Produzierendes Gewerbe und der Dienstleitungssektor haben 2024 in Deutschland 117,5 Milliarden Euro Umsatz mit Gütern und Leistungen für den Umweltschutz erwirtschaftet. Die Investitionen der Industrie (Produzierendes Gewerbe ohne Baugewerbe) für den Umweltschutz betrugen 21,8 Milliarden Euro.
Die Zahl der "Green Jobs" verharrte mit rund 404.900 Beschäftigten nahezu auf dem Vorjahresniveau.
Den höchsten Umsatz erbrachten wie im Vorjahr Güter und Leistungen speziell für den Klimaschutz mit 73 Milliarden Euro. Das betraf insbesondere Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien sowie zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Einsparung von Energie. Bei den erneuerbaren Energien betraf das vornehmlich die Onshore-Windkraft; bei der Energieeffizienzsteigerung und Energieeinsparung energieeffiziente Antriebs- und Steuerungstechnik (ohne Elektromobilität).
Knapp drei Viertel der umweltbezogenen Umsätze entfielen auf Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes wie dem Maschinenbau oder der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen. Das Baugewerbe und der Dienstleistungssektor trugen weitere signifikante Umsatzanteile bei.
Auch bei den "Green Jobs" war das Verarbeitende Gewerbe Spitzenreiter (beispielsweise Herstellung von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien) gefolgt vom Baugewerbe (beispielsweise Wärmedämmung von Gebäuden) und dem Dienstleistungssektor (beispielsweise Planung und Projektentwicklung zur Nutzung erneuerbarer Energien).
Technische Anlagen und Maschinen, die dem Umweltschutz dienen, bilden das Rückgrat der Investitionen der Industrie in den Umweltschutz: allein 11,9 Milliarden Euro flossen hierbei in den Klimaschutz, vornehmlich Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien. Daneben wurde ein Großteil der Investitionen für Maßnahmen zur Energieeffizienzsteigerung und Energieeinsparung sowie zur Vermeidung und Verminderung der Emissionen von Treibhausgasen verwendet. Im Bereich Abwasser- und Abfallwirtschaft war die Industrie der Hauptinvestor in den Umweltschutz, insbesondere in Anlagen und Einrichtungen zur Verminderung der Abwassermenge und -fracht.
Zusätzlich zu den Sachinvestitionen gaben die Industrieunternehmen Mittel für gemietete und gepachtete Sachanlagen aus, zum Beispiel für die Anmietung von Photovoltaikanlagen. Weitere Investitionen entfielen auf immaterielle Vermögensgegenstände wie sogenannte Umweltsoftware, die als digitales Steuerungsinstrument für das Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement der Unternehmen eingesetzt wird, zum Beispiel Software für das Treibhausgas- oder Abfallmanagement.
Aufgeschlüsselte Zahlen stellt das Statistische Bundesamt auf seiner Homepage bereit. Der öffentliche Sektor sowie die privaten Haushalte sind im Bereich der Umweltökonomie nicht erfasst.
https://www.bundesumweltministerium.de/meldung/umsatzplus-beim-klimaschutz