Wien (VLK) – Landeshauptmann Markus Wallner absolvierte heute (15. Juli) seinen Antrittsbesuch als Vorsitzender der Landeshauptleutekonferenz bei Bundespräsident Alexander Van der Bellen. Im Mittelpunkt des Arbeitsgesprächs in der Wiener Hofburg standen die Schwerpunktthemen der laufenden Vorsitzperiode: die konkrete Umsetzung der Reformpartnerschaft, eine praxistaugliche Energie- und Kraftwerkstrategie, die Sicherung von Fachkräften und wirksamer Bürokratieabbau.
Wallner unterstrich im Gespräch mit dem Bundespräsidenten das gemeinsame Ziel von Bund, Ländern und Gemeinden, öffentliche Leistungen für die Bevölkerung nachhaltig zu sichern und dort weiterzuentwickeln, wo dies die Qualität, Effizienz und Bürgernähe erhöht. „Reformen müssen wirksam werden, also spürbar bei den Menschen ankommen“, betonte der Landeshauptmann. Dafür brauche es klare Strukturen und eindeutig zugeordnete Verantwortlichkeiten.
Im Energiebereich warb der Vorarlberger Landeshauptmann für eine bundesweite Kraftwerkstrategie, die die Erzeugung, Netze, Speicher, regelbare Kapazitäten und dezentrale Flexibilitäten aufeinander abstimmt. „Nur so sichern wir langfristig Versorgungssicherheit, leistbare Preise und Wettbewerbsfähigkeit“, führte Wallner aus. Die Beschleunigung müsse in den Genehmigungsverfahren wirksam werden, ohne zusätzliche Verfahrensschleifen.
Fachkräfte sichern, Bürokratie abbauen
Mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung betonte der Landeshauptmann die Bedeutung einer breit angelegten Qualifizierungsoffensive. „Fachkräfte sind der Schlüssel für Wachstum und Innovation. Wir werden die Lehre stärken, die Weiterbildung ausbauen und Hürden am Arbeitsmarkt abbauen“, erklärte Wallner. Vorarlberg bereitet dazu einen Aktionsplan zur Fachkräfteausbildung vor, dessen Inhalte auch in die bundesweite Diskussion einfließen sollen. Zur Entlastung von Betrieben, Gemeinden und Verwaltung sprach sich Wallner für praxistaugliche Vorgaben und raschere Verfahren aus. Das Ziel sei, Investitionen zu erleichtern, Planungs- und Rechtssicherheit zu erhöhen und Doppelgleisigkeiten zu vermeiden.
Vorsitz in der Landeshauptleutekonferenz und im Bundesrat
Vorarlberg hat am 1. Juli 2026 turnusgemäß den Vorsitz in der Landeshauptleutekonferenz übernommen. Es ist die vierte Vorsitzführung von Landeshauptmann Markus Wallner. Das Motto der Vorsitzperiode lautet: „Starke Regionen. Zukunft gestalten.“ Parallel dazu geht im zweiten Halbjahr 2026 die Vorsitzführung im Bundesrat an Vorarlberg über. Morgen, am 16. Juli, wird Landeshauptmann Wallner dazu im Bundesrat sprechen.