Kriminelle wollen angeblich Rauchmelder kontrollieren

24.7.2026 - Kirsten Schiekiera | Stiftung Warentest

Unter dem Deck­mantel Brand­schutz laufen unterschiedliche Betrugs­versuche. Bereits aus mehreren Bundes­ländern wurden Fälle gemeldet.

Die Masche mit der Rauchmelder­pflicht

Die Betrugs­versuche sind von langer Hand vorbereitet, die Kriminellen gehen planvoll und geschickt vor. Zunächst schi­cken sie Mails oder Briefe, die auf ein angebliches Programm „Brand­schutz Deutsch­land 2026“ hinweisen. Die Stadt­verwaltung würde die vorschrifts­mäßige Installation und Funk­tions­fähig­keit von Rauchmeldern prüfen. Für fehlende Geräte werden Strafen von bis zu 500 Euro angedroht.

Unterschiedliche Betrugs­versuche

Die Masche läuft zweigleisig. Es wurden Fälle bekannt, in denen Betrüger sich als Hand­werker ausgaben und unter dem Vorwand der Rauchmelder­prüfung Wohnungen aufsuchten. Dort versuchten sie heraus­zufinden, ob es Wert­gegen­stände in der Wohnung gibt und wo sich diese befinden. Die verschickten Brand­schutz-Mails enthielten zudem Phishing-Links, über die sensible Daten abge­griffen werden können. Schutz vor Phishing ist extrem wichtig: Wenn Hacker Login-Daten erbeuten, können sie etwa von fremden Mail-Accounts aus Nach­richten verschi­cken oder Geld von den Konten ihrer Opfer abbuchen.

Tipp: Besuche von Hand­werkern werden von Haus­verwaltungen angekündigt. Lassen Sie unangemeldete Besucher nicht in Ihre Räume. Fragen Sie im Zweifels­fall bei Ihrem Vermieter oder der Haus­verwaltung nach, ob diese Hand­werker engagiert haben. In unserem ausführ­lichen Special erklären wir, wie Sie sich vor Betrugsfallen schützen und kriminelle Maschen erkennen.

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