Kaniber und Aigner stärken Zusammenarbeit im Alpenraum: Bayern und Salzburg ziehen bei Wolf, Berglandwirtschaft und Agrarpolitik an einem Strang

10.7.2026 - | Bayerische Staatsregierung

Kaniber und Aigner stärken Zusammenarbeit im Alpenraum: Bayern und Salzburg ziehen bei Wolf, Berglandwirtschaft und Agrarpolitik an einem Strang.

(10. Juli 2026) Salzburg/München – Bayern und Salzburg wollen ihre enge Zusammenarbeit bei zentralen Zukunftsfragen im Alpenraum weiter ausbauen. Das haben Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber und der Salzburger Landesrat Maximilian Aigner bei einem gemeinsamen Arbeitsgespräch vereinbart. Im Mittelpunkt standen aktuelle Herausforderungen für die Land- und Forstwirtschaft sowie gemeinsame Positionen gegenüber der Europäischen Union.

Ein Schwerpunkt des Austauschs war, wie ein grenzüberschreitendes Wolfsmanagement im Alpenraum gelingen kann und welcher Umgang mit dem Braunbären erforderlich ist. Ebenso tauschten sich Kaniber und Aigner darüber aus, wie sich die Alm- und Alpwirtschaft und die Berglandwirtschaft zukunftsfest aufstellen lassen. Ein weiteres Thema war, wie die Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union ab 2028 weiterentwickelt werden sollte.

„Flora und Fauna im Alpenraum kennen keine Landesgrenzen. Wölfe und Bären orientieren sich nicht an Grenzschildern – deshalb dürfen auch unsere Lösungen nicht an der Grenze enden. Bayern und Salzburg stehen Seite an Seite, wenn es darum geht, unsere Almen und Alpen, die Weidetierhaltung und die Menschen im ländlichen Raum zu schützen. Nur gemeinsam können wir unsere vergleichbaren Anliegen mit Nachdruck in Brüssel vertreten“, sagte Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber im Nachgang an das Gespräch.

Kaniber hob außerdem die Bedeutung der bäuerlichen Familienbetriebe hervor: „Unsere Bäuerinnen und Bauern bewirtschaften eine einzigartige Kulturlandschaft. Sie versorgen uns verlässlich mit hochwertigen Lebensmitteln, pflegen unsere Heimat und leisten einen unverzichtbaren Beitrag für Natur, Tourismus und den Zusammenhalt in den Bergregionen. Diese Leistung verdient starke politische Unterstützung und verlässliche Rahmenbedingungen“, so Kaniber.

Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs war die künftige Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union. Beide sprachen sich für eine praxistauglichen und ausreichend finanzierten Gemeinsamen Agrarpolitik aus, die die Leistungen der landwirtschaftlichen Familienbetriebe anerkennt, künftig Planungssicherheit schafft und vor allem die Berglandwirtschaft stärkt. Gleichzeitig mahnten beide Politiker eine Agrarpolitik der EU an, die die Belastungen der Betriebe im Auge behalte und auch von den Mitgliedsstaaten mit vertretbarem Aufwand praktisch umgesetzt werden können. Als Beispiel nannten beide die Wiederherstellungsverordnung der EU, die den Umbau zu klimastabilen Wäldern behindere und damit dem eigentlichen Ziel von mehr Naturschutz zuwiderlaufe.

Kaniber sprach in Salzburg zudem die Belastungen der bayerischen Bevölkerung durch den Flugverkehr am Salzburger Flughafen an. Hier müsse ein fairer Ausgleich gefunden werden.

Beide Seiten vereinbarten, die fachliche und politische Zusammenarbeit weiter zu vertiefen und gemeinsame Anliegen künftig noch enger gegenüber der Europäischen Union zu vertreten.

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