Glauber: Wasserversorgung in Bayern ist gesichert – Aktuelle Hitzewelle im Freistaat

10.7.2026 - | Bayerische Staatsregierung

Angesichts der beginnenden zweiten Hitzewelle in diesem Sommer ruft Bayerns Umwelt- und Verbraucherschutzminister Thorsten Glauber erneut zum Wassersparen auf: „Die gute Nachricht: Die Wasserversorgung ist in Bayern aktuell gesichert. Die anhaltende Trockenheit führt zu niedrigen Abflüssen und Grundwasserständen. Das kann lokal und punktuell auch zu Einschränkungen von Nutzungen führen. Die Hitzeperiode und die wenigen Niederschläge in diesem Jahr zeigen: Die Folgen des Klimawandels werden zunehmend auch in Bayern spürbar. Wir beobachten die aktuelle Entwicklung sehr genau und stehen im engen Austausch mit den zuständigen Behörden und Wasserversorgern. Wir appellieren an alle Bürgerinnen und Bürger, Wasser bewusst und sparsam zu nutzen. Jeder verantwortungsvolle Umgang mit Wasser hilft dabei, unsere natürlichen Ressourcen zu schonen.“ Über möglicherweise erforderliche konkrete Wassersparmaßnahmen im Einzelfall entscheiden grundsätzlich die Behörden vor Ort anhand der jeweils konkreten Situation.

Für eine möglichst gute Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser im öffentlichen Raum läuft aktuell eine Neuauflage des bayerischen Sonderprogramms „Kommunale Trinkbrunnen“, mit dem das Umweltministerium den Neubau von Trinkbrunnen außerhalb von Gebäuden fördert. Seit dem 1. April 2025 wurden über das Sonderprogramm bereits knapp 70 Vorhaben genehmigt, aktuell ist der Neubau von über 90 Trinkbrunnen vorgesehen. Pro Vorhaben können maximal 2 Trinkwasserbrunnen pro Kommune mit jeweils maximal 10.000 Euro und 90 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten gefördert werden. Von 2021 bis 2024 wurden bereits über ein Sonderprogramm 200 Vorhaben genehmigt.

 

Mit Blick auf die steigende Zahl an Tropentagen fordert Glauber, vulnerable Gruppen wie Senioren, Kranke und Kinder möglichst gut zu schützen. „An heißen Tagen gilt: viel trinken, Sonnenschutz auftragen, Schatten suchen und Anstrengungen vermeiden. Kirchen und andere öffentliche Gebäude sollen ihre Türen öffnen, um den Menschen Abkühlung zu bieten. Wir brauchen auch mehr Wasser und Grün in der Stadt. In Zeiten des Klimawandels ist der Ausbau von blauer und grüner Infrastruktur in den Städten oberstes Gebot. Eine gesunde Stadtnatur mit vielen öffentlichen Grünflächen und guter Luft ist entscheidend für die Lebensqualität im urbanen Raum. Verdunstung, Verschattung, Freiflächen, begrünte Dächer und Fassaden sind zentrale Themen für die lebenswerte Stadt der Zukunft. Stadtbäume und Grüngürtel sind natürliche Klimaanlagen: Sie spenden Schatten, kühlen und befeuchten die Luft. Klimaangepasstes Planen und Bauen muss zum Standard werden. Perspektivisch müssen Einrichtungen wie Seniorenheime, Krankenhäuser und Kindertagesstätten besser an die zunehmende Hitze angepasst werden.“

 

Um die Kommunen dabei zu unterstützen, bereitet das Bayerische Umweltministerium aktuell eine Neuauflage der Förderrichtlinie Kommunaler Klimaschutz (KommKlimaFöR 2026) vor. Diese soll noch im Sommer in Kraft treten. Es werden künftig auch Projekte gefördert, die einen Beitrag zur Reduktion der Auswirkungen von Hitzeperioden leisten.


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