hat dieser Scooter bisher aber keine Betriebserlaubnis.
Hierzulande zugelassen sind dagegen der 3 100 Euro teure Citytwister 8.0 Retro und der Yadea DE38 (neu circa 2 000 Euro). Mit 59 beziehungsweise 55 Punkten kommen sie auf die Note Genügend.
Der Citytwister mit seinem Nostalgie-Look ist hübsch anzusehen, fiel aber durch sein hohes Eigengewicht auf, was das Rangieren erschwert. Zudem weist er laut der schweizer Tester eine mäßige Federung und ein unsicheres Bremsverhalten auf.
Der Yadea DE38 erreichte im Test unserer Partner keine 25 km/h, kämpfte schon bei leichten Steigungen und zeigte Mängel bei zum Beispiel bei Schweißnähten. Ohnehin ist er in Deutschland nur gebraucht zu haben.
Gar nicht erhältlich ist hierzulande der Vespino Love. Auch er schnitt genügend ab.
Auch die Scooter Fat Bob Premium und Zilla Loki X CarPlay gibt es nicht bei uns zu kaufen. Sie erhielten im Test der Verbraucherschützer aus der Schweiz null Punkte und damit die Gesamtnote Mangelhaft. Denn die Tester konnten beide Roller ohne Werkzeug und allein über eine bestimmte Tastenkombination so einstellen, dass sie schneller als die erlaubten 25 km/h fuhren. Die Schweizer Importeurin der beiden Roller erklärte dem SRF, es habe sich um einen Produktionsfehler gehandelt, der inzwischen behoben worden sei.
Original-Testbericht von "Kassensturz": E-Scooter bis 25 km/h
Fahrerlaubnis. Für Elektromotorroller mit Sitzbank, die bis 25 km/h fahren, braucht es in Deutschland in der Regel eine Mofa-Prüfbescheinigung oder eine gleichgestellte Fahrerlaubnis. Das Mindestalter beträgt meist 15 Jahre.
Versicherung. Wer am öffentlichen Verkehr teilnehmen will, braucht eine Haftpflichtversicherung mit Versicherungskennzeichen. Und: Der Roller muss eine gültige Betriebserlaubnis beziehungsweise Straßenzulassung haben.
Tipp: E-Bikes können eine Alternative sein – und für kurze Wege elektrische Tretroller. Beide Produktgruppen hat die Stiftung Warentest geprüft.